FBI ist sich sicher

21. November 2012 01:48; Akt: 21.11.2012 02:08 Print

Sikh-Attentäter war ein Einzeltäter

Der Rechtsextremist, der im Sommer in einem US-Sikh-Tempel sechs Menschen erschossen hatte, hatte gemäss FBI keine Komplizen. Es gebe keine Beweise, dass Wayne P. auf Anweisung gehandelt habe.

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Der Amokläufer in einem Sikh-Tempel im US-Staat Wisconsin hat seine Bluttat nach Angaben des FBI allein verübt. Es gebe keine Beweise, dass der Schütze Komplizen gehabt oder auf Anweisung einer rassistischen Gruppe gehandelt habe, teilte die zuständige FBI-Agentin Teresa Carlson am Mittwoch unter Berufung auf den abschliessenden Ermittlungsbericht mit. Demnach gingen daraus auch keine Hinweise für eine anhaltende Bedrohung für die Glaubensgemeinschaft der Sikh hervor.

Der von Ermittlern als Rechtsextremist identifizierte Wayne P. hatte am 5. August in einem Sikh-Tempel in der Stadt Oak Creek um sich geschossen und sechs Menschen getötet, bevor er von einer Polizeikugel getroffen wurde und sich schliesslich selbst in den Kopf schoss.

Rechtsextremer Ex-Soldat

Wayne P. war demnach ein aus dem Militärdienst entlassener Soldat, der in rechtsextremen Bands mit Namen wie Definite Hate und End Apathy spielte. Ausserdem postete er immer wieder in Internetforen für Skinheads.

Sein mögliches Tatmotiv wurde in dem Abschlussbericht vom Mittwoch nicht genannt. Das habe er mit ins Grab genommen, sagte FBI-Sprecher Leonard Peace.

(dapd)