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Porsche 911
22. Januar 2012 22:59; Akt: 23.01.2012 00:41 Print
Der neue 911er: Extremer – aber auch bequemer
Der neue Porsche 911 spielt die Rolle des radikalen Sportlers genauso gut wie die der gelassenen Reisemaschine.

90 Prozent aller Teile sind neu: Trotzdem ist der neue Porsche 911 ein 911er geblieben. (Bild: Porsche)
Kaum ein Sportwagen ist so berühmt wie der Neunelfer. Obschon mittlerweile mehr SUV mit dem Porsche-Logo vom Band rollen, stellt der Klassiker noch immer das Herz der Marke dar. Kein Wunder, wird eine Neuentwicklung stets mit Freude, aber auch mit Befürchtungen erwartet: Ob die siebte Generation dem Mythos Neunelf wohl gerecht wird?
Aufgefrischte Front, niedrige Dachlinie, ...
... ein markantes Heck ...
... und ein edles Interieur – das ist der neue Porsche 911.
Technikbox
Modell: 2-türiger Sportwagen mit 2 Plätzen und 2 Notsitzen im Fond.
Masse: Länge 4491 mm, Breite 1808 mm, Höhe 1482 mm, Radstand 2450 mm.
Kofferraum: 105 Liter.
Motoren: 911 Carrera mit 350 PS (257 kW) sowie 911 Carrera S mit 400 PS
(294 kW).
Fahrleistungen: 0 bis 100 km/h von 4,3 bis 4,8 Sekunden. Höchstgeschwindigkeit von 287 bis zu 304 km/h.
Verbrauch: 8,2 bis 9,5 Liter auf 100 Kilometer (offizielle Werksangabe).
CO2-Ausstoss: 194 bis 224 Gramm pro Kilometer.
Markteinführung: ab sofort.
Preis: Einstiegspreis ab 119 800 Franken.
Infos: www.porsche.ch
90 Prozent aller Teile sind neu, dennoch wird es einem Laien schwerfallen, das neue Auto mit der Baureihennummer 991 vom Vorgänger 997 zu unterscheiden. Die aufgefrischte Front, die niedrigere Dachlinie und das markantere Heck fallen kaum ins Auge. Genauso wenig wie das Mehr an Länge, Radstand und Spurbreite. Letztere Neuerungen sorgen aber nicht nur für etwas bessere Platzverhältnisse, sie lassen den Neunelfer auch stabiler auf der Strasse stehen und selbst bei hohen Geschwindigkeiten kaum aus der Ruhe bringen. Zum Glück – schliesslich gilt es, mehr Leistung zu kontrollieren. Der Carrera entwickelt trotz verringertem Hubraum 350 und somit 5 PS mehr, während die S-Version auf satte 400 PS erstarkt ist.
Über die fahrdynamischen Verbesserungen liessen sich Seiten füllen; in Zuffenhausen drückt man sie gerne mit den Zahlen 7:40 aus. So viele Minuten und Sekunden benötigt der Carrera S für eine Runde auf der Nürburgring-Nordschlaufe, womit er so schnell ist wie der GT2 des Vorgängermodells. Andererseits lässt sich der Kraftprotz bei entspanntem Gasfuss beinahe wie eine Limousine fahren. Und schluckt dank Leichtbau, optimierten Motoren, neuen Getrieben sowie Start-Stopp-Automatik bis zu 15 Prozent weniger Sprit.
Porsche-Fans dürfen also aufatmen: Der Elfer ist ein Elfer geblieben. Er ist bloss ein bisschen besser geworden.
(20 Minuten)


























