Räuber nicht verstanden

05. Dezember 2012 11:47; Akt: 05.12.2012 12:55 Print

Schweizer Tourist in Brasilien erschossen

Er wollte seinen in Brasilien lebenden Cousin besuchen und starb dabei: Der Schweizer Max K. wurde von Räubern erschossen – weil er sie nicht verstand.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

«Auf den Boden! Auf den Boden!», schreien die drei Räuber. Der 69-jährige Max K., der kein Wort Portugiesisch spricht, versteht nicht und bleibt stehen. Einer der Banditen verliert die Geduld und schiesst. Die Kugel trifft den Kopf des Schweizer Touristen. Dieser stirbt auf der Stelle.

Max K. wollte mit einem Freund seinen Cousin Alois K. (70) besuchen, der sich in der brasilianischen Stadt Ribeirão Branco niedergelassen hat und dort seit 17 Jahren auf einem Bauernhof lebt. Zuvor waren die beiden Besucher bereits in Peru und Bolivien herumgereist. Sie waren beide das erste Mal in Brasilien.

Als sie am 24. November bei Alois K. ankamen, war es Abend und alles ruhig. Um sechs Uhr am nächsten Morgen verliess Cousin Alois das Haus, um die Kühe zu melken. Er liess eine Türe offen. Durch diese gelangten die Banditen ins Haus und nahmen zuerst die Frau von Alois als Geisel und forderten Geld. Sie durchsuchten das Haus und trafen auf die schlafenden Schweizer, wie der TV-Sender Globo berichtet.

«So ist das Leben»

Dann fielen die Schüsse und die Räuber flüchteten mit rund 200 Franken, einer Kamera, zwei Handys, einem Computer und einem Tablet als Beute. Die Suche nach ihnen läuft. Das EDA bestätigte den Vorfall gegenüber der «Neuen Luzerner Zeitung».

Die Leiche von Max K. wurde mittlerweile in Ribeirão Branco beerdigt. Das Verbrechen schockiert die 18'000-Seelen-Stadt zwischen Curitiba und São Paulo, die eigentlich als sehr ruhig gilt. Der Cousin des verstorbenen, Alois K., hat den ersten Schrecken verdaut. «So ist das Leben», sagt er zu Globo, «man kann dem Tod nicht entfliehen.»

(aeg)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 2 Tage, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Henry am 05.12.2012 15:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nein kann man nicht

    So ist das Leben, man kann dem Tod nicht entfliehen aber man kann Gegenden und Länder meiden in denen das Risiko durch Gewalt zu sterben deutlich höher ist.

    einklappen einklappen
  • Giuliano Barbiero am 05.12.2012 17:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Armer Mann

    Das geht doch nich einfach respektlos. Stille Trauer

  • Loppergnom am 05.12.2012 20:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    So ist das Leben

    Das kann überall passieren. Er war einfach zur falschen Zeit am falschen Ort. Auch auf mich wurde mal geschossen. Nein nicht in Brasilien, sondern von einem schweizer Bauer! Seht einfach das Positive an der Story. Er hat für sein Alter sehr viel erlebt und gesehen. Wenigstens war es ein schneller und schmerzloser Tod. Lieber so aus dem Leben scheiden als qualvoll an Krebs sterben!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Loppergnom am 05.12.2012 20:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    So ist das Leben

    Das kann überall passieren. Er war einfach zur falschen Zeit am falschen Ort. Auch auf mich wurde mal geschossen. Nein nicht in Brasilien, sondern von einem schweizer Bauer! Seht einfach das Positive an der Story. Er hat für sein Alter sehr viel erlebt und gesehen. Wenigstens war es ein schneller und schmerzloser Tod. Lieber so aus dem Leben scheiden als qualvoll an Krebs sterben!

  • Giuliano Barbiero am 05.12.2012 17:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Armer Mann

    Das geht doch nich einfach respektlos. Stille Trauer

  • In Trauer am 05.12.2012 16:07 Report Diesen Beitrag melden

    Ich habe Ihn gekannt

    Max hat es nicht verdient. In Stiller Trauer

  • Henry am 05.12.2012 15:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nein kann man nicht

    So ist das Leben, man kann dem Tod nicht entfliehen aber man kann Gegenden und Länder meiden in denen das Risiko durch Gewalt zu sterben deutlich höher ist.

    • Patrick Schwarzer am 05.12.2012 15:56 Report Diesen Beitrag melden

      Viel Spass zu Hause

      Dann wünsch ich viel Spass in Deinen 4 Wänden, denn sowas kann Dir überall passieren. Es gibt keine Garantie dass Du nicht einem Spinner über den Weg läufst!

    • patrizio blaser am 05.12.2012 16:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      ..

      patrick geb dir recht.!!

    einklappen einklappen
  • tinu am 05.12.2012 15:00 Report Diesen Beitrag melden

    rauhe Sitten

    ..in Brasilien. Wie kommt es, dass das Land als Wirtschaftswunder bezeichnet wird, aber das Leben dort nicht viel Wert ist? Es soll uns eine Lehre sein, dass hier in der Schweiz nie solche Umstände herrschen.

    • Hubsyn am 05.12.2012 16:10 Report Diesen Beitrag melden

      Wie? Nie solche Umstände?

      Glücklicherweise wurde in der Schweiz noch nie jemand grundlos erschossen, daher stimmt deine Aussage natürlich! Aber mal ernsthaft, das Risiko hier mag sehr viel geringer sein, aber schon dem nächsten der dir auf der Strasse über den Weg läuft, kann es "eine Sicherung putzen" und er dreht durch. Aber so ein Vorfall kann hier genauso ablaufen.

    einklappen einklappen