Bombenfund in Bonn

15. Dezember 2012 14:31; Akt: 15.12.2012 14:32 Print

Verdächtiger identifiziert - al-Kaida im Spiel

Nach dem Fund eines Sprengsatzes im Bonner Hauptbahnhof ist ein Verdächtiger identifiziert worden. Der Mann soll Verbindungen zum Terrornetzwerk al-Kaida haben.

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Der tatverdächtige Mann aus dem nordrhein-westfälischen Langenfeld habe Verbindungen zum Terrornetzwerk Al-Kaida, berichtete der Sender am Samstag unter Berufung auf Sicherheitskreise.

Allerdings sei noch unklar, wer von den beiden Gesuchten identifiziert werden konnte - der bärtige Weisse, den Überwachungskameras im Mac Donald's mit der Tasche mit Sprengstoff festgehalten hatten, oder ein dunkelhäutiger Mann, den Zeugen danach mit der Tasche gesehen hatten.

Unklar ist derzeit ebenfalls, ob der Mann tatsächlich zur Tatzeit am Bonner Hauptbahnhof oder mit der Planung des Anschlags beschäftigt gewesen sei. Nach WDR-Informationen suchen die Ermittler mittlerweile mindestens drei Tatverdächtige. Ob die beiden weiteren Verdächtigen ebenfalls bereits identifiziert worden seien, sei nicht bekannt. Bislang sprach die Polizei von zwei Verdächtigen.

Deutschland im Visier von Dschihadisten

Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe hatte am Freitag die Ermittlungen nach dem Bombenfund übernommen. Sie sieht «zureichende tatsächliche Anhaltspunkte» dafür, dass es sich bei dem Geschehen um einen versuchten Sprengstoffanschlag einer terroristischen Vereinigung «radikal-islamistischer Prägung handelt».

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) sagte am Freitag, der Fall unterstreiche die Einschätzung, dass «Deutschland im Fadenkreuz des dschihadistischen Terrorismus» stehe. Er rief die Bürger erneut zur erhöhten Wachsamkeit auf. Zugleich mahnte er, dies nicht das alltägliche Leben beeinträchtigen zu lassen.

Die Tasche mit dem dochexplosiven Inhalt war am Montag auf dem Bahnsteig 1 im Bonner Hauptbahnhof entdeckt worden. Der per Phantombild gesuchte Tatverdächtige soll sie dort abgestellt haben.

(dapd)