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Debatte zu Buchhonoraren
09. November 2012 09:32; Akt: 09.11.2012 10:18 Print
Steinbrück: Alles Neider!
SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück und seine eingestrichenen Honorare: Er spricht von einer «Neidkomplexdebatte». Man wolle damit seine Integrität zerstören.

Kanzlerkandidat Peer Steinbrück: «Ich habe mich nach den Regeln des Deutschen Bundestages verhalten.» (Bild: Markus Schreiber )
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«Einige Medienvertreter» hätten versucht, «einen Geruch zu legen – auch über die Tatsache, dass ich erfolgreich Bücher geschrieben habe», sagte Steinbrück am Freitag im Deutschlandfunk. Solange es um die Klärung der Frage gegangen sei, ob er mit seinen Honoraren für Reden «in irgendwelchen Abhängigkeiten» stehe, habe er Verständnis für die Debatte gehabt.
Bildstrecken Die vielen Gesichter des Peer Steinbrück Betreuungsgeld ist «schwachsinnig»SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück sieht in der Einführung des Betreuungsgeld «finanzpolitischen Unfug». Es «stellt für unser Land einen fatalen Rückschritt dar», sagte Steinbrück am Freitag im Bundestag vor der Abstimmung über die umstrittene Familienleistung. Es verfestige zudem «überholte Rollenbilder». «Dieses Betreuungsgeld ist eine grundfalsche Weichenstellung, um es nicht deutlicher zu sagen: Es ist schwachsinnig.»
Der SPD-Politiker erinnerte daran, dass auch zahlreiche Koalitionspolitiker gegen das Betreuungsgeld seien. Dass die schwarz-gelbe Koalition dem Gesetz nun dennoch zustimmen wolle, sei insbesondere für die FDP «Selbstverleugnung», sagte der ehemalige Bundesfinanzminister.
Das Betreuungsgeld soll es für Kleinkinder ab 1. August 2013 geben, die zu Hause betreut und nicht in einer Kita gebracht werden.
Etwas anderes sei es aber, dass in diese Debatte auch seine Buchhonorare gezogen würden. Dies habe er «als eine Art Neidkomplexdebatte» empfunden, die ganz gezielt seine Integrität treffen sollte. Und das kann ich nicht akzeptieren», betonte Steinbrück. «Das war eine Welle», sagte er weiter, von der er den «Eindruck habe, da kippt etwas».
Er fügte hinzu: «Ich habe mich nach den Regeln des Deutschen Bundestages verhalten, ich habe sehr viel mehr im Detail offengelegt, als von mir nach den Transparenzrichtlinien erwartet wird.» Steinbrück regte an, es müsse «gelegentlich sehr selbstkritisch darüber nachgedacht werden», wie mit Politikern umgegangen wird.
«So wird eine Atmosphäre geschaffen, wo viele Menschen auch gezielt nicht mehr politische Mandate anstreben, weil sie den Eindruck haben, dass sie anschliessend sehr schnell diskreditiert werden», sagte der designierte Kanzlerkandidat.
(dapd)

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