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Lieber Phil Geld

19. November 2013 13:49; Akt: 19.11.2013 13:49 Print

Zweitjob während der Ferien?

Sonja möchte über Weihnachten ihren Lehrlingslohn aufbessern und während der Festtage einen Nebenjob annehmen. Ist das erlaubt?

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Ferien sind dazu da, sich auszuruhen, um wieder die volle Arbeitsleistung zu erlangen. Während der Ferien sind darum bezahlte Arbeiten verboten, welche die berechtigten Interessen des Arbeitgebers verletzen. (Bild: Colourbox)

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Lieber Phil Geld
Ich bin im 3. Lehrjahr. Da ich sehr wenig verdiene und wir über Weihnachten, Neujahr unser Geschäft geschlossen haben, möchte ich einen Ferienjob annehmen. Ist das überhaupt erlaubt? Falls ja, muss ich meine Lehrmeisterin darüber informieren?

Liebe Sonja

Ferien sind dazu da, sich auszuruhen, um wieder die volle Arbeitsleistung zu erlangen. Während der Ferien sind darum bezahlte Arbeiten verboten, welche die berechtigten Interessen des Arbeitgebers verletzen (Obligationenrecht Art. 329d). Nicht im Interesse des Arbeitgebers ist in der Regel eine bezahlte Arbeit während der Ferien, weil das die Erholung gefährdet. Wenn du es dennoch tust, kann dir deine Lehrmeisterin den Ferienlohn verweigern oder ein bereits ausbezahltes Salär zurückverlangen.

Das heisst aber nicht, dass jeder Nebenjob verboten wäre. Grundsätzlich können die Angestellten ausserhalb der Arbeitszeit tun und lassen, was sie wollen. Sie dürfen also auch einer bezahlten Arbeit nachgehen. Ein Zweitjob ist allerdings nur zulässig, wenn dieser das Geschäft des Hauptarbeitgebers nicht konkurrenziert und die Leistungsfähigkeit des Mitarbeiters beeinträchtigt.

Eine weitere gesetzliche Einschränkung bei Nebenjobs ist die wöchentliche Höchstarbeitszeit, die nicht überschritten werden darf. Die maximale Arbeitszeit liegt bei industriellen Betrieben, beim Büropersonal sowie bei Grossbetrieben des Detailhandels bei 45 Stunden. In den übrigen Bereichen sind es 50 Stunden pro Woche. Dabei ist eine tägliche Ruhezeit von elf Stunden vorgeschrieben, einmal pro Woche kann sie auf acht Stunden reduziert werden. Für Jugendliche von 15 bis 18 Jahren gilt die strengere Regelung des Jugendarbeitsschutzes von maximal 9 Stunden pro Tag.

Eine gesetzliche Pflicht, den Chef über die Nebentätigkeiten zu informieren, gibt es übrigens nicht. Wer einen Nebenjob annimmt, sollte dennoch seinen Arbeitgeber darüber informieren. Das hilft Konflikte zu vermeiden, denn früher oder später findet es der Arbeitgeber sowieso heraus.


Freundlich grüsst

Phil Geld
E-MAIL: phil.geld@20minuten.ch

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • A. D. aus O. am 19.11.2013 15:58 Report Diesen Beitrag melden

    Positiv!

    Ich war während 4 Jahren meiner Ausbildung in mehreren Nebenjob's verwickelt. Ich sehe es sogar als etwas sehr positives. Als ich im 2./3. Lehrjahr Motivationsschwirigkeiten hatte, verhalf mir ein Job im Service zur Einsicht, dass ich im Detailhandel doch das bessere Los habe. Es half mir sogar, bessere Leistungen und mehr Freude in meinem Beruf einzubringen. Was der Chef nicht weiss, macht ihn nicht heiss! Viel Glück!

  • viktoria Z am 19.11.2013 18:22 Report Diesen Beitrag melden

    skihasi

    ich arbeite als Skilehrerin. das stört niemanden, da ich ohnehin skifahren würde.erholung pur.

  • marc am 19.11.2013 15:42 Report Diesen Beitrag melden

    was der chef nicht weiss, macht ihn nich

    blödsinn, ich habe seit 6jahren ein nebenjob. mein vorgesetzer hat keinen schimmer und nie einen verdacht gehegt und das obwohl sogar in unserem firmenreglement geschrieben steht, dass ohne einwilligung der firma kein nebenerwerb geduldet wird.. was dein arbeitgeber nicht weiss, macht ihn nicht heiss...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • viktoria Z am 19.11.2013 18:22 Report Diesen Beitrag melden

    skihasi

    ich arbeite als Skilehrerin. das stört niemanden, da ich ohnehin skifahren würde.erholung pur.

  • A. D. aus O. am 19.11.2013 15:58 Report Diesen Beitrag melden

    Positiv!

