Protest gegen China

09. Dezember 2012 05:40; Akt: 09.12.2012 05:58 Print

Wieder zünden sich zwei Tibeter selbst an

Aus Protest gegen die chinesische Herrschaft haben sich erneut zwei junge Tibeter mit Benzin übergossen und angezündet. Es waren bereits die 30. und 31. Selbstverbrennung seit Anfang November.

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In Tibet zünden sich immer wieder junge Menschen selbst an, um so gegen die chinesische Herrschaft zu protestieren. (Bild: AFP)

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Die beiden 23-jährigen Tibeter, die sich mit Benzin übergossen und selbst anzündeten, starben an ihren schweren Verletzungen. Das berichteten Medien und exiltibetische Organisationen am Sonntag.

Der Mönch Kunchok Phelgyal zündete sich im Kloster Sumdo in Ruo'ergai (Dzoege) in der Provinz Szechuan an, teilte die in London ansässige Organisation «Free Tibet» mit. «Er starb noch an Ort und Stelle», hiess es.

Der 23-jährige Pema Dorjee starb vor den Toren des Klosters Shitsang in der westlichen Provinz Kansu, berichtete der US-Sender Radio Free Asia am Sonntag.

Zeichen für politische Unterdrückung

Es waren bereits die 30. und 31. Selbstverbrennung seit Anfang November. Die drastische Zunahme der Selbstverbrennungen ist aus Sicht der exiltibetischen Regierung in Indien ein Zeichen für die politische Unterdrückung, wirtschaftliche Marginalisierung und kulturelle Assimilierung der Tibeter.

(sda)