Volkswagen

20. März 2017 18:19; Akt: 21.03.2017 10:16 Print

Mit Quantencomputer gegen Verkehrskollaps

Das dürfte Dr. Dr. Sheldon Cooper aus «The Big Bang Theory» freuen: Volkswagen bekämpft den Verkehrsstau mit Hilfe von Quantencomputern.

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Volkswagen will mit einem Algorithmus auf einem Quantencomputer den Verkehr in Zukunft so lenken, dass Staus vermieden werden können. «Quantencomputing ist Supercomputing der nächsten Generation und kann uns enorme Fortschritte bringen», erklärte Martin Hofmann, CIO des Volkswagen Konzerns am Montag bei der Vorstellung des Projektes an der CeBIT in Hannover. «In der Zusammenarbeit mit D-Wave lernen wir, das enorme Rechenpotenzial eines Quantencomputers sinnvoll zu nutzen.»

Also keine «Big Bang Theory», sondern funktionierende Praxis: In einem ersten Forschungsprojekt haben Data-Scientists und Big-Data-Experten von VW auf Grundlage der Daten von 10’000 öffentlichen Taxis in Peking erfolgreich gezeigt, dass sie mit einem Quantencomputer den Verkehrsfluss in der Mega-Metropole optimieren können. «Unser erstes Forschungsprojekt zeigt erfolgreich, wie ein Algorithmus auf einem Quantencomputer Fahrzeuge in einer Metropole so intelligent lenken kann, dass Staus vermieden werden», freut sich Florian Neukart, Principal Data Scientist im Code Lab der Volkswagen Konzern-IT in San Francisco, über die ersten Erfolge.

Im Zuge der Kooperation mit D-Wave werden weitere Projekte folgen. «Die VW-Experten haben nicht lange benötigt, bis sie auf unserem Quantum Computer einen Algorithmus entwickelt und getestet hatten», so Robert Ewald, President D-Wave International. «Damit ist es ihnen gelungen, ein sehr schwieriges Optimierungsproblem zu lösen. Wir sind zuversichtlich, dass sie mit ihrem automobilen und wissenschaftlichen Knowhow künftig schwierige Alltagsprobleme lösen können.»

Volkswagen ist weltweit das erste Automobilunternehmen, das sich intensiv mit Quantencomputer-Technologie befasst. Quantencomputer können hochkomplexe Aufgaben um ein Vielfaches schneller lösen als herkömmliche Super-Rechner. Das Rechenprinzip eines Quantencomputers, etwa jener von D-Wave Systems, eignet sich dafür besonders, weil es auf sogenannte Optimierungsprobleme spezialisiert ist. Vereinfacht geht es dabei um die Frage, wie eine Ressource wie Zeit, Geld oder Energie optimal in einem bestimmten Szenario genutzt werden kann. Die Komplexität dieser Aufgabe und damit der Rechenaufwand wachsen mit der Anzahl der Faktoren exponenziell, so dass herkömmliche digitale Rechner an ihre Grenzen stossen.

(lab/pd)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • jens am 21.03.2017 11:04 Report Diesen Beitrag melden

    "Quantencomputer"

    Der D-Wave ist kein richtiger Quantencomputer. Seine Geschwindigkeit für komplexe Aufgaben ist nicht schneller als gewöhliche Computer. Bis jetzt gibt es bei diesem "Quantencomputer" keinen Hinweis, dass Quanteneffekte eine Rolle spielen... Naja, Quantencomputer tönt einfach fancy und damit kann mann ja gut Werbung machen, auch wenn mann davon nichts versteht ;)

  • Windows Invasion am 21.03.2017 09:21 Report Diesen Beitrag melden

    Weit weg vom Ziel.

    Maximal ein digitaler Quantencomputer demnach.

  • Omega3 am 21.03.2017 11:08 Report Diesen Beitrag melden

    Entzückend

    Es ist doch wie damals bei Apple. Der Schweizer Konsument brauchte auch am Längsten bis er merkte, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis überhaupt nicht stimmt gegenüber anderen Produkten. Wobei ich hier Apple absolut die hochstehende Qualität nicht absprechen will. Ganz anders bei VW, TSI Motorschäden am Laufmeter (Kunde als Tester), Abgase nicht im Griff (Diesel-Gate), Flugrost (Das haben seit den 2000er alle Anderen im Griff), Motoröl-Durst, überdurchschnittlich viel Mängel (Baukastenproblematik) etc. etc. Der ganze Blender-Marketing macht die Marke zumindest bei mir auch nicht sympathischer.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Arkus Fuchs am 23.03.2017 08:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    German Engineering

    Wow, und diese Firma hat auch den Emissionsfreien Dieselmotor erfunden.

  • Omega3 am 21.03.2017 11:08 Report Diesen Beitrag melden

    Entzückend

    Es ist doch wie damals bei Apple. Der Schweizer Konsument brauchte auch am Längsten bis er merkte, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis überhaupt nicht stimmt gegenüber anderen Produkten. Wobei ich hier Apple absolut die hochstehende Qualität nicht absprechen will. Ganz anders bei VW, TSI Motorschäden am Laufmeter (Kunde als Tester), Abgase nicht im Griff (Diesel-Gate), Flugrost (Das haben seit den 2000er alle Anderen im Griff), Motoröl-Durst, überdurchschnittlich viel Mängel (Baukastenproblematik) etc. etc. Der ganze Blender-Marketing macht die Marke zumindest bei mir auch nicht sympathischer.

  • jens am 21.03.2017 11:04 Report Diesen Beitrag melden

    "Quantencomputer"

    Der D-Wave ist kein richtiger Quantencomputer. Seine Geschwindigkeit für komplexe Aufgaben ist nicht schneller als gewöhliche Computer. Bis jetzt gibt es bei diesem "Quantencomputer" keinen Hinweis, dass Quanteneffekte eine Rolle spielen... Naja, Quantencomputer tönt einfach fancy und damit kann mann ja gut Werbung machen, auch wenn mann davon nichts versteht ;)

  • Reto am 21.03.2017 10:45 Report Diesen Beitrag melden

    Achtung achtung

    Die Leistung des VW-Marketings ist absolut spitze. Wobei man auch sagen muss, dass sie sehr, seehhr viel Ressourcen zur Verfügung haben. Aber bald werden es auch die VW-, VW-Dacia-, Doppel-Doppelnull- und SchoggiS-Fahrer einsehen, dass sie sich für ein überteuertes Produkt entschieden haben. Aber zu diesem Einsehen gelangt man natürlich erst, wenn man Anderes kennt und sich nicht mit einer Hauszeitschrift wie AutoBild weiterbildet. Ehrliche Werbung wäre: Der neue Golf 7, mehr Untersteuern als bei jedem Dacia.

  • Windows Invasion am 21.03.2017 09:21 Report Diesen Beitrag melden

    Weit weg vom Ziel.

    Maximal ein digitaler Quantencomputer demnach.