Neue Hinweise

22. April 2013 20:21; Akt: 23.04.2013 08:46 Print

Wird die Leiche von Peggy K. endlich gefunden?

Im Mai 2001 verschwand die 9-jährige Peggy K. im deutschen Lichtenberg. Ihre Leiche wurde nie gefunden. Nun haben die Ermittler eine neue Spur und durchsuchen das Haus eines Nachbarn.

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Peggy K. verschwand am 7. Mai 2001 spurlos. Die damals Neunjährige war auf dem Heimweg von der Schule im oberfränkischen Lichtenberg. Mehr als 15 Jahre später dann die traurige Gewissheit: Die Leiche der kleinen Peggy ist gefunden. Absperrband der Polizei am Rande eines Waldstücks, in dem ein Pilzsammler ihr Skelett entdeckt hatte. Polizeiwagen erreichen am 4. Juli den Fundort des Skeletts in einem Waldgebiet in Thüringen. Die Knochenteile werden zunächst gerichtsmedizinisch untersucht. Die Beamten stossen während ihrer intensiven Suche neben dem Skelett aber auch auf weitere Objekte. Wenig später vermeldet dann die Staatsanwaltschaft: Bei der Leiche handelt es sich um Peggy. 2004 war der geistig behinderte Ulvi K. wegen des Mordes an dem Mädchen verurteilt worden, obwohl deren Leiche nie aufgetaucht war. Bis heute gibt es Zweifel an seiner Schuld. Der Fall wird im April 2014 neu aufgerollt und K. wird freigesprochen. Susanne K., Mutter der vermissten Peggy, während des Gerichtsprozesses 2004. Über den verhängnisvollen Tag sagt sie später: «Es war kalt, trist, Peggy wollte nicht in die Schule, ich habe sie trotzdem geschickt.» Bis heute mache sie sich deswegen Vorwürfe. Jahrelang sucht die Polizei nach dem Mädchen. Bereits direkt nach ihrem Verschwinden im Mai 2001 durchkämmen die Beamten ein Waldstück unweit der Gemeinde Lichtenberg in Franken. Zuvor waren Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen. Doch die Suche nach dem Mädchen bleibt damals noch erfolglos. Jetzt ist Peggys (9) Leiche gefunden worden - 15 Kilometer von ihrem Heimatort entfernt.

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Der Fall der vermissten Peggy K. könnte in den nächsten Tagen eine überraschende Wende erleben: Die Polizei durchsucht seit Montagmorgen ein Haus im oberfränkischen Lichtenberg – knapp hundert Meter von Peggys Elternhaus entfernt.

Das Verschwinden der damals neunjährigen Peggy im Mai 2001 hatte für viel Aufruhr gesorgt. Das Mädchen war am 7. Mai 2001 nach der Schule nicht mehr nach Hause gekommen. Obwohl die Ermittler die Gegend durchkämmten, wurde ihre Leiche nie gefunden. Im Jahr 2004 wurde der geistig behinderte Ulvi K. wegen Mordes verurteilt. Dem Urteil zufolge soll er Peggy sexuell missbraucht und wenige Tage später ermordet haben. Der seit seiner Verurteilung in der Psychiatrie sitzende Mann hatte zunächst ein Geständnis abgelegt, dieses aber später widerrufen.

Der Garten um das Haus soll umgegraben werden

Nun gibt es jedoch Hinweise, dass sich Peggys Leiche in einem Haus in der Nachbarschaft befindet. Wie «Bild» berichtet, wohne in dem Gebäude ein vorbestrafter Sexualtäter. Dieser war von Anfang an ins Visier der Ermittler geraten, nachdem die Polizei ein Kleidungsstück in seinem Keller gefunden habe, das womöglich Peggy gehörte. Ein Sprecher der Polizei wollte keine Angaben dazu machen, woher die Hinweise kamen.

Bei der Hausdurchsuchung kamen auch Leichenspürhunde zum Einsatz. Diese haben aber bisher nicht angeschlagen, sagte der Polizeisprecher weiter. Ausserdem seien Menschen, «die im Zusammenhang mit dem Objekt stehen», vernommen worden. Es sei aber bisher kein Tatverdacht entstanden. Das Grundstück rund um das fragliche Haus soll ebenfalls nach Peggys Leiche abgesucht werden. Dabei seien auch umfangreiche Grabungsarbeiten geplant. Womöglich würden diese Arbeiten am Mittwoch fortgesetzt.

Ulvi K.s Verteidiger kündigten an, das Verfahren wieder aufnehmen zu wollen. «Die Verurteilung meines Mandanten ist ein Skandal! Belastendes wurde zum Teil konstruiert, Entlastendes ignoriert. Ein geistig Behinderter soll angeblich das perfekte Verbrechen begangen haben. Das ist völlig absurd!», sagte der Frankfurter Anwalt Michael Euler.

(kle)