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Liebesbriefe an den General
10. November 2012 12:21; Akt: 13.11.2012 14:56 Print
Top-Spion Petraeus und sein Alpha-Tier
CIA-Chef David Petraeus stolperte über eine aussereheliche Affäre und gab seinen Rücktritt bekannt. Der Grund war seine Biographin, die nur eines wollte: hoch hinaus!
CIA-Direktor und Ex-General David H. Petraeus war erst ein Jahr an der Spitze des US-Geheimdienstes. Der Grund seines jetzigen Rücktrittes wäre eines Bond-Films würdig, vielleicht mit dem Titel «Liebesbriefe an den General». Der seit 1974 mit Holly verheiratete, 60-jährige Petraeus – sie haben zwei Kinder - hatte eine aussereheliche Affäre mit seiner um 20 Jahre jüngeren Biografin Paula Broadwell.
Bildstrecken Angelina an der Front Spekulationen über RücktrittIn Washington wurde auch über andere Gründe für Petraeus' Abgang spekuliert. So war der Auslandsgeheimdienst wegen des tödlichen Anschlags auf den US-Botschafter im libyschen Bengazi zuletzt massiv in die Kritik geraten. Regierungsvertreter wiesen einen solchen Zusammenhang allerdings zurück.
Petraeus hatte erst im September vergangenen Jahres das Amt des CIA-Chefs von Leon Panetta übernommen, der an die Spitze des Verteidigungsministeriums wechselte. Zuvor kommandierte Petraeus unter anderem die US-Soldaten im Irak und führte die Isaf-Truppen im Kampf gegen die Taliban in Afghanistan an.
Nach seiner Ernennung zum CIA-Chef war gemutmasst worden, dass Obama mit diesem Schachzug eine mögliche Kandidatur des populären Generals für das gegnerische Lager der Republikaner verhindern wollte. Dies würde zumindest eine zusätzliche Erklärung dafür liefern, warum Obama Petraeus nun wenige Tage nach der Wahl aus dem Amt entliess. (sda)
Die Co-Autorin seiner Biographie «All In: The Education of General David Petraeus» stand im Verdacht, sich Zugang zu seinen E-Mails erschlichen zu haben; die Bundespolizei FBI untersuchte den brisanten Fall. Und stiess auf verfängliche Mails, die auf eine Affäre zwischen David Petraeus und Paula Broadwell hindeuteten. Der Schnüffel-Verdacht gegen die verheiratete Co-Autorin und Mutter zweier Söhne erwies sich ansonsten als unbegründet, wie die «Washington Post» schreibt.
Maschinengewehr-Model
Paula Broadwell wollte schon früh hoch hinaus. In der High School in North Dakota war sie Jahrgangsbeste und Homecoming Queen, war Top-Basketball-Spielerin und im Schulorchester tätig. Später ergatterte sie an der Militärakademie West Point den Titel des Fitness-Champions, schloss an der Eliteuni Harvard ab – und stand eine Zeit lang als Model im Dienste einer Maschinengewehr-Fabrik namens KRISS, wie die «New York Times» süffissant schreibt.
Wars die Liebe zu eben diesen kriegerischen Waffen, die das Interesse Petraeus weckte? Broadwell und der 20 Jahre ältere Petraeus hatten sich kennengelernt, als der General 2005 einen Vortrag an der Universität hielt, an der sie doktorierte. Sie beschloss, Petraeus zum Mittelpunkt ihrer Dissertation zu machen und ging 2010 nach Afghanistan, als er das Kommando dort übernahm. Während sie Petraeus interviewte, absolvierte sie mit ihm nebenbei in der dünnen Luft der afghanischen Berge und am Pontomac Fluss in Washington Kilometerläufe. Für ihr Buch recherchierte sie drei Jahre in Petraeus' Umfeld. Sie hatten einen guten Draht zueinander, meinte Broadwell einmal.
Einseitige Biographie
Nicht nur in akademischer Hinsicht war Broadwell ehrgeizig, die sich nebenbei zur Triathletin schindete. Auf dem Buchdeckel der Biographie wird sie als Forscherin am Harvard’s Center for Public Leadership und als Doktorandin (das wäre dann der zweite Doktortitel) für Kriegsstudien am King’s College London angepriesen.
