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Besetztes Flüchtlingslager
18. Dezember 2012 18:36; Akt: 18.12.2012 18:52 Print
Tausende Palästinenser verlassen Syrien
Nachdem syrische Rebellen in ein Palästinenserlager in Damaskus einmarschiert sind, fühlen sich die Flüchtlinge nicht mehr sicher. Zu Tausenden flüchten sie ins Nachbarland Libanon.
Nach dem Einmarsch der Rebellen in das Palästinenserlager Jarmuk in Damaskus fliehen die Menschen zu Tausenden aus dem Viertel. Ein libanesischer Grenzbeamter sagte am Dienstag, seit dem Vorabend seien allein in Libanon rund 2000 Palästinenser aus Syrien eingetroffen.
Bildstrecken Wie lang kann sich Assad noch halten? Assad bereitet seine Flucht vorGeheime Spitäler in Syrien8000 Syrer flüchten in einer Nacht in die Türkei Infografik SyrienLibanon Syrisches Parlament verabschiedet Krisenbudget für 2013Das syrische Parlament hat am Dienstag das Budget für 2013 verabschiedet. Er zeichnet sich durch eine Erhöhung der laufenden Ausgaben, einen starken Einbruch bei den Einnahmen und eine Verdoppelung des Defizits aus, wie aus den Berichten der amtlichen Nachrichtenagentur Sana hervorgeht.
Präsident Baschar al-Assad muss dem Budget noch zustimmen. Das Land wird seit März 2011 von einem Volksaufstand erschüttert. Sana zufolge erhöhen sich die Ausgaben auf 1'383 Milliarden syrische Pfund (rund 17,7 Milliarden Franken) gegenüber 1'326 Milliarden Pfund im Jahr 2012. Die Ausgaben für Löhne und Gehälter sowie Renten steigen um elf Prozent.
Im öffentlichen Dienst will der Staat 36'000 zusätzliche Arbeitsplätze schaffen. Die Subventionen für Treibstoff, Strom und Grundnahrungsmittel wie Zucker, Reis und Mehl sollen erheblich angehoben werden. (SDA)
Die Bewohner des Jarmuk-Flüchtlingslagers fliehen, weil sie Angst vor neuen Angriffen der Regierungstruppen haben, die versuchen, das Viertel wieder unter ihre Kontrolle zu bringen.
Einige von ihnen, Angehörige der Volksfront für die Befreiung Palästinas/Generalkommando von Ahmed Dschibril, müssen jedoch auch die Rache der Rebellen fürchten, weil sie das Regime von Präsident Baschar al-Assad in seinem Kampf gegen die Rebellen aktiv unterstützt hatten.
Die Volksfront appellierte an Assad, die Angriffe seiner Luftwaffe auf das Viertel, in dem in Friedenszeiten 150'000 Menschen leben, zu beenden.
Am Dienstag wurden bei Angriffen und Gefechten in Syrien nach Informationen von Regimegegnern 55 Menschen getötet. Die meisten Opfer soll es im Grossraum Damaskus und in der Provinz Daraa gegeben haben. Aus dem Umland der Hauptstadt Damaskus wurden auch Luftangriffe gemeldet. Am Vortag hatten die Aktivisten landesweit mehr als 200 Tote gezählt, darunter 53 Soldaten.
US-Journalist befreit
(sda)
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