    Ich war während 4 Jahren meiner Ausbildung in mehreren Nebenjob's verwickelt. Ich sehe es sogar als etwas sehr positives. Als ich im 2./3. Lehrjahr Motivationsschwirigkeiten hatte, verhalf mir ein Job im Service zur Einsicht, dass ich im Detailhandel doch das bessere Los habe. Es half mir sogar, bessere Leistungen und mehr Freude in meinem Beruf einzubringen. Was der Chef nicht weiss, macht ihn nicht heiss! Viel Glück!

  • marc am 19.11.2013 15:42 Report Diesen Beitrag melden

    was der chef nicht weiss, macht ihn nich

    blödsinn, ich habe seit 6jahren ein nebenjob. mein vorgesetzer hat keinen schimmer und nie einen verdacht gehegt und das obwohl sogar in unserem firmenreglement geschrieben steht, dass ohne einwilligung der firma kein nebenerwerb geduldet wird.. was dein arbeitgeber nicht weiss, macht ihn nicht heiss...

    • Anonym am 19.11.2013 16:51 Report Diesen Beitrag melden

      Aufpassen

      Da kannst du beten das nie ein Arbeitsunfall beim Nebenjob passiert. Sonst bist du doppelt am Ar....

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  • Tom Christen am 19.11.2013 14:29 Report Diesen Beitrag melden

    Machs einfach!

    Wo liegt das Problem. Ich habe das auch gemacht. Ein Arbeitgeber hat es mir verboten, von wegen Erholung und so. Ich habs dann trotzdm gamcht und habe mich blendet erholt, einfach mit mehr Kohle im Sack;-). Nach der Lehre vor drei Jahren wollte ich ebenfalls 2 Wochen wärend den Ferien areiten, diesmal hat mein Arbeitgeber nicht viel gesagt. Ich nehme sowieso meistens nur ein Woche Ferien. Am Wochenende arebite ich ebenfalls noch, weil mein Ziel, mit 30 ein Einf. Haus zu haben, klar ist. Von nichts kommt nichts. Und ich will nicht nur ein 5 1/2 Zi.-Reihenhaus;-) in der Aglo.

    • paddy am 19.11.2013 15:46 Report Diesen Beitrag melden

      es gibt einen guten Grund, weshalb

      dir der Arbeitgeber dies verboten hat. Wenn du dich nicht genügend ausruhst und nicht erholst, ist die Qualität deiner Arbeit schlechter, ergo ist es für deinen Arbeitgeber teurer, dich weiter anzustellen. Du kannst mir kaum angeben, dass du dich während einem Zweitjob gleich gut erholt hast wie in den Ferien - es sei denn, du seist Matratzentester!

    • Maria am 19.11.2013 16:00 Report Diesen Beitrag melden

      Fragen kostet nichts

      Ich gehe ebenfalls nebenher arbeiten, jeweils am Wochenende. Mein Chef hat mir dafür das OK gegeben. Wo liegt der Unterschied ob man in den Ausgang geht oder ob man arbeiten geht? Beides ist ja nicht pure Erholung. Ach ja, das eine kostet Geld, das andere bringt mehr Geld rein. Einfach ehrlich zum Chef sein, mehr als Nein sagen kann er nicht und sagt er ja dann ist man auf der sicheren Seite

    • Tom Christen am 19.11.2013 16:35 Report Diesen Beitrag melden

      Mein Traum, nicht euer!

      @paddy; Ich erhole mich jedenfalls besser als im Ausgang. Dort gibt man viel Geld aus, beim Arbeiten verdiene ich Geld. Matrazentester klingt gut. Ich arbeitete an einer Bar. Meine Arbeit mache ich ganz ordentlich, sagt zumindet mein Chef,-). Ausruhen kann ich mich wenn ich tot bin. 1 Woche Ferien reichen um mich auszuruhen. Durch diese 3 Wochen Mehrarbeit und die wochenend Arbeit, komme ich auf einen schönen Batzen und somit meinem Traum immer näher. Was interessiert mich, ob mein Arbeitgeber mir verbietet nebenbei zu arbeiten solange ich am Mo. eine gute Arbeit abliefere

    • A. Geber am 19.11.2013 18:11 Report Diesen Beitrag melden

      solche Mitarbeiter wünscht sich ein Chef

      So stell ich mir einen loyalen Mitarbeiter vor... Bei mir würdest Du im hohen Bogen rausfliegen.

    • M.E. am 20.11.2013 08:23 Report Diesen Beitrag melden

      Der Körper braucht Erholung

      @ Tom: Toll, mit 35 kannst du dann dein Burn Out im gemütlichen Eigenheim auskurieren. Wenn es der Chef nicht ist, der dir irgendwann ein Strich durch die Rechnung macht, dann dein Körper.

    • Luna am 20.11.2013 09:03 Report Diesen Beitrag melden

      @ M.E.

      Nur nicht übertreiben... Ich kenne viele, die dieses Tempo auch über 50 noch durchhalten und deswegen nicht gleich krank oder unglücklich werden. Nicht jedem schadet es, wenn er viel arbeitet. Ein richtiges Burnout (nicht diese Ich-bin-jetzt-mal-erschöpft-Mode) lässt sich ohnehin nicht mit der Arbeitsmenge alleine erklären, dafür gibt es tieferliegende Gründe.

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