Mini Cooper S

30. Oktober 2011 22:59; Akt: 30.10.2011 21:05 Print

Mini-Challenge für maximalen RennspassMini-Challenge für maximalen Rennspass

von Nina Vetterli-Treml - Bei einem Gaststart in Anneau du Rhin durfte Nina Vetterli-Treml sich selbst davon überzeugen, dass Mini-Fahren mehr sein kann, als im trendigen Blechkleid von A nach B zu tuckern.

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Nina Vetterli-Treml steuerte den Mini an der Mini-Challenge für 20 Minuten über den Parcours.

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Bereits in den Sechzigern war der Mini im Motorsport eine Grösse – mit der Neuauflage des britischen Kultautos wurde auch die Rennserie wiederbelebt. Beim Schweizer Markenpokal stehen technisch identische Renn-­Minis am Start. Wer die Rangliste von hinten anführt, hat also keine Ausrede. Ich gönne mir trotzdem eine: null Rennerfahrung. Und so trennen mich von der Bestzeit des diesjährigen ­Saisonsiegers Thierry Kilchenmann trotz stetig verbesserter Läufe über zehn Sekunden – im Rennsport sind das gefühlte 10 Stunden.

Das Niveau sei hoch, entlastet man mich. Tatsächlich werden die vorderen Ränge von ehrgeizigen Routiniers belegt, die Erfahrung aus verschiedenen Rennserien mitbringen. Aber die Challenge steht auch Anfängern offen: Jährlich findet ein Ausbildungskurs statt, die Lizenz ist leicht erhältlich und die etablierten Fahrer zeigen sich gegenüber Novizen sehr hilfsbereit.

Bei meinem ersten Slalom erweist sich die Rennversion des Cooper S zudem als gut­mütiger, aber strenger Lehrer. Auch wenn er in Gokart-Manier auf jeder Kurve haftet und mit relativ bescheidenen 184 Turbo-PS kontrollierbar beschleunigt – zu viel Bleifuss in einem eng abgesteckten Parcours verzeiht er genauso wenig wie eine mit quietschenden Reifen verfehlte Ideallinie. Was bei den erfahrenen Piloten so unaufgeregt einfach aussieht, ist besagte 10 Sekunden wert.

Dabei sind Helm, Fünfpunktsicherheitsgurt und Überrollbügel keine Alibipflicht, wie der spektakuläre Überschlag eines – zum Glück unverletzten – Teilnehmers beweist. Aber auch sonst ist die Mini-Challenge nicht gefahrlos: Die Grenzen des kleinen Rennautos unter Zeitmessung und Adrenalin auszuloten, birgt hohes Suchtpotenzial

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