Nach Erdbeben in Japan

07. Dezember 2012 09:28; Akt: 07.12.2012 12:38 Print

Tsunamis treffen auf Nordostküste

Ein schweres Erdbeben der Stärke 7,3 hat den Norden Japans erschüttert. Tsunamis sind im Nordosten der Insel auf die Küste getroffen. Mittlerweile wurde die Warnung aufgehoben.

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Nach dem Erdbeben vom 7. Dezember 2012 wurden Erinnerungen an die Katastrophe von 2011 wach. Nach ersten Erkenntnissen sollen die von Tokyo Electric Power (TEPCO) betriebenen Atomkraftwerke jedoch keine Schäden erlitten haben. Dazu gehört auch der Reaktor Fukushima Dai-Ichi (Bild). Das erklärte TEPCO-Sprecher Takeo Iwamoto Die ersten Evakuierten erreichen die Takata Junior High School. Diese befindet sich auf einem Hügel in Rikuzentakata, einer Stadt in der Präfektur Iwate auf Honshu, der Hauptinsel von Japan. Hier warten sie auf Neuigkeiten. Ein Meteorologe zeigt auf das Epizentrum des Erdbebens vom 7. Dezember 2012. Es lag im Ozean vor der Küste der Präfektur Miyagi, 480 Kilometer nördlich von Tokio. Das Beben erreichte eine Stärke von 7.3. Gestrandete Passagiere in Sendai - eine Stadt in der japanischen Präfektur Miyagi - versuchen, ihre Angehörigen zu erreichen oder Nachrichten zu erfahren. Infolge des Erdbebens sind die Züge ausgefallen. Kurz nach dem Beben fahren Feuerwehrleute durch die Strassen von Rikuzentakata und fordern die Menschen auf, die Küstenregionen zu verlassen. Die Stadt liegt in der Präfektur Iwate auf Honshu, der Hauptinsel von Japan. Breaking News am japanischen Fernsehen. Das Bild wurde am 7. Dezember 2012, kurz nach dem Beben in Ishinomaki aufgenommen, einer Stadt in der Präfektur Miyagi ebenfalls auf Honshu. Die Menschen erinnern sich natürlich an die Katastrophe vom 11. März 2011. Erschrockene Gäste kurz nach dem Beben am 7. Dezember 2012 in einem Restaurant in Iwaki, eine Stadt in der Präfektur Fukushima. In Japan ist früher Abend. Menschen auf dem Nachhauseweg bleiben vor einem Geschäft in Iwaki stehen, um die Nachrichten zu sehen. Zur Zeit des Erdbebens weilte gerade der Präsident Haitis, Michel Martelly (3. v.l.) beim japanischen Tenno Akihito in Tokio. Ebenfalls auf dem Bild sind die Gattinnen: Sophia Martelly (3.v.r.) und Kaiserin Michiko (r.)

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Ein Erdbeben der Stärke 7,3 hat die Katastrophenregion im Nordosten Japans erschüttert. Die Behörden hatten unverzüglich eine Warnung vor einem Tsunami für die Provinz Miyagi ausgegeben. Bei dem Erdbeben wurden mindestens zehn Menschen leicht verletzt, wie der TV-Sender NHK meldete. Schwere Schäden richtete das Beben aber offenbar nicht an. Der Wetterdienst warnte vor bis zu zwei Meter hohen Wellen. Mehrere Nachbeben folgten: Kurze Zeit später erschütterten Erdstösse der Stärke 6,2 die Region erneut.

Kurz darauf sind in der Stadt Ishinomaki erste Wellen von rund einem Meter Höhe auf die Küste Miyagis getroffen, wie NHK berichtete. Ob dabei Schäden zu beklagen waren, ist noch unklar. Ishinomaki war in Folge des verheerenden Erdbebens und Tsunamis vom 11. März vergangenen Jahres schwer verwüstet worden.

Die Bewohner der Region wurden aufgerufen, sich in höher gelegene Gegenden zu flüchten, berichtete der japanische Sender NHK. Das Beben ereignete sich um 17.18 Uhr Ortszeit. Die Tsunami-Warnung gilt für die Präfekturen Iwate, Fukushima, Aomori und Ibaraki. Das zuständige US-Tsunami-Warnzentrum hatte zunächst keinen pazifikweiten Alarm ausgelöst, später aber die Warnung auf die ganze Pazifikküste ausgeweitet, wie verschiedene Medien berichteten. Mittlerweile wurde die Tsunami-Warnung aber aufgehoben.

Beben auch in Tokio zu spüren

Nach ersten Erkenntnissen sollen die von Tokyo Electric Power betriebenen Atomkraftwerke keine Schäden erlitten haben. Dazu gehört auch der Reaktor Fukushima Dai-Ichi. Das erklärte TEPCO-Sprecher Takeo Iwamoto.

Nach Angaben eines Korrespondenten der Nachrichtenagentur AFP war das Erdbeben auch in der hunderte Kilometer entfernten Hauptstadt Tokio zu spüren. Es habe Gebäude erzittern lassen. «Das hat schon ein bisschen gerappelt, aber nicht viel mehr, als wenn ein Bus vorbeifährt. Wenn man in einem hohen Gebäude ist, spürt man das aber natürlich viel stärker», berichtete der Deutsche Thomas Karsten aus Tokio. Der japanische Sender NHK unterbrach wegen des Bebens sein normales Programm. Das Zentrum des Bebens lag rund zehn Kilometer unter dem Meeresboden vor der Küste der Präfektur Miyagi.

