Spektakulärer Brand

29. April 2016 05:54; Akt: 29.04.2016 05:54 Print

Strompanne in Neubau – Verteiler abgefackelt

Auf der Baustelle des Biozentrums der Universität Basel ging ein elektrischer Verteiler in Flammen auf. Der spektakuläre Stromunfall endete glimpflich.

Am 8. April sprühten im Biozentrum-Neubau die Funken – und mehr.
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Am 8. April knallte es heftig im Biozentrum-Neubau. Dabei schlugen mehrmals Funken und Flammen aus einem Verteilerkasten. Ein Video dokumentiert den Vorfall, bei dem laut Marc Keller, Kommunikationsleiter des Bau- und Verkehrsdepartements, ein Sachschaden von rund 20'000 Franken entstand. «Die Brandursache war ein überhitzter Stromverteiler», sagt er.

Kriminalkommissär Peter Gill bestätigt den Feuerwehreinsatz am besagten Tag. Das Feuer sei schnell unter Kontrolle gebracht und gelöscht worden. Verletzt wurde niemand.

Etwas faul an der Sache

Die genauen Umstände, die zu den wiederholten Kurzschlüssen führten, sind noch unklar. «Da war etwas nicht in Ordnung», sagt Werner Berchtold, Starkstrominspektor bei electrosuisse, zum Video. Denn nach gesetzlicher Regelung hätte eine Sicherung oder ein Leistungsschalter den Stromfluss innert fünf Sekunden unterbinden müssen. Als mögliche Gründe für den Kurzschluss selbst sieht er eine Überlastung, ein loses Teil oder Wasser im Verteiler.

Dieser sei durch die steigenden Temperaturen immer stärker beschädigt worden, sagt Berchtold. Zuerst würden in einem solchen Fall die Isolierungen schmelzen, am Schluss das Aluminium. Teilweise würden die Materialien selbst zu brennen beginnen. Der Wechselstrom habe dann dafür gesorgt, dass es immer wieder geknallt hat. Berchtold: «Wäre da einer in der Nähe gestanden, hätte er schwere Verbrennungen erlitten.»

Verantwortung beim Installateur

«Der Installateur ist dafür verantwortlich, dass die technischen Schutzbedingungen eingehalten werden», so Berchtold weiter. Es müsse bei Inbetriebnahme jeweils ein Sicherheitsausweis und ein Messprotokoll abgegeben werden. Diese müssten nun von den zuständigen Behörden untersucht werden, um festzustellen, was schief gelaufen sei.

Die zuständige Firma Falconi SA wollte den Vorfall gegenüber 20 Minuten nicht kommentieren.

(las)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Pizol am 29.04.2016 17:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Stromer und Bebbi

    Hat diese Tessinerfirma, mit Mutterhaus in Spanien, im Stadttheater ihre Kompetenz bewiesen?! Alles auf Kosten des Basler Steuerzahlers! )Wann werden wieder Lokale KMU's berücksichtigt??

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  • Feuerwerk am 29.04.2016 18:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Na Bravo!!!

    Das Baudepartement in Basel lernt halt nichts aus schon begangenen Fehlern (Stadttheater)! Der Auftrag bekommt immer der mit der günstigsten Offerte. Leider sehr oft auswärtige Firmen. Dann wird gepfuscht und mit dem entstandenen Schaden wird es nicht nur teurer, sondern der Zeitplan drängt und kann nur mit Zusatzschichten eingehalten werden. Geiz ist eben nicht immer geil!

  • rene am 29.04.2016 07:48 Report Diesen Beitrag melden

    Stromer

    Was für ein Protokoll? Es ist eine Baustelle. D.h. pProtokoll wird erst bei Fertigstellung erbracht.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Feuerwerk am 29.04.2016 18:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Na Bravo!!!

    Das Baudepartement in Basel lernt halt nichts aus schon begangenen Fehlern (Stadttheater)! Der Auftrag bekommt immer der mit der günstigsten Offerte. Leider sehr oft auswärtige Firmen. Dann wird gepfuscht und mit dem entstandenen Schaden wird es nicht nur teurer, sondern der Zeitplan drängt und kann nur mit Zusatzschichten eingehalten werden. Geiz ist eben nicht immer geil!

  • Pizol am 29.04.2016 17:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Stromer und Bebbi

    Hat diese Tessinerfirma, mit Mutterhaus in Spanien, im Stadttheater ihre Kompetenz bewiesen?! Alles auf Kosten des Basler Steuerzahlers! )Wann werden wieder Lokale KMU's berücksichtigt??

