In Lörrach verurteilt

06. Februar 2018 20:45; Akt: 06.02.2018 20:45 Print

Schweizer entblösst sich vor deutschen Frauen

Ein Schweizer ist in Lörrach (D) zu einer viermonatigen Bewährungsstrafe verurteilt worden, weil er junge Frauen belästigt hatte.

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Die Mädchen riefen die Polizei zu den Isteiner Schwellen. (Bild: Screenshot Google Maps)

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Ohne Hose hat sich ein Schweizer Exhibitionist letzten August bei Istein (D) zwei 16-jährigen Mädchen und zwei jungen Frauen genähert und sie belästigt, indem er in ihrer Gegenwart anfing zu masturbieren. Nun stand er in Lörrach (D) vor Gericht, wie die «Badische Zeitung» schreibt.

Der 43-jährige Landschaftsgärtner gab vor Gericht die Taten zu. Zudem entschuldigte er sich bei den Frauen. «Ich war mir nicht bewusst, was so ein Verhalten auslösen kann», sagte er. Weiter gab der Mann an, mit deren Einverständnis gehandelt zu haben.

Mit Erlaubnis masturbiert?

Weil an den Schwellen immer wieder Leute nackt baden würden, habe er es nicht seltsam empfunden, sich den Mädchen unten ohne genähert zu haben. «Ich habe versucht, mit Smalltalk eine entspannte Stimmung zu schaffen, und irgendwann habe ich meinen Mut zusammengenommen und sie gefragt, ob es sie stören würde, wenn ich an mir herumspiele», so der Mann. «Ich habe in Erinnerung, sie haben nein gesagt, es würde sie nicht stören.»

Nachdem die Mädchen gingen, sei er auch gegangen. Doch dann habe er die beiden jungen Frauen entdeckt. Laut dem Angeklagten hätten die beiden Frauen ihm vor zwei Wochen erlaubt, in ihrer Gegenwart zu masturbieren. Eine 27-jährige Zeugin gab vor Gericht jedoch an, dem Mann vorher nie begegnet zu sein. Jemand habe aber in der besagten Zeit gefragt, ob er kiffen dürfe. Möglicherweise könnte es der Angeklagte gewesen sein. «Ich hätte aber sicher nicht zugestimmt, dass er neben uns masturbiert», so die junge Frau.

Die jungen Frauen wollten die Polizei alarmieren. Doch diese war bereits von den beiden 16-Jährigen alarmiert worden und ausgerückt. Die Polizei nahm den Mann fest.

Nicht das erste Mal

Wie die Zeitung schreibt, ist der Mann bereits seit zehn Jahren immer wieder als Exhibitionist in Erscheinung getreten. So sei er in der Schweiz bereits sieben Monate in Haft gesessen. Er sei unter der Bedingung entlassen worden, eine Therapie zu machen und Medikamente zu nehmen. Dies würde er seit 2016 machen. Er habe sich seither auch besser im Griff, so der Angeklagte. Gleichzeitig stellte er klar: «Diese Neigung ist eigentlich nicht therapierbar.»

Die Strafrichterin nahm dem Mann nicht ab, dass die Frauen mit seinem Tun einverstanden gewesen seien. Sie verurteilte ihn zu einer viermonatigen Freiheitsstrafe auf Bewährung, wie die «Badische Zeitung» schreibt. Er soll als Bewährungsauflage seine Therapie fortsetzen und 2000 Euro an den Kinderschutzbund zahlen. Den Prozess beendete die Strafrichterin mit den Worten: «Sie müssen lernen, Ihre Neigung so auszuleben, dass nicht andere darunter leiden.»

(qll)