Streit um Strafzölle

07. März 2018 04:09; Akt: 07.03.2018 09:27 Print

Trumps oberster Wirtschaftsberater geht

Gary Cohn verlässt das Weisse Haus. Der Top-Wirtschaftsberater von Donald Trump gibt keinen Grund für seinen Rückzug an. Er war aber mit den neuen Strafzöllen nicht einverstanden.

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Beim Ringen um den Kurs in der Handelspolitik war er unterlegen: Gary Cohn. (Archivbild) (Bild: AFP/Brendan Smialowski)

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Der oberste Wirtschaftsberater im Weissen Haus, Gary Cohn, ist zurückgetreten. Es sei ihm eine Ehre gewesen, als Leiter des Wirtschaftsberatergremiums in der Regierungszentrale seinem Land zu dienen. Dies erklärte Cohn am Dienstag in einer knappen Mitteilung.

Zu den Hintergründen seiner Entscheidung äusserte er sich nicht. Er sei US-Präsident Donald Trump für die Möglichkeit zu dieser Tätigkeit dankbar, betonte der Berater lediglich.

Bei Handelspolitik unterlegen

Cohn war zuvor in einem internen Ringen um den Kurs in der Handelspolitik unterlegen. Er hatte sich gegen die Strafzölle auf Aluminium und Stahl gestemmt, die Präsident Trump in der vergangenen Woche angekündigt hatte.

Einem Medienbericht zufolge soll Cohn im Vorfeld mit seinem Rücktritt gedroht haben, sollten tatsächlich harte und umfangreiche Massnahmen eingeführt werden. Er wurde auch längere Zeit als Kandidat für den Chefposten der US-Notenbank Federal Reserve gehandelt. Cohn gilt als Architekt von Trumps Steuerreform, die im vergangenen Jahr beschlossen wurde.

Begehrter Job

Trump dankte Cohn, einem früheren hochrangigen Investmentbanker bei Goldman Sachs, für seine Arbeit. Cohn war es, der Trumps nationalistischer Wirtschaftspolitik unter dem Motto «America First» das Attribut «but not alone» («aber nicht allein») beifügte. Er verlieh ihr damit zumindest ein gewisses Mass an internationaler Zusammenarbeit.

Trump kündigte noch am Abend auf Twitter an, er werde bald eine Entscheidung über die Nachfolge treffen. «Viele Menschen wollen den Job – ich werde eine weise Entscheidung treffen.»

(chk/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Balz am 07.03.2018 04:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    USA Eine Firma

    Wenn eine Firma eine solche Fluktuation in der Chefetage aufweisen würde, würde ich keinen Rappen investieren.

  • Michi am 07.03.2018 05:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hire and Fire...

    Ich glaube, Mr. Trump hat bei FC Sion, CC abgeguckt. ;)

  • Xsasan am 07.03.2018 05:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Auf wen fällt die weise Wahl diesmal

    Pah, "will choose wisely"... IN Trumps Kabinett hat es also wieder Platz. Langsam gehen ihm wohl die Familienmitglieder und Abzock-Banker aus...

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Chris am 07.03.2018 19:10 Report Diesen Beitrag melden

    So geht's auch

    Wenn man alle vergrault, ist man eines Tages Alleinherrscher. Etwas speziell, aber es sieht schon mal vielversprechend aus.

  • Oma am 07.03.2018 15:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kommen und gehen

    Das ist ja ein kommen und gehen im weissen Haus. Was da wohl nicht stimmt?

  • Ch. B. am 07.03.2018 14:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nanu?

    Wo bleiben denn die Lobeshymnen über einen aufrichtigen Politiker, der seine Wahlversprechungen einhält?

  • -jfk.CH- am 07.03.2018 13:24 Report Diesen Beitrag melden

    Hoffentlich...

    ...dauert es nicht mehr allzulange bis auch er, Trump gegangen wird. 2x hat er ja schon eine Pleite hingelegt, die dritte wird wohl Gigamässig sein. Dann, gute Nacht Arizona.

  • T2020 am 07.03.2018 13:04 Report Diesen Beitrag melden

    Der ist...

    ...wahrscheinlich ein Teil vom Sumpf und hat nun eingesehen dass Trump keine Marionette ist und geht nun.