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Land Rover Defender
05. Februar 2012 22:58; Akt: 05.02.2012 20:59 Print
Der letzte Dinosaurier
Ein neuer Motor hält den Allradklassiker zulassungstauglich. Doch nur bis 2015 – dann ist Ende Gelände.

Der Land Rover Defender: Auf der Landstrasse gibt er sich ein wenig bockig – richtig Spass kommt erst im Gelände auf. (Bild: Land Rover)
Der Defender provoziert ein altes Sprichwort: Totgesagte leben länger. Schon häufig wollten die Briten den kantigen Klassiker aussterben lassen, doch stets sicherten ihm die Fans mit einem Kaufvertrag das Überleben. Gerade weil sich das Urgestein seit 1948 kaum verändert hat, wurde es zu einem der beliebtesten Geländewagen überhaupt – als Arbeitstier für Landwirte und Dienstwagen von «Daktari» genauso wie als Kult-Accessoire für den urbanen Dschungel.
Blick ins Cockpit des Defenders: Die Welt liegt dem Fahrer zu Füssen.
Der Motor ist serienmässig mit einem Partikelfilter ausgestattet.
Technikbox
Modell: 2- oder 4-türiger Offroader mit bis zu 7 Plätzen
Modellvarianten: Pick-up, Kombi, Cabrio, Kastenwagen oder Mannschafts-
transporter
Masse: Länge 3722 bis 5157 mm, Breite 1790 mm, Höhe 2000 bis 2181 mm, Radstand 2360 bis 3226 mm
Motoren: 2,2-Liter-Diesel mit 122 PS
Fahrleistungen: 0 bis 100 km/h von 15,8 bis 17 Sekunden. Höchstgeschwindigkeit 145 km/h
Verbrauch: 10 bis 11 Liter auf 100 Kilometer (offizielle Werksangabe)
CO2-Ausstoss: 266 bis 295 Gramm pro Kilometer
Markteinführung: ab sofort
Preise: Einstiegspreis ab 39 900 Franken
Infos: www.landrover.ch
Um das Auto zulassungsfähig zu halten, verkaufte man ihn bei Land Rover zuletzt als LKW. Weil inzwischen auch für Nutzfahrzeuge die Euro-5-Norm gilt, wird ihm jetzt aber ein neuer, kleinerer Motor mit serienmässigem Partikelfilter verpasst, der die 122 PS und fürs Gelände wichtigen 360 Newtonmeter Drehmoment immerhin bestehen lässt. Zudem sorgt eine bessere Lärmdämmung dafür, dass man sich bei der neuen Topgeschwindigkeit von 145 km/h nicht anzubrüllen braucht.
Wirklich modern ist der minimalistisch ausgestattete, ergonomisch wenig optimale und auf befestigten Strassen zuweilen bockige Defender noch immer nicht, aber egal. Für Komfort sind eh seine Range-Rover-Brüder zuständig. Umso mehr macht er im Gelände Spass: Wer das Sechsganggetriebe, die Untersetzung und Sperren richtig einsetzt, kommt mit ihm fast überall durch. Aber nur bis 2015, denn die verschärften Vorschriften zum Fussgängerschutz und die Euro-6-Norm wird nicht einmal er bezwingen können.
Die Puristen werden an seinem bereits als Studie gezeigten Nachfolger womöglich wenig Freude haben. Aber seit dem Evoque weiss man ja, dass die Traditionsmarke Land Rover auch mit progressiven Autos Erfolg haben kann.
(20 Minuten)


























