BLOG
Phil GeldPhil Geld

Immer knapp bei Kasse? Finanzexperte Phil Geld weiss, wie Sie Ende Monat mehr auf der hohen Kante haben. Der Geldratgeber von 20 Minuten Online gibt Spartipps, entlarvt Abzockerangebote und weiss Rat in Versicherungsfragen.

Zurück zur Blog Übersicht

Lieber Phil Geld

19. September 2012 07:28; Akt: 19.09.2012 10:39 Print

Erster Lohn – wie hoch sind die Steuern?

Julian (19) hat soeben seine Lehre abgeschlossen. Mit seinem ersten richtigen Lohn kommen bald auch die ersten Steuern. Wie viel Geld muss er zur Seite legen?

storybild

Frühzeitiges Planen lohnt sich bei den Steuern. (Bild: Colourbox)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Lieber Phil Geld,

Ich habe vor wenigen Wochen meine Lehre als Elektriker abgeschlossen. Nun verdiene ich das erste Mal richtig Geld. Wie viel muss ich für die ersten Steuern rechnen und was kann ich abziehen?

Lieber Julian

Eine gute Entscheidung, dich frühzeitig um deine Steuern zu kümmern. Mit den richtigen Vorkehrungen kannst du der ersten Steuerrechnung gelassen entgegenblicken und sogar profitieren. So gehst du vor:

Auf den Webportalen der kantonalen Finanzdirektionen kannst du erst mal deinen mutmasslichen Steuerbetrag für die Einkommens- und Vermögenssteuer abschätzen. Am besten legst du diesen Betrag vorzeitig zur Seite. Dazu empfiehlt es sich, ein separates Konto zu eröffnen und monatlich einen festen Beitrag zu überweisen. So hast du die Summe beim Erhalt der provisorischen Steuereinschätzung bereit.

Eine frühzeitige Zahlung der Kantons- und Gemeindesteuern aufgrund der provisorischen Einschätzung des Steueramtes lohnt sich: Die einbezahlte Summe wird für die Zeitspanne zwischen der Einzahlung bis zum Ablauf der Zahlungsfrist verzinst. Dieser Skonto wird kantonal festgelegt und ist je nach Wohnregion unterschiedlich. Auch bei der Bundessteuer ist eine verzinste Vorauszahlung möglich.

Für das Ausfüllen der Steuererklärung solltest du dir auf jeden Fall genug Zeit nehmen; insbesondere für die Abzüge. Denn: Wer weiss, wie’s geht, kann sparen. Grundsätzlich gilt: Es dürfen von den steuerbaren Einkünften die Kosten abgezogen werden, die notwendig waren, um die Einkünfte zu erzielen.

Gerade junge Menschen befinden sich oft noch in Aus- und Weiterbildung. Bei Weiterbildungen gilt es allerdings aufzupassen: Nur wenn sie in direktem Zusammenhang mit dem Beruf stehen, können diese Kosten abgezogen werden. Darunter fallen auch Ausgaben für Fachbücher und Geräte. Alle Quittungen müssen aufbewahrt und der Steuererklärung beigelegt werden. Auch für die auswärtige Verpflegung kannst du Aufwände abziehen. Es kommt jedoch darauf an, ob der Arbeitgeber bereits etwas vergütet. Zahlt er beispielsweise eine Entschädigung, kannst du bei der Steuererklärung nur die Hälfte des maximalen Abzugsbetrags einfordern.

Wer studiert, kann keine Abzüge für Studiengebühren, Bücher und sonstige Ausgaben vornehmen. Hingegen können Studierende, die neben dem Studium noch einer Teilzeitarbeit nachgehen, eine Pauschale für den Nebenerwerb abziehen. Diese Pauschale ist kantonal unterschiedlich geregelt.

Die Budgetberatung Schweiz bietet ausserdem hilfreiche Vorlagen zur Ausgabenkontrolle und Budgetplanung. Wenn du dir eine Übersicht zu deinen Ausgaben erstellst, siehst du, wo du noch sparen kannst und wie viel du monatlich für die Steuern zur Seite legen kannst.