Die Katastrophenregion im Nordosten der Insel war am 11. März 2011 von einem Beben der Stärke 9,0 und einem riesigen Tsunami schwer verwüstet worden. Tausende kamen ums Leben, in Fukushima ereignete sich eine Atomkatastrophe. Auch dort warnen die Behörden jetzt vor einem Tsunami von einem halben Meter Höhe, wie der TV-Sender NHK meldete.


Aufnahmen aus der Redaktion Kyodo während des Bebens:


(Quelle: YouTube/KyodoNews)


Die Breaking News auf CNN:

(Video: Youtube/CNN)

(jam/sda/dapd)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sebastian Koch am 07.12.2012 10:11 Report Diesen Beitrag melden

    unnötig

    Hört mir auf mit dem Hinweis, dass Gebäude gezittert haben... Steht jedesmal aber das haben Gebäude halt an sich wenn die Erde bebt, auch wenn es relativ weit weg ist vom Epizentrum.

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  • M4croph4ge am 07.12.2012 10:13 Report Diesen Beitrag melden

    Tsunami 2, Fukushima?

    Fukushima zum 2ten, ich hoffe es nicht und das Japan was gelernt hat und den Reaktor besser schützt!

  • G.A. am 07.12.2012 10:50 Report Diesen Beitrag melden

    Fatales Ereigniss

    Sollten die Japaner unzureichende Sicherheitsmassnahmen eingeführt haben, kann das fatal enden! Im einem dieser Gebäuden werden IMMER NOCH MOX-Brennstäbe gelagert (Plutonium!). Wenn ich mich nicht irre handelt es sich um Reaktor 3, nicht 4.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Massimo am 07.12.2012 15:47 Report Diesen Beitrag melden

    Wie gehts eigentlich Fukushima?

    Wie gehts eigentlich Fukushima?

    • A.S. am 08.12.2012 01:38 Report Diesen Beitrag melden

      nichts neues

      da gibt es nichts Neues

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  • hannes meier am 07.12.2012 12:30 Report Diesen Beitrag melden

    westliche berichterstattung

    was soll die Panikmache? Diese akw haben frueher schon hunderte von erdbeben ueberstanden, erst seit dem 11 maerz wird dauernd darueber berichtet

    • Marco am 07.12.2012 13:02 Report Diesen Beitrag melden

      Danke

      Meine Meinung! Es kann immer etwas passieren, AKW's sind immer noch besser als Kohlekraftwerke....

    • mojo am 07.12.2012 13:33 Report Diesen Beitrag melden

      @Hannes

      Erdbeben schon aber keinen solchen Tsunami. Ausserdem ist das AKW jetzt noch viel unsicherer als vorher. Ist schon nicht ganz unbegründet.

    • hannes meier am 07.12.2012 14:13 Report Diesen Beitrag melden

      unsicher

      immer noch besser als beznau und mühleberg

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  • Manu am 07.12.2012 12:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unglaublich

    Die Lampen zittern und könnten einem auf den Kopf fallen. Trotzdem arbeiten diese Japaner weiter als wäre nichts geschehen...

    • Hans Nötig am 07.12.2012 13:07 Report Diesen Beitrag melden

      Normalität

      Diese Leute sind sich das gewohnt. Wenn man in so einer Seismisch aktiven gegend Lebt.

    • Gspunne am 07.12.2012 14:26 Report Diesen Beitrag melden

      Panik mache.......

      Bin vor einem Jahr in Chile gewesen......einen Monat lang und hatte in dieser Zeit 4 Erdbeben erlebt. Das Stärkste lag bei 5.3.......und wir machen hier in den Schweiz ein solches Theater - ja, weil wir uns das nicht gewohnt sind und schon bei 3,5 haben wir das Gefühl, das Dach fällt uns auf die Birne!!

    • reinhard f am 07.12.2012 17:12 Report Diesen Beitrag melden

      daily life in japan...

      das ist normal dort. ich war 2 jahre dort. beim ersten 6.4 beben war ich geschockt und mein körper starr. ich hab gar nicht realisiert was passiert und war einfach nur starr vor schock (so ein 6.4 erdbeben ist schon nicht ohne)... dauerte ca. 5-10 sekunden und bis ich realisiert habe was alles abging wars auch schon vorbei. nach vier bis fünf 6-7 beben auf der richterskala "gewöhnt" man sich dran. mitten in der nacht um 4 uhr war mal ein 6.6 beben. bin kurz erwacht, dachte: "oh, wieder mal ein erdbeben" und bin grad wieder eingeschlafen... und wenn man so aufwächst, ists normal.

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  • roland k. am 07.12.2012 11:28 Report Diesen Beitrag melden

    schlimm

    ich wünsche diesen menschen viel glück

  • G.A. am 07.12.2012 10:50 Report Diesen Beitrag melden

    Fatales Ereigniss

    Sollten die Japaner unzureichende Sicherheitsmassnahmen eingeführt haben, kann das fatal enden! Im einem dieser Gebäuden werden IMMER NOCH MOX-Brennstäbe gelagert (Plutonium!). Wenn ich mich nicht irre handelt es sich um Reaktor 3, nicht 4.

    • Homerino am 07.12.2012 11:05 Report Diesen Beitrag melden

      Zunami mit Ansage!

      Also wenn das der Fall sein sollte ist denen nicht mehr zu helfen, war ja logisch das es in dieser Region früher oder später wieder zu einem Zunami kommen wird, ich geh jetzt mal davon aus das die nötigen Sicherheistmassnahmen getroffen wurden!

    • Mitsu am 08.12.2012 02:20 Report Diesen Beitrag melden

      Tsunami

      Tsunami nicht Zunami.

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