Was US-Spione lesen

07. Juni 2013 08:56; Akt: 07.06.2013 10:23 Print

Schon das Wort «Schnee» ist gefährlich

Wenn Sie auf Facebook davon erzählen, wie sehr Sie Schnee mögen, könnten Sie damit in den USA Alarm auslösen. Denn «Schnee» ist für die US-Regierung ein verdächtiger Begriff.

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Die Liste der verdächtigen Begriffe wird von der US-Regierung laufend angepasst. (Bild: Keystone)

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Wer zu Hause im Internet surft, googelt oder etwas auf Facebook postet, begibt sich unter Umständen auf gefährliches Terrain. Denn nicht nur potenziell verdächtige Begriffe wie Jihad, Bombe oder Drogen machen die Geheimdienste misstrauisch, sondern auch völlig harmlose wie Grippe, Schnee oder Wurm lassen die Agenten aufhorchen. Mit einer langen Liste von Begriffen suchen die Behörden nach Straftätern. Je nach Suchkombination und Häufigkeit der Anwendung leuchtet es beim amerikanischen Ministerium für Heimatschutz (Departement of Homeland Security) rot auf. Denn dann kann man ins Fadenkreuz der Behörden geraten. Die Agenten können dann eine Person kontrollieren und sie sogar zu Hause aufsuchen.

Mit Hilfe der Schlüsselbegriffe sollen aber nicht nur Terroristen oder andere Straftäter aufgespürt werden, sondern auch Naturkatastrophen oder Epidemien frühzeitig entdeckt werden. Wenn die Begriffe Sturm, Tsunami oder Hilfe im Internet irgendwo besonders häufig auftauchen, reagiert die Behörde ebenfalls.

Die Liste wird laut US-Heimatschutz laufend angepasst und erweitert. Das US-Gesetz besagt, dass die Liste öffentlich sein muss und jeder US-Bürger Einsicht haben darf – wegen dem «Freedom of Information Act».

(kub)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mark Schafroth am 07.06.2013 09:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schnee .

    Wie sagte schon Asterix (auch wenn er inzwischen nach Russland übergelaufen ist) "die spinnen die Römer!"

    einklappen einklappen
  • iKut am 07.06.2013 09:17 Report Diesen Beitrag melden

    Gegenschlag

    Dies ist klar Verfassungswidrig, ausser man weitet das Gesetz USA-mässig aus. Deshalb würde ich gleich ausrufen so viele Schlüsselwörter wie nur irgend möglich von so vielen Leuten wie möglich zu streuen.... viel spass der Regierung beim auslesen von den Milliarden an Posts

  • nummer 5 am 07.06.2013 09:11 Report Diesen Beitrag melden

    überfordert

    sind wir froh, das sie im momenth noch mit der datenflut überfordert sind.

Die neusten Leser-Kommentare

  • dein Freund und Helfer am 07.06.2013 13:21 Report Diesen Beitrag melden

    An alle baut nach

    Möglichkeiten in alle eure Mitteilungen ob Chat oder eMails solcher gefährlichen Wörter ein. Dann bekommen sie wenigstens etwas zu tun ;)

  • Marie am 07.06.2013 12:31 Report Diesen Beitrag melden

    Das weiss man doch

    In UK sitzt die Zentrale für Europa. Sowas weiss man doch.

  • Andreas Hägele am 07.06.2013 12:05 Report Diesen Beitrag melden

    Übel, wenn man einen solchen Nick hat

    Dann müssen div. Internetseiten in den USA pernament rot leuchten. Mein Sohn nennt sich im Internet "Tsunami".

  • Witzbold am 07.06.2013 12:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hey Amis

    die nächste Lieferung Schnee kommt sicher bald, das weisse Pulver ist für manche eine Droge, auch wenn es kalt ist. Dann ist wieder Bombe stimmung bei euch! Falls ihr reinen Schnee wollt, müsst ihr die Jungfrau besteigen.

  • hans muster am 07.06.2013 11:59 Report Diesen Beitrag melden

    hmm...

    das ist nichts neues, das ist schon lange bekannt. aber gut, wenn es den leuten wiedermal vor augen geführt wird.