«Nationale Sicherheit»

13. Dezember 2012 10:51; Akt: 13.12.2012 11:14 Print

US-Richter erlaubt Zensur bei 9/11-Prozess

Wenn die Drahtzieher der Anschläge vom 11. September 2001 über CIA-Folter reden, kann ihnen ein Offizier den Ton abdrehen. So will es ein Richter – aus Sorge um die nationale Sicherheit.

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Die Aussagen der mutmasslichen Attentäter vom 11. September 2001 bei ihrem Prozess im US-Gefangenenlager Guantánamo werden zensiert. Der Vorsitzende Richter stimmte am Mittwoch (Ortszeit) einem Vorschlag der Anklage zu, wonach Beobachter des Verfahrens die Aussagen der fünf Angeklagten erst mit 40-sekündiger Verzögerung hören können. Damit soll verhindert werden, dass Staatsgeheimnisse an die Öffentlichkeit gelangen, hiess es in der Entscheidung von Militärrichter James Pohl. Die Massnahme diene der nationalen Sicherheit.

Unter anderem dürfen die Angeklagten in dem Prozess, der frühestens in einem Jahr beginnt, auch nicht über ihre Gefangenschaft in den geheimen CIA-Gefängnissen berichten, in denen sie untergebracht waren, bevor sie nach Guantánamo gekommen waren.

Publikum sitzt hinter einer schalldichten Glaswand

Während des Prozesses kann ein Offizier im Gerichtssaal alles, was dort gesagt wird, zensieren, bevor es das Publikum hört, das hinter einer schalldichten Glaswand oder in einem anderen abgetrennten Raum sitzen wird.

Eine Reihe von Medienorganisationen und Menschenrechtlern haben diese Zensur bereits im Vorfeld abgelehnt. Medien monieren, dass dadurch einer der wichtigsten Terrorprozesse nicht vollständig öffentlich sei. Menschenrechtler wollen den Gefangenen die Möglichkeit geben, vor Gericht über ihre Haftbedingungen zu sprechen.

Den fünf Angeklagten wird vorgeworfen, die Terroranschläge vom 11. September geplant beziehungsweise dabei geholfen zu haben. Unter ihnen ist auch Khalid Sheik Mohammed, der sich selbst als Drahtzieher der Anschläge dargestellt hatte. Den fünf Männern droht die Todesstrafe.

(dapd)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Friedrich Löwenherts am 14.12.2012 20:29 Report Diesen Beitrag melden

    Die Israel-Verbindung

    Was immer ignoriert wird sind die zahlreichen Verbindungen vom 11. September zu Israellischen Doppelbürgern in der US Regierung sowie dem Geheimdienst Mossad. Man braucht nur auf Google oder YouTube zu suchen nach "911 Israel", Alan Sabrosky, Dmitri Khalezov, Alan Hart oder "Missing Links" und das Undenkbare macht plötzlich viel mehr Sinn als die verrückte Verschwörungskomödie die sich da nennt die "offizielle Geschichte" dieses berüchtigten Tages: An dem zwei Flugzeuge drei Gebäude einstürzen liessen und das dritte nicht einmal im "offiziellen" Bericht über die Geschehnisse erwähnt wird!

  • Pablo Stähli am 14.12.2012 12:14 Report Diesen Beitrag melden

    Wahrheit?????? WO???????

    9/11 Videos gesehen Herr US-Richter? Glaubwürdige Experten bestätigen, dass es ein Insiderjob sein muss. Wie konnte sonst eine ausländische Gruppe von plus minus 25 Mann unentdeckt in der USA operieren?

  • Xoff Pardey am 14.12.2012 08:21 Report Diesen Beitrag melden

    Lügen über Lügen

    Es ist unglaublich, wie das Lügen in der US-amerikanischen Gegenwart zum Standard geworden ist!

  • Peruchio am 13.12.2012 14:10 Report Diesen Beitrag melden

    Big Brother is watching you....

    Dass soll wohl ein Witz sein! Der Grund wiso unsere Welt heute so ist wie sie ist und zahlreiche Kriege geführt wurden und noch am laufen sind, wurden genau mit 9/11 begründet und legitimiert! Jetzt wo der Prozess startet und hoffentlich klarheit bringen wird/würde und gewisse komische Erklärungen der 9/11 Comission in Frage stellen würde, wird alles Zensiert, was man offenbar nicht mit bekommen sollte! Und was genau sollten die für Staatsgeheimnise kennen? Ich denke nichts was andere Al-Kaida mitglieder die noch leben nicht auch wüssten!Oder eben vielleicht, das alles gar nich so gelaufen ist

  • hugo am 13.12.2012 13:56 Report Diesen Beitrag melden

    unglablich

    Die Lüge ist wie ein Schneeball: Je länger man ihn wälzt, desto größer wird er.