Wegen Islam-Schmähfilm

28. November 2012 14:02; Akt: 28.11.2012 18:47 Print

Sieben Christen in Ägypten zum Tode verurteilt

Weil sie am Film «Unschuld der Muslime» beteiligt waren, hat ein Gericht sieben Christen zum Tode verurteilt. Die Angeklagten hätten den Islam beleidigt.

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Der Film (2012) stellt den Propheten Mohammed als Kinderschänder, blutrünstigen Feldherr, Homosexuellen und Feigling dar. Der Youtube-Trailer löst weltweite Proteste in muslimischen Ländern aus. Hinter dem Film sollen mehrere US-Amerikaner stecken. Als genannt. Am 15. September 2012 wird er von den US-Behörden vernommen. Nakoula ist vorbestraft und lebt in der Nähe von Los Angeles. Nakoula soll sich laut Gerichtsunterlagen auch schon Mark Basseley Youssef, Yousseff M. Basseley oder Nicola Bacily genannt haben. Das alles klingt auffällig ähnlich wie . Dieser Name wurde schnell als Verantwortlicher für den Fillm herumgereicht. Im Zusammenhang mit dem provozierenden Billigstreifen taucht ausserdem auch der Name auf. Klein will bei «Innocence of Muslim» als Berater fungiert haben. Er bezeichnet sich selbst als «aktiven Christen» und als Kritiker des radikalen Islams. Die Gewalt, die der Film in Nordafrika auslöste, findet Klein gut. «, um der Welt und auch der Mehrheit der Muslime zu zeigen, wie gefährlich diese Leute sind», sagte er gegenüber CBS News. Hat mit dem Macher des Film Kontakt: . Der radikale Christ gehört keiner etablierten Kirche an. 2010 veröffentlichte er die anti-islamistische Polemik «Islam is of the Devil». Im September 2010 hatte er weltweit Aufsehen durch seine Ankündigung erregt, eine durchzuführen. Er hatte die Aktion jedoch abgesagt. Die in einem Statement im US-Sender CNN explizit von der eigenen Arbeit. Ihnen war gesagt worden, dass sie am Film «Desert Warriors» arbeiteten. Der Prophet Mohammed sei im Drehbuch nie aufgetaucht. Der Film sei in der Postproduktion umgeschnitten und neu synchronisiert worden. Der Film «Innocence of Muslim» wurde am 23. Juni 2012 . Ein Trailer wurde im Juli 2012 auf Youtube hochgeladen. Film und Trailer fanden zunächst nur wenig Beachtung. Erst als im September 2012 eine arabisch synchronisierte Fassung auf Youtube geladen wurde, wurde er in muslimischen Ländern überhaupt wahrgenommen. In der Folge kam es zu . Den Auftakt machte eine Gruppe Bewaffneter, die am 11. September 2012 (dem 11. Jahrestag von 9/11) das überfiel und vier Mitarbeiter der diplomatischen Vertretung tötete. Ob es sich dabei um eine terroristische oder eine spontane Aktion handelte, ist umstritten. Unter den Opfern war auch der (hier in einer Aufnahme vom 11. April 2011). In der Folge wurden die US-Botschaften in muslimischen Ländern stärker bewacht. Trotzdem gelang es Bewaffneten und drei Menschen zu töten. Die Ausschreitungen wurden sowohl vom libyschen Übergangspräsidenten Mohamed Al-Magariaf (Bild) als auch vom ägyptischen Staatspräsidenten Mohammed Mursi scharf verurteilt. In mehreren muslimischen Ländern, darunter Ägypten und Libyen, sperrte Youtube den Zugang zum umstrittenen Trailer. .

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Wegen ihrer Beteiligung an einem Schmähfilm über den Propheten Mohammed hat ein ägyptisches Gericht sieben Christen in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Die Angeklagten hätten den Islam beleidigt, indem sie sich an der Herstellung und Vertreibung des Films beteiligt hätten, sagte ein Kairoer Richter gemäss «Spiegel».

Die ägyptischen Kopten, darunter der Regisseur des Films und der Prediger Terry Jones aus Florida, befinden sich derzeit alle in den Vereinigten Staaten. Vor der endgültigen Urteilsverkündung am 29. Januar muss erst noch der Mufti der Republik zustimmen. Dies ist bei Todesurteilen in Ägypten Vorschrift.

Während der Gerichtsverhandlung wurden der Mena zufolge Ausschnitte des Low-Budget-Films gezeigt. Auch Bilder aufgebrachter Libyer bei einer Demonstration gegen den Film wurden gezeigt.

Gewaltsame Proteste

Der amateurhaft gemachte und in den USA hergestellte Film «Unschuld der Muslime» war im September im Internet aufgetaucht. In zahlreichen Ländern kam es deswegen zu gewaltsamen Protesten gegen Einrichtungen der USA und anderer Länder des Westens. Im Sudan wurde die deutsche Botschaft gestürmt.

Erst kürzlich verteidigte Nakoula Basseley Nakoula, der Macher des Films, den Streifen. Nakoula ist vor kurzem zu 12 Monaten Haft verurteilt worden, weil er gegen Bewährungsauflagen verstossen hatte. Mit dem Film hatte die Verurteilung aber nichts zu tun.

(rey/sda)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • jasi1996 am 29.11.2012 14:30 Report Diesen Beitrag melden

    Die bösen Christen

    Ihr schreibt hier von Islamismus und es sind ja nur ein paar die sehr extrem sind. Leider ist dem nicht so denn die Christen wurden von einem Gericht verurteilt. Und das darf man wenn man nach dem Koran geht ganz legal. Die Christen in Ägypten die niemandem was getan haben werden immer mehr ausgegrenzt und erleben viel schlimmes. Das wird sich nicht ändern solange die Muslimbrüder an der Macht sind... Man hört auch immer wieder von Muslimen, dass die Medien im Westen alles verdrehen und zu ihren Gunsten auslegen. Aber genau das gleiche machen sie ja auch. Wie man in obigem Artikel sehenkann

  • Kimbrus am 28.11.2012 17:25 Report Diesen Beitrag melden

    Vorsicht Knast

    Hoffentlich schadet das dem Tourismus nicht all zu sehr. Man ist sich ja dort nicht mehr sicher, ob (wenn auch ungewollt) irgendein Gesetz verletzt wird.

  • Manuela am 28.11.2012 16:21 Report Diesen Beitrag melden

    Schlecht

    Religion ist schlecht und bringt nur Schlechtes und sollte abgeschafft werden!! Alles Erfindung von Menschen die sich bereichern wollten!!!!

  • Meier H. am 28.11.2012 16:13 Report Diesen Beitrag melden

    Egypt

    Oh du armes, rückständiges Ägypten. Mit der Revolution einen Islamisten an die Macht gebracht, das kann ja nur gut kommen!

  • gigi hu am 28.11.2012 16:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    oh..

    ohjeee... wie oft wäre ich schon gestorben? aber im umgekehrten Sinne.