Himalaya-Nachbeben

13. Mai 2015 06:46; Akt: 13.05.2015 11:14 Print

Zahl der Toten steigt – Hilfshelikopter vermisst

Nepal beklagt wegen des Nachbebens erneut Dutzende Tote. Mindestens 2000 Menschen sind verletzt worden. In der Region ist zudem ein US-Rettungshelikopter verschollen.

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Nach dem neuerlichen schweren Erdbeben in Nepal haben Tausende Menschen aus Furcht vor weiteren Erschütterungen die Nacht zum Mittwoch im Freien verbracht. Die Zahl der registrierten Toten stieg auf 65, wie die Bezirksregierung in Dolakha mitteilte. «Die Menschen fühlen sich terrorisiert», sagte Bezirksverwaltungschef Prem Lal Lamichane. «Jeder hat hier Angst.»

Er rief die nepalesische Regierung auf, mehr Hubschrauber und Hilfsgüter zu schicken. Viele Verletzte sässen noch in ihren Dörfern fest. Nach Angaben des Innenministeriums waren bei dem Beben vom Dienstag mindestens 2000 Menschen verletzt worden. Das Nachbeben am Dienstag hatte die Stärke 7,3, während das grosse Beben vor zweieinhalb Wochen mit 7,8 angegeben wurde.

Dabei starben mehr als 8000 Menschen. Die Online-Plattform «ekantipur» berichtete, die Schulen in den betroffenen Gebieten in Nepal würden nun nicht wie geplant am 14. Mai, sondern erst am 30. Mai öffnen.

Helikopter-Crew vermisst

Nach dem erneuten Erdbeben wird ein Rettungshelikopter der US-Marine vermisst. Nepalesische und amerikanische Trupps durchkämmten am Mittwoch die Katastrophenregion auf der Suche nach den acht Besatzungsmitgliedern, sechs amerikanischen und zwei nepalesischen Soldaten. Es gebe keine Hinweise darauf, dass Zivilisten an Bord gewesen seien, sagte eine US-Armeesprecherin.

Der Helikopter sollte ihren Angaben zufolge Hilfsgüter befördern. Er hatte am Dienstag den Funkkontakt verloren, nachdem die Crew über Treibstoffprobleme berichtet hatte.

(sda)