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Lieber Phil Geld

24. November 2013 12:16; Akt: 24.11.2013 12:16 Print

Lohnauszahlung in bar?

Jan (33) will sich seinen Lohn bar auszahlen lassen. Darf er das vom Arbeitgeber verlangen?

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In den meisten Arbeitsverträgen oder in einem daran angehängten Reglement gibt es einen Abschnitt, der die Lohnüberweisung regelt. (Bild: Colourbox)

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Lieber Phil Geld
Ich habe mein Lohnkonto aufgelöst und meinen Arbeitgeber gebeten, mir das Salär bar auszuzahlen. Doch er weigert sich. Kann ich verlangen, dass mir der Lohn bar auf die Hand überreicht wird?

Lieber Jan

Ohne freiwilliges Mitmachen des Arbeitgebers wirst du dich kaum durchsetzen können. Angestellte haben zwar das Recht, frei über ihren ganzen Lohn zu verfügen. Wie die Lohnauszahlungen erfolgen soll, muss auch mit den Angestellten abgesprochen und von ihnen akzeptiert werden.

Allerdings existiert in den meisten Arbeitsverträgen oder in einem daran angehängten Reglement ein Abschnitt, der die Lohnüberweisung regelt. In welcher Form aber auch immer die Zahlung erfolgt: Jedes Mal muss der Arbeitgeber auch eine schriftliche Abrechnung übergeben.

Die Lohnübergabe in Form von Barzahlungen am Betriebsort ist mittlerweile unüblich. Normal ist die Überweisung auf ein Post-/Bankkonto. Konnte dein Arbeitgeber dir bisher das Salär so überweisen, würde er diese Überweisungsart als Gewohnheitsrecht geltend machen und sich dir gegenüber auch im Sinne von Artikel 323 b des Obligationenrechts durchsetzen können. Bessere Chancen hättest du, wenn dein Salär schon bisher in Cash ausbezahlt worden wäre und der Arbeitgeber einen Systemwechsel wünscht. In diesem Fall empfehlen Experten, den Wechsel nicht gegen den Willen der Mitarbeitenden durchzusetzen; und sei es auch nur aus Gründen des Arbeitsklimas.

Der Satz «nur Bares ist Wahres» gilt immer weniger. Es gibt sogar Bestrebungen, Barzahlungen ab einer gewissen Höhe ganz zu verbieten – nicht zuletzt aus Angst vor Geldwäscherei oder Falschgeld. Ein Klassiker sind diesbezüglich die Tausendernoten, die in vielen Geschäften nicht mehr akzeptiert werden. Das, obwohl das Bundesgesetz über die Währung und die Zahlungsmittel sagt, dass Schweizerische Banknoten von jeder Person unbeschränkt an Zahlung genommen werden müssen.

Freundlich grüsst
Phil Geld

E-MAIL: phil.geld@20minuten.ch


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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hans Klarsicht am 24.11.2013 13:20 Report Diesen Beitrag melden

    Wäre ja auch dumm...

    *Es gibt sogar Bestrebungen, Barzahlungen ab einer gewissen Höhe ganz zu verbieten* Würde man den Menschen NICHT einreden, sie seien augenblicklich Kriminelle, wenn sie NICHT nur mit dem digitalen Schneeballsystem sich zufrieden zu geben haben. Alles für den Hedgefonds, alles für die Derivate alles für die Derivate auf die Derivate alles für den Zinseszins auf nicht vorhandenes in den leeren Tresoren der Banken!

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  • asgart1 am 24.11.2013 13:29 Report Diesen Beitrag melden

    oh ja ...am liebsten

    hätte ich meinen Lohn auch in Bar....sollte dringend wieder eingeführt werden.....die Banken mit Ihren Seifenblassen Geld Schöpfung würde platzen, wenn Sie so viel Bargeld bereit halten müssten

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  • Martin Schaub am 24.11.2013 14:30 Report Diesen Beitrag melden

    Das waren noch Zeiten.

    In der Lehre hat mir der Chef Ende Monat auch noch die Lohntüte in die Hand gedrückt. :-)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • promo am 24.11.2013 22:43 Report Diesen Beitrag melden

    Bargeld gibts heute immer noch in...

    und zwar im Militär. Dort bekommen wir unseren Sold immer noch Bar auf die Hand in so gelb-orangen Tüttchen, die wir dann auch gleich wieder zurückgeben müssen , weil es das Militär viel kostet solche herzustellen.

  • Ronny am 24.11.2013 18:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Barzahlung keine Überwachung

    Was soll der Hype um Überwachung?Jeder der Mit Supercard etc hantiert wird quasi Überwacht! Auch wer bei Internet Plattformen etwas bestellt und dan auf der Post einzahlt!In der heutigen Zeit gehts nicht mehr anders.Die 70ger sind vorbei

  • fred am 24.11.2013 18:31 Report Diesen Beitrag melden

    der bankier lässt grüssen

    dann muss ich aber jedesmal angst haben, wenn ich ende monat nach hause gehe...wie nehme ich bloss 2 Mio bar mit?

  • Fabian am 24.11.2013 17:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Falsch...

    ein händler kann sagen er nimmt die 1000er nicht an. d.h du musst zum nächsten händler gehen. es kommt eher der fall vor. dass es heisst ec post kreditkarte erst ab 10.- nach vertragsrecht mit dem provider verboten.

  • Freie Schweiz am 24.11.2013 16:38 Report Diesen Beitrag melden

    Überwachung....

    Alle diejenigen, die so unbedacht etwas von E-Banking, Postkonto und sonstigen modernen Methoden erzählen, haben schon mal überlegt, dass ihr überwacht werdet. Es soll jeder frei entscheiden können, ob er das will oder nicht. Somit ist jede Einschränkung des Bürgers zu be- kämpfen.

    • Frank am 24.11.2013 18:24 Report Diesen Beitrag melden

      frei entscheiden

      Bestimmt kann er seinen Lohn bar bekommen, wenn er dafür 200 Franken weniger nimmt (das dürfte ungefähr der Aufwand sein, wenn wegen einer einzelnen Person Bargeld für die Lohnauszahlung organisiert werden muss). Und niemand hat hier etwas von modernen Methoden wie Ebanking gesprochen. Es steht jedem Frei ein Konto zu haben ohne jede Karte, dass er nur am Schalter Geld abheben kann. Übrigens: Steuern muss er auch zahlen, wenn er den Lohn bar bekommt, auf dem Lohnausweis steht ja die Summe und somit auch - so oder so - wieder die überwachbarkeit gegeben.

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