TV-Auftritt

16. November 2016 04:18; Akt: 16.11.2016 12:50 Print

Ivanka Trump in der Kritik wegen Schmuck-Werbung

Bei einem TV-Interview zur besten Sendezeit trug Ivanka Trump gut sichtbar einen Armreif aus ihrer Kollektion. Anschliessend bewarb ihr Label das Schmuckstück per E-Mail.

Bildstrecke im Grossformat »
Trägt gerne teuren Schmuck aus der eigenen Kollektion: Ivanka Trump im Trump Tower. (11. November 2016) Immer wenn sich Donald Trump mit seinen extremen Aussagen und Ausfällen ins Abseits katapultiert, dann betritt seine Tochter Ivanka die medialen Bühnen und rückt ihren Vater wieder ins rechte Licht. (13. Juli 2016) Sie ist nicht nur schön, sondern auch eine clevere und äusserst sympathische Geschäftsfrau und Mutter von drei Kindern. (26. Oktober 2016) Sie weicht ihrem Vater nicht von der Seite. Das Magazin «Stern» spottete bereits, dass nicht seine Frau Melania (l), sondern Ivanka (r) die nächste First Lady würde. (26. September 2016) Ihr vertraut Trump wie keinem anderen Menschen. Sie managt sein Immobilien-Imperium und zieht die entscheidenden Fäden im Wahlkampf. Hier sitzt sie während einer Veranstaltung in Virginia Beach neben ihrem Vater. (6. September 2016) Hier ist Ivanka bei einem Auftritt in Aston mit dabei. (13. September 2016) Donald Trump bei einer Medienkonferenz in New York mit seiner Frau Melania (r), seiner Tochter Ivanka (l) und seinem Schwiegersohn Jared Kushner. (7. Juni 2016) «Mein Vater hat mir und meinen Geschwistern positive Werte vermittelt und uns mit einem starken moralischen Kompass ausgestattet», lobte Ivanka ihren Vater. Die Familie Trump während einer Wahlveranstaltung in Washington. (26. Oktober 2016) Ivanka ist seit 2009 mit dem Immobilienmagnaten Jared Kushner verheiratet. Ihm zuliebe konvertierte sie zum Judentum. (2. Mai 2016) Ivanka hat drei Kinder. (20. September 2016)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die Diskussion um Interessenkonflikte durch Donald Trumps Doppelrolle als Geschäftsmann und künftiger US-Präsident wird durch eine umstrittene PR-Aktion seiner Tochter Ivanka angeheizt. Deren Schmuckfirma nutzte einen TV-Auftritt des Trump-Clans, um Werbung für einen 10'800 Dollar teuren Armreif aus ihrer Kollektion zu machen. Diverse US-Medien berichteten am Dienstag über den Vorfall.

Die 35-jährige Unternehmerin hatte das mit Diamanten besetzte Schmuckstück am Sonntagabend gut sichtbar bei einem Interview in der CBS-Sendung «60 Minutes» getragen, die zur besten Sendezeit etwa 20 Millionen Zuschauer erreichte. Anschliessend verschickte ihr Label «Ivanka Trump Fine Jewelry» per E-Mail Werbung, in der mit der Bitte um Weiterverbreitung auf den Auftritt hingewiesen wurde.

An die Falschen geraten

«Style Alert - Ivanka Trump trägt ihr Lieblings-Armband aus der Metropolis-Kollektion bei «60 Minutes«», heisst es in der Mail. Peinlicherweise erhielten diese auch Journalisten, bei denen die Aktion überhaupt nicht gut ankam. «Es geschieht bereits: Die Trump-Familie sieht den US-Präsidenten als Marketing-Gelegenheit», twitterte etwa Eric Lipton von der «New York Times».

In den USA sorgt die Frage, wie Trump seine Geschäftsinteressen mit dem Regierungsamt vereinbaren kann, für viel Diskussionsstoff. Auch seine Familie steht dabei im Blickpunkt. Ivanka hatte bereits im Juli Kritik hervorgerufen mit Werbeaktionen für Kleidungsstücke aus ihrer Kollektion, die sie bei Wahlkampfauftritten trug. Nun erklärte ihr Label immerhin, solche Geschäftspraktiken überdenken zu wollen.

(chi/sda)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • McSame am 16.11.2016 06:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nervig

    und wo ist jetzt das Problem?

    einklappen einklappen
  • M. J. am 16.11.2016 05:45 Report Diesen Beitrag melden

    Hört doch endlich auf!

    Na und, Ivanka hat einen Armreif aus der eigenen Kollektion getragen. Nach dem Bashing von Trump, seiner Frau, Eric nun auch noch die Tochter? Dazu kommt: Schon mal was vom Streisand-Effekt gehört? Bin mir sicher durch die 'negativ-PR' ist der Armreif bereits ausverkauft.

  • Heinz am 16.11.2016 06:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Na und?

    Die Kleider von Prinzessin Kate werden auch beworben und verkaufen sich wie geschnitten Brot... Geld regiert die Welt...

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Eidgenössischer Eider am 16.11.2016 10:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Land of Reality TV

    Eigentlich ist es nur ein Wunder, dass die Trumps schneller waren als die Kardashians, um das Präsidentenamt als Marketinginstrument zu identifizieren. Sonst hätten die sicher Kylie mit einem aufstrebenden Polittalent verheiratet und diesen zum Präsidenten gemacht.

  • Eidgenössischer Eider am 16.11.2016 10:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Korruption

    Wer nicht begreifen kann, dass man ein Staatsamt nicht als Marketing Plattform missbraucht, der sollte seine Wahlrecht schleunigst abgeben und in irgendeine autoritäre Diktatur auswandern. Das ist doch genau die Essenz der Korruption, wenn man ein politisches Amt nur anstrebt, um sich selbst und seine Familie zu bereichern. Korruption haben sie im Wahlkampf den Clintons vorgeworfen, aber wohl nur um davon abzulenken dass sie selbst viel schlimmer sind.

  • Spaniel am 16.11.2016 09:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Clevere Geschäftsfrau

    Sehe kein grosses Problem damit. Die clevere Dame hat doch Ihr Ziel erreicht - die Medien - auch 20-Min. Berichten darüber. Gratiswerbung!

  • M.H. am 16.11.2016 08:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dr.

    Kritik in allen Ehren, aber was nützt es jetzt? Vielleicht hat der Alptraum in 4 Jahren mit der nächsten Wahl ein Ende, ohne dass Amerika sowie Europa und Asien zu grosse Schäden von diesem Trumpeltier davontragen. Das passiert, wenn man die Bodenhaftung verliert und die Verbindung zur Mittelschicht durch Arroganz und dem Streben nach Perfektion kappt - schade Frau Clinton. Der beste wäre sowieso Bernie Sanders gewesen :-)

  • Geduld am 16.11.2016 08:42 Report Diesen Beitrag melden

    Urteilen wenn er einge Zeit im Amt ist

    Noch bevor Trump überhaupt vereidigter President ist, wird in einer Hetzjagt jeder (mögliche) Fehler Medial ausgeschlachtet. Noch bevor Obama vereidigter President war bekam er den Nobel Friedenspreis,.. man hat ja gesehen wieviel "Frieden" er in Lybien &Syrien brachte. Warum nicht einfach erst warten und dann Urteilen wenn jemand wirklich schon einige Monate im Amt ist.. Urteilen nach dem was er im Amt leistet statt Vorschusslorbeeren oder Vorverurteilung?