Suche nach Kompromiss

29. November 2012 03:46; Akt: 29.11.2012 08:24 Print

Topmanager sind für Obamas Steuererhöhungen

Die geplanten Steuererhöhungen für wohlhabende Amerikaner finden in den USA immer mehr Akzeptanz. Spitzenmanager und sogar Republikaner sind zu Kompromissen bereit.

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Am Tag nach Thanksgiving geht auch Barack Obama shoppen.

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Spitzenmanager von Konzernen wie Goldman Sachs, Yahoo oder AT&T haben US-Präsident Barack Obama im Haushaltsstreit mit den Republikanern den Rücken gestärkt. Beide Seiten müssten Kompromisse eingehen, sagten mehrere Konzernlenker nach dem Treffen im Weissen Haus am Mittwoch.

Sie signalisierten damit, die geplanten Steuererhöhungen für wohlhabende Amerikaner zu akzeptieren. Obama will zugleich Steuererleichterungen für die Mittelschicht erhalten.

Republikaner gegen höhere Steuern

Bislang stehen sich Demokraten und Republikaner unversöhnlich gegenüber. Die meisten Republikaner lehnen höhere Steuern strikt ab. Wird der Streit nicht gelöst, drohen im kommenden Jahr Steuererhöhungen für alle Einkommensklassen und Ausgabenkürzungen. Experten gehen davon aus, dass die sogenannte Haushaltsklippe die US-Wirtschaft in die Rezession stürzen könnten.

Die Front des Widerstandes bei den Republikanern zeigte am Mittwoch unterdessen einen Riss: Der Kongressabgeordnete Tom Cole sagte in einem Interview, wenn man einen Kompromiss erzielen könne, mit dem 98 Prozent der Amerikaner weiter in den Genuss von Steuererleichterungen kämen, sollte man diesem zustimmen.

Zunächst war unklar, ob Coles Äusserungen zu einer Einigung beitragen könnten. Das prominente Mitglied des Repräsentantenhauses galt bislang nicht als Abweichler.

2000 Dollar mehr Steuern für Durchschnittsfamilie?

Sollte keine Einigung erzielt werden, müsste eine vierköpfige Durchschnittsfamilie im kommenden Jahr 2000 Dollar mehr Steuern bezahlen. Obama will mit dieser Rechnung auch im Internet für seine Pläne werben.

Er rief die Bürger auf, auf dem Kurznachrichtendienst Twitter unter dem Stichwort my2k zu erklären, was diese Summe für sie bedeutet. Die Kampagne wurde auf Twitter umgehend zu einem der wichtigsten Themen.

(sda)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Martin W. am 29.11.2012 13:39 Report Diesen Beitrag melden

    Klingt wie eine Drohung

    2000$ mehr, von einem Jahr auf das Andere? Da wäre ja das Chaos vorprogrammiert. Hatte Obama nicht 4 Jahre Zeit, die Ausgaben in den Griff zu kriegen, oder haben sie sich unter ihm gar erhöht?

  • Bobby Brown am 29.11.2012 13:02 Report Diesen Beitrag melden

    Kulturwandel wäre eine Lösung

    Würde die "alles auf Pump" Mentalität geändert, so hätten die Amis keine oder weniger Probleme. Ob der Zug noch zu bremsen ist? Wieso sollen die Spitzenmanager und Topverdiener gefragt werden. @ Herr Obama: Sie müssen die Reichen nicht fragen!

    • jsie am 29.11.2012 15:18 Report Diesen Beitrag melden

      reich

      zu empfehlen wäre es allerdings doch. die reichen haben nicht selten politischen einfluss, was bedeutet, je mehr unterstützung der reichen im vorfeld, desto weniger umständlich die umsetzung während/nach der eigentlichen steuererhöhung (bzw senkung für mittel-/unterschicht

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  • heinz fritschi am 29.11.2012 11:47 Report Diesen Beitrag melden

    Zum Wohl der Nation

    Anständige Leute zahlen auch anständig Steuern. Wer über den Egoismus hinausdenkt, erkennt, dass die Superreichen auch hohe Steuern zahlen müssen. Sonst kann man den Staat verarmen und wieder das Faustrecht einführen. 2000 Dollar mehr pro Familie: dumm; die verarmen ja alle, und dem Staat bringt es nichts. Man muss das Geld dort nehmen, wo es im Überfluss liegt. Die meisten Republikaner sind schlicht blöd. Zum Glück gibt es auch anständige und vernünftige.

  • Tomas am 29.11.2012 08:35 Report Diesen Beitrag melden

    Hoffnung stirbt zuletzt.

    Ich hoffe, dass immer mehr dieser Gutverdienenden sich zu diesem Kompromiss überwinden können. Was nützt es der Wirtschaft, wenn alle 2000 Dollar mehr Steuern bezahlen müssen? Nichts. Die sonst schon unter dem Existenzminimum leben, würden immer noch mehr an den Abrgrund gedrängt. Auch solche, die noch nicht am Existenzminimum sind, können sehr schnell in die Armt rutschen Es ist eine Frage der Zeit, bis es auch da immer mehr Demonstrationen geben. Je länger es dauert, wird auch mehr Gewalt ausbrechen und viel zuviel zerstören Hoffen wir alle auf der Ganzen Welt auf mehr gerechtigkeit.

    • Hans Schmidt am 29.11.2012 10:22 Report Diesen Beitrag melden

      Nichts Neues in Westen

      @ Thomas Die Leute am Existenzminimum haben eh keine $ 2000.- welche sie dem Staat geben könnten, ich befürchte allerdings, dass im Gegenzug die Sozialleistungen gekürzt werden. Die Armen in den USA haben keine Freunde in der Regierung!

    • Lara am 29.11.2012 13:14 Report Diesen Beitrag melden

      Thomas, bin genau deiner Meinung.

      Genau....

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