Kritiker haben ihre Petraeus-Biographie teils zerfetzt. So ist das Resultat gemäss «The Daily Beast» nichts anderes als «Fan-Post» oder «Liebesbrief an den General». In «The Daily Show» fasste Jon Stewart Broadwells Buch mit den Worten zusammen (siehe Video unten): «Ich würde sagen, die echte Kontroverse in dem Buch ist: Ist er (Petraeus) grossartig oder unglaublich grossartig?» Wenig später forderte sie den Moderator zu einem Push-Up-Wettbewerb heraus. Es ist einfach zu erraten, wer diesen gewonnen hat.
Sicher ist eines: Die Veröffentlichung der Biographie katapultierte sie plötzlich in die elitäre Medienszene Washingtons, ins Epizentrum der politischen Macht.
Prahlerische Tweets
Da wollte Broadwell vermutlich immer schon hin, die ambitionierte Frau, die «Soccer Mom» zweier fussballbegeisterter Jungs. In etlichen Tweets zitierte sie berühmte Führer wie Tacitus oder Truman – sogenanntes «name dropping» liegt ihr bestens. Immer wieder prahle sie über ihre einflussreichen Bekanntschaften und Errungenschaften, stänkert die «New York Times». Sie beschrieb sich selber als besessen, vor allem als sie jünger war. Die Militärakademie in West Point hat sie zu einer wettbewerbsstarken Persönlichkeit gemacht, beschrieb sie sich selber auf ihrer unterdessen nicht mehr existierenden Webseite.
Am Freitagabend, als Petraeus’ aussereheliche Liason in den Medien landete, wars in ihrem Haus in Charlotte dunkel. Die US-Flagge wehte einsam im Vorgarten. Ein Happy End zwischen Petraeus und Broadwell wirds wohl nicht geben. Für sie ist die Familie das wichtigste, hat Broadwell stets gesagt.
Gefährliches Fehlverhalten
Auch Petraeus entschuldige sich bei seiner Familie. Er erklärte nach seinem Rücktritt den CIA-Mitarbeitern, er habe mit der Affäre ein «extrem schlechtes Urteilsvermögen» an den Tag gelegt. Sein Verhalten sei als Ehemann und Direktor einer Organisation wie der CIA nicht hinnehmbar. Er habe die Arbeit bei der CIA sehr geschätzt und werde immer die Umstände bedauern, die diese beendet hätten.
Das Verhalten des CIA-Direktors war ein klarer Verstoss gegen die Sicherheitsvorschriften, schreibt die Nachrichtenagentur AP. Es hätte für die USA zum Sicherheitsrisiko werden können, wenn feindliche Mächte von der Affäre gewusst hätten. Selbst ein Verfahren vor einem Militärgericht ist bei so einem Fehlverhalten möglich.
Paula Broadwell in einem TV-Interview im Januar, als ihr Buch über General Petraeus erschien (YouTube).
(kub)
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Amerika ärgert sich
über eine private Affären eines Generals und die Auswirkungen seiner Angriffskriege, tausende zivile Opfer sowie tausende tote und zehntausende invalide Soldaten aus den eigenen Reihen sind kein Wort der Empörung wert?
Unglaublich diese Schauerpaula
Sehr unsympatisch diese Paula und zudem noch sehr respektlos. Mit Ihrem egoistischem Verhalten hat sie nun zwei Familien zerstört -dummerweise Ihre Eigene- und das Leben von vier Kindern. Mit einer grossen Wahrscheinlichkeit werden die Kinder (Paulas da diese jünger sind) ein tiefes Abneigungsgefühl gegenüber des anderen Geschlechts entwickeln. Er würde mich nicht wundern wenn in 25 Jahren die Kinder in die gleichen Fussstapfen treten. Es ist leider mal so.
Scheinheilige
Mir hängt diese Pseudo-Ami-Moral zum Hals heraus; und auch die, die hier über die Männer lästern. Es braucht in den allermeisten Fällen auch eine Frau zum Ehebruch! Müssten alle US Leader im Falle von Ehebruch zurücktreten, dann wäre das Land führungslos. Oder glaubt Ihr, dass Sex und Liebe nur in der Ehe stattfindet? Oder glaubt Ihr, dass diejenigen, die mehrmals scheiden und heiraten, immer warten bis der neue Ehevertrag unterschrieben ist (inkl. Sexregelungen)? Träumt weiter!
Lasst die Generäle vögeln,
aber nehmt ihnen die Waffen weg, das bringt mehr Frieden und weniger Tote in unserer Welt.