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Unruhen in England
19. Juli 2012 19:04; Akt: 19.07.2012 19:33 Print
Tote bei Krawallen - kein Schuldspruch
Knapp ein Jahr nach den blutigen Krawallen in Grossbritannien sucht die Justiz nun nach den Schuldigen. Acht Männer wurden am Donnerstag aber vom Vorwurf des dreifachen Mordes freigesprochen.
Mindestens fünf Menschen starben bei den Unruhen vor einem Jahr, zudem entstand ein Sachschaden von mehreren hundert Millionen Pfund.
Knapp ein Jahr nach den teils blutigen Krawallen in mehreren Städten Englands sind acht Männer vom Vorwurf des dreifachen Mordes freigesprochen worden. Eine Geschworenen-Jury in Birmingham befand die acht angeklagten Männer am Donnerstag für nicht schuldig.
Infografik Krawalle in EnglandAnfang August 2011 waren drei junge Menschen während der Ausschreitungen in Birmingham von einem Auto förmlich niedergemäht worden, als sie vor ihrem kleinen Laden standen und diesen vor Randalierern schützen wollten. Insgesamt waren bei dem Vorfall drei Fahrzeuge mit acht Insassen beteiligt.
Racheakte verhindern
Die Angeklagten hatten vor Gericht angegeben, es habe sich um einen Unfall gehandelt. «Ich könnte so etwas niemals tun», sagte einer vor Gericht. Richter Julian Flaux rief nach dem Urteil der Jury zur Ruhe in der Stadt auf. «Wie man es auch immer sehen mag, das ist ein furchtbarer Fall - ein tragischer und sinnloser Verlust von drei jungen Menschenleben», sagte er.
Auch der Vater eines der Opfer rief zur Ruhe auf, um mögliche Racheakte zu verhindern - ähnlich, wie er es bereits im vergangenen Jahr unmittelbar nach dem Tod seines 21 Jahre alten Sohnes getan hatte. Damals war er zum Helden geworden, weil er mit seinem Aufruf mögliche weitere Randale in Birmingham verhindert haben könnte.
Krawalle beispiellosen Ausmasses
Die Ausschreitungen vom 6. bis 10. August 2011 hatte ihren Ausgang im Londoner Stadtteil Tottenham. Von dort aus breiteten sich Brandschatzungen und Plünderungen auf viele Stadtteile Londons und mehrere Städte Englands aus.
Mindestens fünf Menschen starben, der Sachschaden betrug mehrere hundert Millionen Pfund. Mehrere tausend Verdächtige wurden festgenommen und für Straftaten wie Diebstahl und Einbruch verurteilt.
(sda)

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