Im Container geschmuggelt

15. November 2012 21:17; Akt: 16.11.2012 11:00 Print

Sex-Sekte hatte Waffen aus der Schweiz

von Adrian Eng - «Wunderheiler» Peter Brunck packt aus: Seine in der Dominikanischen Republik ansässige Sekte AFFH hatte noch engere Schweizer Bande als bisher angenommen.

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Rund einen Monat nach der Erstürmung des Sekten-Anwesens in der Dominikanischen Republik sitzt der selbsternannte Wunderheiler und Sekten-Guru Peter Brunck immer noch in Untersuchungshaft in Sosua. Auch sein Sohn Daniel bleibt noch mindestens ein Jahr im Gefängnis.

Bei einer ersten Vernehmung durch die dominikanische Polizei hat Peter Brunck den Einsatz von Waffen verteidigt. Er habe «sein Projekt und die heilige Erde schützen wollen». Den Auftrag dazu habe er von Gott erhalten. Auch wie er zu den Waffen kam, hat Brunck verraten.

Waffen kamen aus der Schweiz

Wie mehrere Quellen gegenüber 20 Minuten Online bestätigen, sagte Brunck folgendes: «Die Waffen wurden mit Containern aus der Schweiz in die Dominikanische Republik geschmuggelt.» Dies, weil die Ausfuhrkontrollen nicht so streng seien wie in Deutschland. Die Waffen wurden zusammen mit anderen Gütern transportiert.

Doch die Schweiz war wohl nicht nur wegen ihrer laschen Zollvorschriften Ausgangsort des Schmuggels. Wie ein Mitglied der Familie von Peter Brunck bestätigt, war der Schweizer Jürg F. massgeblich an der Lieferung beteiligt. F. und seine Frau Silvia leben seit Jahren ebenfalls in der Dominikanischen Republik und sind dank einer Erbschaft sehr wohlhabend.

Reiches Ehepaar aus Zürich

Die beiden waren eng mit Peter Brunck verbunden. Silvia F. war längere Zeit Präsidentin der Sekte. Immer wieder sollen die beiden Geld in die AFFH gepumpt haben. Was nun aus ihnen geworden ist, ist nicht bekannt. Gerüchten zufolge hat Silvia mit der Sekte gebrochen, als Peter Brunck und Co. sich mit Waffengewalt gegen ihre Verhaftung durch die dominikanischen Behörden wehrten.

Das Ehepaar hatte einst in Uitikon bei Zürich gewohnt. Ob von dort aus der Waffenschmuggel vorbereitet wurde, ist nicht bekannt. Wie frühere Mitglieder der Sekte bereits aussagten, war die Schweiz bei Sekten-Guru Brunck wegen der hohen Millionärsdichte sehr beliebt. Auch das Ehepaar F. scheint in dieses Schema zu passen.

Der ehemalige AFFH-Weggefährte und Ex-Präsident der Sekte, Markus P., will auf Anfrage nichts von Waffengeschäften gewusst haben. An das wohlhabende Ehepaar F. aus Uitikon kann er sich jedoch erinnern.

*Namen von der Redaktion geändert

ACHTUNG: DAS VIDEO ENTHÄLT EXPLIZITEN INHALT


Der Sturm auf das Sekten-Gelände. (Video: YouTube/CachichaTV)


Akte2010: Im Jahr 2012 geht die Welt unter! von verbraucherinfoTV
(Sat.1 «Akte2010» über die AFFH-Sekte)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jenny D. am 16.11.2012 11:28 Report Diesen Beitrag melden

    Ist das so wichtig?

    Ist es denn so wichtig, woher die Waffen kamen? Aha ja natürlich! Insbesondere, wenn sie aus der Schweiz kamen. Vielleicht trägt Obama Unterwäsche von Calida, Angela Merkel benutzt Nachtcreme von Gerda Spillmann, Putin trägt ein Victorinox Messer im Hosensack und Rihanna kocht mit Kuhn Rikon-Pfannen. Wer weiss? Wen interessiert's? Niemanden! Aber wenn es um Waffen aus der Schweiz geht stehen alle gleich auf der Matte!

  • jan.m am 16.11.2012 11:41 Report Diesen Beitrag melden

    haha

    so neutral und gut ist die schweiz... phaha das ich nicht lache

  • R2D2 am 15.11.2012 22:33 Report Diesen Beitrag melden

    Schäbiger Typ, mehr nicht!

    Woher stammen denn die restlichen 99% der Waffen die gefunden wurden? Schlimm ist für mich ist, es gibt Leute, Personen die in der heutigen Zeit solche Aussagen und Geschichten, Drohungen und Vorhersagen glauben und für solche Leute auch noch in den Tod gehen. Ob das jetzt eine Sekte, eine Religion oder anders politisch motivierte Sache ist. Was aber immer wieder auffällig ist sind die sexuellen Aspekte die in solchen Sekten greifen und Anwendung finden. Einfach ein Schäbiger Typ, mehr nicht!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Otto Stich am 16.11.2012 12:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Waffen

    Was da an "Schweizer Waffen" gezeigt wird ist ein Witz. Erstes Bild ist ein Luftgewehr und die "Pistole" ist eine Softair der billigsten Sorte. Sieht man an den etlichen Schrauben an der Seite. Dann noch die Armbrüste (OK gebe zu die könnten noch vom Wilhelm Tell sein). Also Bitte...

  • jan.m am 16.11.2012 11:41 Report Diesen Beitrag melden

    haha

    so neutral und gut ist die schweiz... phaha das ich nicht lache

  • Lars am 16.11.2012 11:38 Report Diesen Beitrag melden

    egal...

    Nicht Waffen töten Menschen sondern der Mensch selber. Daher spielt es keine Rolle woher die Waffen stammen.

  • Jenny D. am 16.11.2012 11:28 Report Diesen Beitrag melden

    Ist das so wichtig?

    Ist es denn so wichtig, woher die Waffen kamen? Aha ja natürlich! Insbesondere, wenn sie aus der Schweiz kamen. Vielleicht trägt Obama Unterwäsche von Calida, Angela Merkel benutzt Nachtcreme von Gerda Spillmann, Putin trägt ein Victorinox Messer im Hosensack und Rihanna kocht mit Kuhn Rikon-Pfannen. Wer weiss? Wen interessiert's? Niemanden! Aber wenn es um Waffen aus der Schweiz geht stehen alle gleich auf der Matte!

  • J.C.Arq am 16.11.2012 10:48 Report Diesen Beitrag melden

    Mach wie die Anderen

    Gemäss Dominikanischem Gesetz müssen alle Leute, die eine Waffe besitzen, einen Waffenschein haben. Dieser ist mit den richtigen Kontakten einfach zu erhalten, und müsste dann regelmässig erneuert werden, aber das macht dann kaum jemand. Die Regierung veröffentlicht sogar die Liste der Waffenbesitzer, die den Waffenschein erneuern müssen. Es ist beängstigend zu sehen, wieviele Waffen im Umlauf sind und auch sichtbar getragen werden. Wer möchte sich in solchen Umständen nicht verteidigen können, und woher die Waffen kommen spielt schlussendlich keine Rolle.