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Lieber Phil Geld

11. April 2012 17:51; Akt: 11.04.2012 17:51 Print

Auf Anlagefonds oder einzelne Aktien setzen?

Kathrin (37) ist etwas ratlos: Soll sie auf Fonds ihrer Hausbank vertrauen? Oder doch selber das Glück mit ausgewählten Aktien versuchen?

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Gerade Börsenneulinge richten ihre Anlagestrategie auf eine viel zu geringe Anzahl Aktien aus.

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Lieber Phil Geld,
Der Berater auf der Bank empfahl mir, ein Teil der Gelder vom Lohnkonto auf Anlagefonds umzuschichten. So könnte ich eine anständige Rendite erreichen. Er riet mir ab, auf eigene Faust in einzelne Aktien zu investieren. Das Risiko, in eine Anlagefalle zu tappen, sei zu gross. Wie muss ich das verstehen?


Liebe Kathrin
In der Tat haben Fonds den Vorteil einer einfachen Diversifikation, sprich: Risikoverteilung. Schliesslich sind in typischen Anlagefonds 10 bis 30 Wertpapiere enthalten - Aktien, Obligationen, Geldmarktanlagen. Speziell empfehlenswert sind die so genannten «börsengehandelten Indexfonds» bzw. Exchange Traded Funds (ETF). Wer etwa eine Indexaktie auf den Swiss Market Index (SMI) kauft, der erhält einen Korb mit anteilsmässig 20 verschiedenen Aktien. Und der Swiss Leader Index (SLI) vereinigt sogar 30 Aktien.

Im Zuge des Vermögensaufbaus kann dieser Index-Kern mit Einzeltiteln ergänzt werden. Der Hintergrund: Investoren tendieren nämlich dazu, Klumpenrisiken einzugehen. So kaufen Anleger häufig nahezu ausschliesslich schwergewichtig Aktien aus dem eigenen Land oder einer vertrauten Branche, weil sie diese zu kennen glauben. Eine zu geringe Streuung erhöht aber das Gesamtrisiko.

Gerade Börsenneulinge richten ihre Anlagestrategie auf eine viel zu geringe Anzahl Aktien aus. Damit hängt eine weitere Falle zusammen: In der Regel geht eine mangelnde Diversifikation mit einem Hang zur Selbstüberschätzung einher. Denn der Anleger setzt sein Geld auf vermeintlich heisse Tipps. Ein solches Depot ist nicht nur einem enormen Risiko ausgesetzt, die Schwankungsbreite des Wertes ist ebenfalls verhältnismässig hoch. Ein unruhiger Schlaf ist also vorprogrammiert.

Ganz abgesehen von deiner Risikofähigkeit (Einkommen, Vermögen) und Risikoneigung («Nerven») musst du dir vor allem bewusst sein, wie viel Zeit du für deine Investments aufwenden willst. Wenn dir die Auseinandersetzung mit Wertpapieren Spass macht und du auch genügend Grundkenntnisse besitzt, so empfehlen wir dir, deine Anlagen selbst zu verwalten. Den Kern von Indexaktien kannst du somit mit mehreren Aktien ergänzen, die deines Erachtens Kurspotenzial besitzen.

Freundlich grüsst

Phil Geld

E-MAIL: phil.geld@20minuten.ch

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • anonym am 11.04.2012 20:57 Report Diesen Beitrag melden

    Aktien!

    Am Fond verdient nur die Bank viel! Und im Fond drin sind meist auch "nur" Aktien, also im Prinzip dasselbe. Somit lohnt es sich wenn man einzelne Aktion kauft und nicht die Bank vom jeweiligen Gewinn dann noch x% selber kassiert.

  • jean füglistaler am 11.04.2012 21:03 Report Diesen Beitrag melden

    wen wunderts

    wen wunderts bei 9 Fr. für eine Flasche Hahnenburger. So freundlich kann auch der beste Service nicht sein um das zu rechtfertigen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • jean füglistaler am 11.04.2012 21:03 Report Diesen Beitrag melden

    wen wunderts

    wen wunderts bei 9 Fr. für eine Flasche Hahnenburger. So freundlich kann auch der beste Service nicht sein um das zu rechtfertigen.

  • anonym am 11.04.2012 20:57 Report Diesen Beitrag melden

    Aktien!

    Am Fond verdient nur die Bank viel! Und im Fond drin sind meist auch "nur" Aktien, also im Prinzip dasselbe. Somit lohnt es sich wenn man einzelne Aktion kauft und nicht die Bank vom jeweiligen Gewinn dann noch x% selber kassiert.

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