Freundlich grüsst

Phil Geld

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Atheist am 19.09.2012 11:03 Report Diesen Beitrag melden

    Mein Tipp

    Ein Kirchenaustritt spart Dir noch einige 100er an Steuern ;-)

    einklappen einklappen
  • Gunghi am 19.09.2012 08:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Faustregel

    Als Faustregel gilt, wer 1.5 mal dem Lohn zur Seite legt kann die Steuern ohne Probleme bezahlen. Ich bezahle jeden Monat einen Betrag direkt an das Steueramt so bekomme ich meistens noch etwas zurück und der Zins ist in den meisten Kantonen höher als jener der Banken.

    einklappen einklappen
  • Andy am 19.09.2012 09:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    20% als Faustregel

    Ich bezahle im Kt. Solothurn jeweils rund 20% eines Bruttolohnes, alles eingerechnet (Gemeinde, Staat, Bund, Kirche und Militärpflichtersatz). Ich lege das Geld monatlich zur Seite und habe es dann, wenn ich Steuern bezahlen muss. Ist auch schon vorgekommen, dass das Geld nicht gereicht hat, das sind dann aber nur noch ein paar Franken und somit verschmerzbar.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Kurt am 19.09.2012 14:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gratuliere

    Als elektriker wirst du ca 5000-7000 franken.mit 13. Musst du schon ca 15% rechnen

  • Heinz Müller am 19.09.2012 11:15 Report Diesen Beitrag melden

    nachfragen

    Zur Gemeinde gehen und eine Zwischenveranlagung verlangen. Da die Gemeinden teils bis 2 Jahre im Verzug sind - wenn man noch spät dran ist mit der Steuererklärung - nützt es wirklich beim ersten Lohn Geld zur Seite zu legen. 1 bis 1.5 Monatslöhne sind als Single normal

  • Atheist am 19.09.2012 11:03 Report Diesen Beitrag melden

    Mein Tipp

    Ein Kirchenaustritt spart Dir noch einige 100er an Steuern ;-)

    • Christ am 19.09.2012 15:27 Report Diesen Beitrag melden

      Aber nur für Atheisten...

      ...und Deine Beerdigung zahlen wir dann. Aber das wird Dir dann egal sein.

    • Schuler Michael am 19.09.2012 16:10 Report Diesen Beitrag melden

      Zahlen für Atheisten

      Wenn man aus der Kirche austritt, hat man keinen Anspruch mehr auf einen Gottesdienst und Beerdigung mit Pfarrer, ansonsten bleibt alles gleich mit der Bezahlung, keine Angst "christ", du bezahlst nicht für mich wenn ich einmal ablebe...

    • Auch Atheist am 19.09.2012 16:24 Report Diesen Beitrag melden

      Gefällt mir

      Bester Tip ever ;-)

    • Marco U am 19.09.2012 17:03 Report Diesen Beitrag melden

      Sinn

      Sorry wenn man Atheist ist dann glaubt man nicht an Gott, das heisst man will auch keine Beerdigung oder Gottesdienst... zumal das Geld für anderes benutzt wird als nur die Dienste die man in anspruch nehmen könnte..

    einklappen einklappen
  • Marie am 19.09.2012 10:06 Report Diesen Beitrag melden

    Das kannst Du online schätzen

    Lade doch das Tax-Programm des Steueramtes herunter. Dort kannst Du Deine Daten eingeben, und das Programm rechnet den ungefähren Betrag aus, den Du zahlen musst. Wir machen das immer so.

    • becks am 19.09.2012 10:33 Report Diesen Beitrag melden

      dein steueramt

      oder schreib einfach eine mail an das steueramt von deinem wohnort, ich hab bisher immer nur gute erfahrungen gemacht mit den mitarbeitern vom steueramt und bekam immer schnell und freundlich auskunft.

    einklappen einklappen
  • Andy am 19.09.2012 09:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    20% als Faustregel

    Ich bezahle im Kt. Solothurn jeweils rund 20% eines Bruttolohnes, alles eingerechnet (Gemeinde, Staat, Bund, Kirche und Militärpflichtersatz). Ich lege das Geld monatlich zur Seite und habe es dann, wenn ich Steuern bezahlen muss. Ist auch schon vorgekommen, dass das Geld nicht gereicht hat, das sind dann aber nur noch ein paar Franken und somit verschmerzbar.

Ihre Frage an Phil Geld
Blog Archiv

Durchsuchen Sie das Monatsarchiv von Phil Geld.

Monat
Anzeigen
Blog Suche

Nach einer Phil-Geld-Story suchen.

Volltextsuche
Suchen