Spannungen

10. Januar 2018 03:30; Akt: 10.01.2018 17:58 Print

Trump ist bereit für Gespräche mit Nordkorea

Der US-Präsident spricht sich für direkte Gespräche zwischen den USA und Nordkorea aus. Den Druck auf Kim Jong-un will er aufrecht erhalten.

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Das Ziel sei eine atomwaffenfreie Halbinsel: Südkoreas Präsident hält seine im Fernsehen übertragene Neujahrsansprache. (10. Januar 2018) (Bild: AFP/Jung Yeon-Je)

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«Präsident Trump hat seine Offenheit für Gespräche zwischen den Vereinigten Staaten und Nordkorea zur rechten Zeit und unter den rechten Bedingungen ausgedrückt», teilte das Weisse Haus am Mittwoch schriftlichmit. Was mit dem richtigen Zeitpunkt und den Bedingungen gemeint ist, wurde nicht näher ausgeführt.

Donald Trump hatte zuvor mit dem Südkoreanischen Präsidenten Moon Jae telefoniert. Sie hätten gemeinsam darüber diskutiert, den Druck auf Nordkorea aufrecht zu erhalten, heisst es im Statement weiter.

Moon Jae In hatte am Mittwoch seine Bereitschaft zu einem Treffen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un bekräftigt. Falls «konkrete Ergebnisse» erzielten werden könnten, würde er einem Treffen zustimmen, sagte er in Seoul.

Die Verhinderung eines weiteren Krieges und die Schaffung einer atomwaffenfreien Halbinsel sei das Ziel, sagte Präsident Moon Jae In auf seiner Neujahrespressekonferenz. Er betonte, dass er sich für weitere Gespräche zwischen den beiden Koreas einsetzen werde.

Am Dienstag hatten sich die beiden Länder bei ihren ersten Gesprächen seit zwei Jahren auf weitreichende Massnahmen zur Verbesserung ihrer Beziehungen geeinigt. Nordkorea will unter anderem eine Delegation zu den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang im Februar entsenden.

Gespräche zwischen Nord- und Südkorea

Trotz der jüngsten Entspannung im Verhältnis zu Nordkorea verlangt Südkorea weiter den Verzicht auf Atomwaffen. Die Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel sei ein grundlegendes Ziel, das niemals aufgegeben werde, sagte Moon Jae In.

Das Thema könne bei Gesprächen über eine Entspannung der Beziehungen zwischen den beiden Staaten nicht ausgeklammert werden. Zudem drohte er mit weiteren Sanktionen, sollte es von Nordkorea neue Provokationen geben.

In den vergangenen Monaten waren die Spannungen wegen des nordkoreanischen Atom- und Raketenprogrammes stark gestiegen. Das isolierte Land verstösst mit seinen Tests gegen Uno-Sanktionen und ist mit zahlreichen Sanktionen belegt worden.

(roy/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Idiotisch am 10.01.2018 07:11 Report Diesen Beitrag melden

    Wieso bauen die Südkoreaner

    nach den ersten Geprächen jetzt schon wieder Druck auf. Lasst das jetzige "Ergebniss" erst mal sacken. Die Raktion von Kim abwarten. Erst danach neue Ziele setzen. Das ganze klingt nach Ami vorgaben, mit dem Ziel die Gespräche nicht weiterzuführen oder noch besser scheitern zu lassen. Kein Land hat bis heute seine Atomwaffen aufgegeben. Wieso also soll Kim das tun.

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  • Maler50 am 10.01.2018 07:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unrealistisch

    Die Forderung ein Atomwaffenfreies Korea ist unrealistisch,das wird Nordkorea nie in Betracht ziehen. Jedes Land welche solche Waffen besitzt hat y wird nie diese Aufgeben.Isarel, Pakistan, Frankreich usw wären auch nicht bereit dazu! Ich fände es zwar auch schön eine Welt ohne Atomwaffen aber es ist nun Mal nicht machbar.

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  • Aaraupanda am 10.01.2018 07:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gute Nachrichten

    Endlich wieder gute Nachrichten. Vielleicht wird sich die Situation wieder ein wenig entspannen, wenn die Nordkoreaner nicht mit diesem Ami, sondern mit ihren nächsten Nachbarn diskutieren...

Die neusten Leser-Kommentare

  • Schnippel am 13.01.2018 04:32 Report Diesen Beitrag melden

    Ursache und Wirkung

    Während des Koreakrieges stand die USA gemäss Präsident Harry S. Truman kurz davor Atomwaffen gegen Nordkorea einzusetzen, das sollte ernst genommen werden, immerhin nach Hiroshima und Nagasaki war es eine reale Gefahr. Deswegen ist es nachvollziehbar, dass Nordkorea ein Atomprogramm verfolgt. Wobei der Koreakrieg auch nur eine Agenda einer Kette von Agendas ist, um die Welt zu "ordnen" . Neue Weltordnung bedeutet es gab bereits eine alte Weltordnung.

  • huschmie am 11.01.2018 09:19 Report Diesen Beitrag melden

    Vielleicht am WEF

    Vielleicht kommt Kim Yong Un ans WEF. Das wäre die Gelegenheit für Gespräche.

    • Baselbieter am 12.01.2018 06:38 Report Diesen Beitrag melden

      Nur Mut

      Der Bundesrat sollte Kim einladen, Berndeutsch kann der Nordkoranische Präsident ja gur sprechen :-)

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  • First NK am 11.01.2018 01:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hoffentlich nicht

    Dazu braucht es immer noch die Zusage des Gegenübers. Ich hoffe Nordkorea lässt sich nicht darauf ein.

  • Marco C. am 10.01.2018 23:54 Report Diesen Beitrag melden

    Spannende Gespräche

    Bei diesen zwei Machthaber stelle ich mir die Kommunikation auf Kindergarten-Niveau vor...

  • Boris am 10.01.2018 23:51 Report Diesen Beitrag melden

    Das ist ein krummes Spiel

    Dessen Weg und Ziel nur in eine Richtung gehen kann und Kim wird dabei ganz sicher nicht auf seine Atomwaffen verzichten. Für Südkorea und Amerika müsste das so etwas von klar sein. Will Trump einen Krieg ?

    • RunningMan am 11.01.2018 14:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Boris

      Nordkorea braucht keine Atomwaffen, genau so wenig der Süden. Die Schutzmächte, China und USA haben ja schon welche.

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