«Bopha»

04. Dezember 2012 14:09; Akt: 04.12.2012 18:40 Print

Taifun auf den Philippinen tötet 43 Personen

Auch nach dem Ende der offiziellen Saison wüten die Stürme auf den Philippinen. Der Taifun «Bopha» traf mit voller Härte auf die Insel-Gruppe. 41'000 Menschen sind auf der Flucht.

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Taifun Bopha, der am 4. Dezember über die Philippinen gefegt war, hat über 1000 Opfer gefordert. 844 Menschen werden noch vermisst. Die humanitäre Lage war angespannt: Evakuierte Kinder warten hier auf die Ausgabe der Essensration. Drei Tage nachdem der Taifun Bopha über die Philippinen gefegt ist werden immer noch Tote geborgen. Die Suche und der Transport der Leichen sind äusserst beschwerlich. Derweil verteilt der philippinische Präsident Benigno Aquino III. ganz in der Nähe Hilfsgüter an Obdachlose, die in einer Sportanlage in New Bataan untergekommen sind. Andere tragen ihre Güter nach Hause. Der Weg über die umgestürzten Bäume ist halsbrecherisch. Doch neben den Baumstämmen ist es auch nicht einfacher. Der Schlamm ist knietief. Bis am 7. Dezember wurden mindestens 500 Tote geborgen. Ein Regierungsbeamter, der Hilfsgüter verteilt hat, ruht sich kurz aus. Tausende haben ihr Haus verloren. Sie nächtigen in Schulzimmern ... ... oder in Zelten. Mitarbeiter der Küstenwache beladen ihr Schiff mit Hilfsgütern für die Opfer des Taifuns Bopha. Der Taifun Bopha hat auf den Philippinen massive Schäden hinterlassen. Im Compostela-Tal räumen Bewohner am 6. Dezember auf. Der Taifun hat mindestens 475 Todesopfer gefordert. 300'000 Menschen verloren ihr Obdach. Beinahe 400 Menschen werden noch vermisst. Der Taifun «Bopha» erreichte am 4. Dezember 2012 Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 185 Kilometern in der Stunde. (Bild: Der Taifun am 2. Dezember auf seinem Weg Richtung Philippinen) Nach den verheerenden Tropensturm, bei dem vor einem Jahr auf Mindanao mehr als 1200 Menschen ums Leben kamen, hatten die Behörden vorgesorgt. «Bopha» ist bereits der 16. schwere Sturm, der in diesem Jahr auf die Inselgruppe im Westen des Pazifiks trifft. Der Taifun ist der bislang mächtigste Sturm der Saison. Am Dienstag herrschte auf der Insel Ausnahmezustand: Tausende Familien wurden vorsichtshalber in Notunterkünften untergebracht. Die Behörden hatten vor Erdrutschen und Sturzfluten gewarnt. Der Schulbetrieb war eingestellt worden und mehr als 100 Flüge wurden gestrichen. Der heftige Sturm war am Dienstagmorgen bei Baganga an der Ostküste der Insel Mindanao auf Land getroffen. Nach Angaben eines Militärsprechers waren unter den Vermissten auch sechs Soldaten. Im Schnitt durchleben die Anwohner der Philippinen etwa 20 schwere Stürme pro Jahr. Im August wurden in dem südostasiatischen Land bei mehreren Unwettern rund 100 Menschen getötet.

Diese Philippiner versammeln sich auf einem Basketballplatz um Vorbereitungen für den Sturm zu treffen.

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Der Taifun «Bopha» hat auf den Philippinen mehr als 41'000 Menschen in die Flucht getrieben. Zudem hat er mindestens acht Menschenleben gefordert, lokale Medien sprachen von mehr als 40 Todesopfern. Der heftige Sturm war am Dienstagmorgen bei Baganga an der Ostküste der Insel Mindanao an Land gekommen.

Er erreichte Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 185 Kilometern in der Stunde, knickte Strommasten um, riss Bäume um und zerstörte Häuser. In weiten Teilen der Region fiel der Strom aus.

In der Stadt Cagayan de Oro mit ihren rund 600'000 Einwohnern traten mehrere Flüsse über die Ufer und verursachten Überschwemmungen.

Laut Medienberichten dutzende Todesopfer

Die Zivilschutzbehörde bestätigte zunächst acht Todesopfer, darunter zwei Menschen, die jeweils von einem Baum erschlagen wurden sowie ein ertrunkener Soldat. Nach Angaben eines Militärsprechers wurden zudem rund zwanzig Menschen vermisst, darunter sechs Soldaten.

Einen Bericht des TV-Senders ABS-CBN, laut dem auf der Insel Mindanao allein in der Stadt New Bataan mehr als 40 Menschen durch den Sturm getötet worden seien, konnten die Behörden zunächst nicht bestätigen. Eine Reporterin berichtete, sie habe dort in der Nähe eines Militärstützpunktes 43 Leichen gesehen.

Behörden hatten vorgesorgt

Nach den verheerenden Tropensturm, bei dem vor einem Jahr auf Mindanao mehr als 1200 Menschen ums Leben kamen, hatten die Behörden vorgesorgt.

Am Dienstag herrschte auf der Insel entsprechend Ausnahmezustand: Tausende Familien wurden vorsichtshalber in Notunterkünften untergebracht. Die Behörden hatten vor Erdrutschen und Sturzfluten gewarnt. Der Schulbetrieb war eingestellt worden und mehr als 100 Flüge wurden gestrichen.

Bislang schwerster Sturm der Saison

Der Taifun zog leicht nachlassend Richtung Nordwesten weiter. Er wurde im weiteren Tagesverlauf im Süden der Insel Negros erwartet, wo mit schweren Regenfällen gerechnet wurde.

«Bopha» ist bereits der 16. schwere Sturm, der in diesem Jahr auf die Inselgruppe im Westen des Pazifiks trifft. Der Taifun ist der bislang mächtigste Sturm der Saison.

Im Schnitt durchleben die Anwohner der Philippinen etwa 20 schwere Stürme pro Jahr. Im August wurden in dem südostasiatischen Land bei mehreren Unwettern rund 100 Menschen getötet.

(sda)