Mit Kran kollidiert

16. Januar 2013 09:41; Akt: 16.01.2013 17:19 Print

Zwei Tote bei Helikopter-Crash in London

Mitten in London ist ein Helikopter abgestürzt. Er soll laut Berichten aus England mit einem Kran zusammengestossen sein. Zwei Menschen kamen dabei ums Leben.

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Um etwa 8 Uhr morgens hat die Londoner Polizei erste Notrufmeldungen aus dem Stadtteil Vauxhall, unmittelbar an der Themse, erhalten. Den Berichten zufolge soll ein Helikopter mit einem Kran kollidiert sein und «hart auf den Boden geschlagen sein», wie ein BCC-Reporter berichtet. Dort soll er laut Sky News auf zwei Autos gefallen sein.

Beim Absturz des Hubschraubers sind zwei Menschen getötet und 13 weitere teils schwer verletzt worden. Neben dem Hubschrauberpiloten starb eine Person am Boden, wie die Polizei mitteilte. Sechs Verletzte seien in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht worden, die restlichen sieben wurden an der Unglücksstelle versorgt. Der Absturz ereignete sich südlich der Themse nahe der Zentrale des britischen Auslandsgeheimdienstes MI6. Der Sender Sky News zeigte Bilder eines brennenden Wracks.

«Ich hörte einen lauten Knall»

Augenzeugen berichteten, der Helikopter sei bei schlechter Sicht, als viele Londoner auf dem Weg zur Arbeit waren, mit einem Kran auf dem Dach des 50-stöckigen St. George Wharf Tower kollidiert. Die Angaben wurden von offizieller Seite zunächst nicht bestätigt. «Der Kran war in Nebel gehüllt, deshalb habe ich den Zusammenstoss nicht direkt gesehen», zitierte die britische Rundfunkanstalt BBC den Augenzeugen Michael Gavin. «Aber ich habe einen lauten Knall gehört und gesehen, wie der Helikopter sowie Teile des Krans zu Boden stürzten.» Ein Sprecher des britischen Verteidigungsministeriums schloss einen terroristischen Hintergrund aus.

Nach dem Zusammenstoss berichtete die BBC, dass der Kran auf dem Dach des Hauses von einer Seite des Gebäudes herabhänge. Die Parlamentsabgeordnete Nicky Morgan beobachtete den Absturz, als sie auf dem Weg zur U-Bahn-Station Vauxhall war. Sie habe einen lauten Knall gehört und schwarze Wolken über der Absturzstelle gesehen, sagte sie der BBC.

Pilot wollte Flugroute ändern

Der Pilot hatte nach Angaben des Londoner Helikopterlandeplatzes vor dem Unfall angefragt, ob er wegen des schlechten Wetters seine Flugroute ändern und bei ihnen landen dürfte. Es habe jedoch nie direkten Kontakt mit dem Hubschrauber gegeben, wie es weiter hiess.

Die britische Luftfahrtbehörde hatte vor dem Unfall einen Warnhinweis herausgegeben, um Piloten auf den 230 Meter hohen Kran aufmerksam zu machen. Aus Sicht des Flugexperten, Chris Yates, könnte das Wetter mit Nebel und schlechter Sicht massgeblich zu dem Unfall beigetragen haben. Zudem müsse geklärt werden, ob an dem Kran Navigationsleuchten angebracht waren. «Die letzte Frage ist, ob der Pilot fit war», fügte Yates hinzu.

MI6 in der Nähe

Beim Helikopter soll es sich laut Sky News um eine Augusta 109 gehandelt haben. In der Nähe des Unglücksortes befindet sich die Zentrale des britischen Auslandsgeheimdienstes MI6. Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund gebe es aber derzeit nicht, sagte ein Sprecher der Behörde für Terrorabwehr.


Ein Augenzeuge berichtet, was er gesehen hat:
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Videos vor Ort:
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(Quelle: YouTube/Gustavo Delossantos)



(Quelle: YouTube/ThePiRaTeCoPy404)

(aeg/dapd)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • xenia am 16.01.2013 14:18 Report Diesen Beitrag melden

    Blind

    Der Helipilot muss wohl blind gewesen sein , wo Kräne stehen müsste der Pilot einentlich wissen un demensprechend höher fliegen, sowas dürfte nun wirklich nicht passieren .

    • Heli-Fluglehrer am 17.01.2013 10:53 Report Diesen Beitrag melden

      Heli-Fluglehrer sagt:

      Wenn man keine Ahnung hat, sollte man auch nichts dazu sagen...

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  • Der Pilot am 16.01.2013 13:11 Report Diesen Beitrag melden

    Ein weiteres Beispiel

    Die EASA drängt immer mehr zu teuren Zweimotorigen Hubschraubern - aus Sicherheitsgründen - wie sie sagen. Leider nützt dies in so einem Fall nichts. Auch sagt die Statistik ganz klar, dass "nur" ein Triebwerk bei Hubschraubern nicht die häufigste Unfallursache ist sonder Kollisionen mit Hindernissen. Einmal mehr wird etwas gefordert, was nicht wirklich was bringt während auf der anderen Seite Kollisionswarnsystemen für Hubschrauber nicht gefördert werden. Das Gegenteil ist der Fall. Der Amtsschimmel behindert wo es nur geht. Super unsere Bürokratie-Papier Welt mit ihrem Vorschriftenwahn.

    • Mike am 16.01.2013 15:44 Report Diesen Beitrag melden

      2 ENG

      Trotzdem wärst du bei einem engine failutre in den bergen wohl froh um einen zweiten Motor... oder?

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