Tote in Guatemala

23. November 2012 07:12; Akt: 23.11.2012 15:59 Print

Als Polizisten Verkleidete richten Blutbad an

Eine Gruppe bewaffneter Männer hat am Donnerstag in Guatemala-City eine Klinik gestürmt und sieben Menschen erschossen. Behörden gehen von einer Abrechnung unter Drogenbanden aus.

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Als Polizisten verkleidete Banditen haben am Donnerstag eine Klinik in einem Nobelviertel in Guatemala-City betreten und nach dem dort internierten Drogenboss Jairo Orellana gefragt. Als ihnen vom Sicherheitspersonal der Zutritt verwehrt wurde, eröffneten sie mit AK-47-Gewehren das Feuer.

Laut der Nachrichtenagentur Reuters wurden sechs Männer vom persönlichen Sicherheitspersonal Orellanas getötet. Ein weiteres Opfer gehörte dem Sicherheitsdienst des Spitals an. Sechs der Opfer seien noch an Ort und Stelle gestorben, das siebte sei seinen Verletzungen im Spital erlegen, sagte Feuerwehrsprecher Raúl Hernandez. Dem Drogenboss selbst gelang die Flucht.

Los Zetas in Angriff verwickelt

Das Attentat erschüttert Guatemala. Auch Innenminister Mauricio Lopez nahm dazu Stellung: «Die Attacke in der Hauptstadt könnte eine Folge des Machtkampfes unter den Drogenhändlern sein. Sie war gegen Jairo Orellana gerichtet.» Laut den Behörden stammt eines der Opfer aus der Stadt Alta Verapaz, rund 75 Kilometer nördlich von Guatemala-City. Dort herrschen seit rund zwei Jahren «Los Zetas».

«Los Zetas» sind wie einige andere mexikanische Drogenbanden nach Mittelamerika vorgedrungen, um die Schmuggelwege nach Nordamerika zu sichern. Dabei gehen sie äusserst brutal vor. Guatemala hat eine der höchsten Kriminalitätsraten der Welt.

(aeg/sda)