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Retro-Muscles
27. November 2011 23:00; Akt: 27.11.2011 20:38 Print
Amerikanischer Bad Boy ist zurück
Die Neuauflage der Sportwagenikone Chevrolet Camaro ist jetzt auch in der Schweiz erhältlich – mit überarbeitetem Fahrwerk nach europäischem Geschmack.

Dem Camaro wurde auf dem Nürburgring in Deutschland ein Sportfahrwerk nach europäischen Ansprüchen verpasst – dennoch ist er einer echter Ami geblieben.
1966 lancierte Chevrolet ein «kleines bösartiges Tier, das Mustangs frisst». Wirklich klein war der 4-Meter-Kraftprotz Camaro zwar nicht, aber seinem Rivalen von Ford konnte er dank über einer Million Käufer und raschem Einzug in die Reihe legendärer Muscle Cars tatsächlich Paroli bieten. 2002 war allerdings Schluss damit, denn die 4. Generation der Ikone konnte an vergangene Erfolge nicht mehr anknüpfen.
Die Armaturen im Retrolook.
Als Chevrolet ein Revival beschloss, setzte Chefdesigner Ed Welburn seinem Team den 69er-Camaro vor die Nase und sagte: «Ich will, dass ihr den Neuen noch besser macht.» Besser ist relativ, doch optisch zitiert die Neuauflage den Urahnen sehr ansprechend: mit genauso muskulösen Wölbungen, grimmiger Front, elegantem Hüftschwung und Armaturen im Retrolook.
Nun ist der Camaro als Coupé und Cabrio offiziell auch in der Schweiz zurück. Dazu musste er aber erst den Umweg über den Nürburgring nehmen, wo ihm ein neues Sportfahrwerk nach europäischen Ansprüchen verpasst wurde. Dennoch ist er ein echter Ami geblieben und Bescheidenheit gehört nicht zu seinen Tugenden: Sein 6,2-Liter-V8-Motor leistet 432 PS und absolviert den Sprint auf Hundert in 5,2 Sekunden –jedenfalls in der handgeschalteten Coupé-Version.
Das klingt spektakulärer, als es ist, zumal der Camaro 1,7 Tonnen bewegen muss, von einem antiquierten Schaltgetriebe ausgebremst wird, europäischen Kurvenkönigen nicht das Wasser reichen kann und beim Spritkonsum höchst retro ist. Aber «you know», wie man in den USA zu sagen pflegt: Wenn im Schnäppchenpreis von 48 900 Franken nebst umfangreicher Ausstattung und betörendem V8-Sound auch neidische Blicke inbegriffen sind, dann: «Who cares!»


