    • El Capitano am 30.04.2016 17:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Pizol

      Sie haben überhaupt keine Ahnung. Spanischefirma und die Tessinerfirma haben miteinander gar nichts mehr zu tun. Es waren zwei Firmen die für das Theater eine ARGE gebildet haben es sind aber zwei verschiedene Firmen! Die Tessinerfirma hat sogar eine Niederlassung in Basel. Zuerst informieren, dann seinen Senf dazu geben!

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  • rene am 29.04.2016 07:48 Report Diesen Beitrag melden

    Stromer

    Was für ein Protokoll? Es ist eine Baustelle. D.h. pProtokoll wird erst bei Fertigstellung erbracht.

    • Sibe am 29.04.2016 16:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @rene

      Jede Anlage die Eingeschaltet wird muss gemessen sein. Bei Bauprovs. auch einen Sina.Gruss El.kontolleur. Herr Hobby Stromer

    • Stromer LAP'15 am 29.04.2016 17:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @rene

      LAP auch schon par jahre her? Nach Niederspannugs-Installation-Norm (6.1.1) und Niederpannungs-Installation-Verordnung (Art. 24), muess bei jeglicher Inbetrieb nahme, egal ob definitif Oder Bauprovisorium eine Erstprüfung gemacht werden: -Sichtprüfung -Erproben -Messen und ein Messprotokoll erichtet werden.

    • Mike am 29.04.2016 18:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @rene

      Praktisch ja, theoretisch bevor das erste mal eingeschalten wird.

    • Remo Giger am 30.04.2016 04:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Sibe

      Geprüft: Richtig! für den SiNa hat man dann bei Bauprovisorien 6 Monate Zeit.

    • stacy am 30.04.2016 13:12 Report Diesen Beitrag melden

      Wer misst misst mist

      Die ganzen Sinas/Nivs werden überschätzt. Dient hauptsächlich zur abzocke. Ring verdientes Geld. Wen etwas passiert ist sowieso der Installateur schuld.

    • Sibe am 30.04.2016 17:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Remo Giger

      Falsch die Schlusskontrolle muss so bald wie möglich erfolgen die 6 monate beziehen sich auf auf die Zeitspanne bist zur abnahme! Wenn dann richtig informieren und nicht noch mehr falschmeldungen rausgeben

    • stromer am 30.04.2016 22:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @rene

      Lieber Rene Bei erstellung einem Bauprovisorium muss bei der Inbetriebnahme ein Sicherheitsnachweis erstellt werden.

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  • Tom am 29.04.2016 06:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Niemand unternimmt etwas

    Anstatt etwas zu unternehmen, stehen sie also mit ihren Smartphones davor und filmen... Bei sowas kommt mir die Galle hoch, diese Sensationsgeilheit mancher Leute. 20 Min. ist hier nicht unschuldig, pushen sie solche Sachen ja sogar und fordern die Leute dazu suf. Bitte liebe Menschheit: Lasst uns zuerst helfen und agieren, erst danach unsere Gelüste befriedigen...

    • Ersand am 29.04.2016 10:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Tom

      und was genau sollte man deiner meineung nach machen hin gehen und wasser reinschütten? In so einem Fall heisst es Zuleitung abschalten und nicht in die nähe gehen blöde aussage...

    • StromBS am 29.04.2016 17:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Tom

      Das einzig machbare bei der situation Ist strom abstellen.. Aber der Hauptschalter Ist meistens leider mehr als 5min entfernt.

    • Peter(TOO) am 29.04.2016 19:45 Report Diesen Beitrag melden

      @Tom

      Wie schon geschrieben, was willst du machen? machbar ist nur das Abstellen des Stroms. Dazu muss man aber erst mal wissen, woher diese Verteilung den Strom her hat. Also muss man zuerst einmal den Elektriker suchen. Vielleicht findest du den dann im obersten Stockwerk und der muss dann erst mal in den Keller. Rennen auf dem Bau kann sehr gefährlich sein und die Suva ist da eher dagegen. Zudem hat nicht jeder Elektriker Hürdenlauf oder Parcours als Hobby. Sich dem Verteiler nähern oder sogar Wasser drauf zu werfen ist lebensgefährlich! Wer gerade etwas unternimmt, ist sicher nicht auf dem Film.

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