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NRA ist «schockiert»
19. Dezember 2012 03:29; Akt: 19.12.2012 09:56 Print
US-Waffenlobby bricht ihr Schweigen
Endlich hat auch die US-Waffenlobby zum Massaker von Newtown Stellung genommen. Man sei «schockiert, traurig und todunglücklich» und wolle dazu beitragen, dass solche Morde nicht mehr passieren.
Vier Tage nach dem Amoklauf an einer amerikanischen Schule hat sich die US-Waffenlobby erstmals zu Wort gemeldet. Sie sei «schockiert, traurig und todunglücklich» über die «schrecklichen und sinnlosen Morde», teilte die National Rifle Association (NRA) mit.
Bildstrecken Obama kämpft mit den Tränen Infografik Amok im Schulhaus Video
Das Land der Feuerwaffen
Sie wolle dazu beitragen, dass sich solche Morde nicht wiederholten, schrieb die NRA weiter. Allerdings sagte die Organisation nicht, welche möglichen Schritte sie damit konkret im Auge hat. Wörtlich heisst es in der kurzen Stellungnahme: «Die NRA ist bereit, sinnvolle Beiträge zu leisten, um zu helfen, dass so etwas nie mehr geschieht.»
Auffällige Ruhe
In den vergangenen Tagen war es um die mächtigste Stimme der Waffenlobby in den USA vor allem in den sozialen Netzwerken im Internet auffällig ruhig gewesen. Sie habe sich aus Respekt vor den Angehörigen der Toten und ihrer Trauer nicht zuvor äussern wollen, versuchte die NRA in der Stellungnahme ihr langes Schweigen zu erklären.
Die NRA tritt seit Jahrzehnten kompromisslos für das Recht auf Waffentragen in den USA ein. Sie kämpfte bisher auch energisch gegen alle Versuche, strengere Waffengesetze einzuführen.
Obama will Sturmgewehre verbieten
Nun aber droht der NRA harter Gegenwind: Nach dem Amoklauf wächst in den USA die Unterstützung für eine schärfere Waffenkontrolle. US-Präsident Barack Obama will sich für ein Verbot von Sturmgewehren einsetzen.
Obama werde eine entsprechende Initiative der Senatorin Dianne Feinstein unterstützen, sagte ein Sprecher von Obama am Dienstag in Washington. Feinstein hatte für Januar einen entsprechenden Gesetzesvorstoss angekündigt.
Zudem sei der Präsident offen für ein Gesetz, mit dem der Verkauf von Waffen auf sogenannten Gun Shows strenger kontrolliert werden solle. Hier gelte es, Schlupflöcher zu schliessen.
Erfreut über Umdenken
Generell sei Obama erfreut darüber, dass zahlreiche Demokraten und Republikaner ihre Meinung zu dem Thema geändert und nun strengere Waffengesetze befürworteten, sagte der Sprecher.
Auslöser der Debatte war der Amoklauf von Adam Lanza in Newtown im Bundesstaat Connecticut. Der 20-Jährige hatte am Freitag in einer Schule 20 Kinder im Alter von sechs und sieben Jahren sowie sechs Erwachsene erschossen.
Danach tötete er sich nach Angaben der Polizei selbst. Auch die Mutter des Täters wurde umgebracht. Das Motiv des Täters ist noch unklar.
(sda)
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Alle 58 Kommentare

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Unrealistisch.
Und was passiert mit den 270 Millionen Waffen welche in Amerika bereits im Umlauf sind? Das Problem ist der Mensch und nicht die Waffen, denn dort müsste man etwas bewirken.
Mal sehen, welchen Effekt das hat
Naja, das mit der Kontrolle war ja bisher von Bundesstaat zu Bundesstaat verschieden. Da gab es ja vorher schon in einigen Verbote für Sturmgewehre. Eingesammelt wurden die nicht, man darf einfach keine neuen mehr kaufen. Der Preis für Pre-Ban-Kalaschnikovs z.B. ist in diesen Staaten exorbitant gestiegen. Ich würde mich jetzt eindecken, könnte eine lohnende Investition sein. Aber vielleicht liefert das Verbot ja gutes Zahlenmaterial für die Argumentation in Schweizer Entwaffnungsdebatten. Mehr Sicherheit verspreche ich mir auf jeden Fall nicht, siehe England...
Warum keine Sicherheitstüre zur Klasse?
Ich habe meine Frage schon so oft gestellt und leider niemals richtig Antwort bekommen. Daher nochmal: Wieso ist es nicht möglich, die Türen zu den Klassenzimmern, stabil und schussfest und von innen, abschliesbar zu bauen? Der Lehrer könnte während des Unterrichts die Klassenzimmertüre von innen abschliessen. Hätte man dies nach dem ersten in den Medien bekannten Amoklauf von Colombine so gemacht, wären insgesamt bis heute, fast 100 Schüler gerettet worden.