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Massen-Kollision

11. Dezember 2012 15:49; Akt: 12.12.2012 08:17 Print

Mann stirbt auf der A1 – Hunderte frieren im Stau

Auf der A1 zwischen Kirchberg BE und Kriegstetten SO ist es am Dienstagnachmittag zu einem Unfall gekommen. Eine Person starb, mindestens zwei sind schwer verletzt.

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Gemäss der Kantonspolizei Bern kam es auf der A1 bei Utzenstorf (Fahrtrichtung Zürich) kurz nach 14 Uhr zu einer schweren Massen-Karambolage. Involviert sind acht Fahrzeuge, davon drei Lastwagen. Eine Person ist beim Unfall ums Leben gekommen. Vier weitere wurden verletzt.

Einer der Verunfallten wurde mit der Rega ins Spital nach Bern geflogen, ein weiterer nach Aarau. Es handelt sich dabei um zwei Männer. Beide sind nach ersten Angaben der Rega-Sprecherin Ariane Güngerich schwer verletzt.

A1 um 20 Uhr wieder geöffnet

«Es sah schrecklich aus», erzählt Julie B. «Bei einigen Fahrzeugen erkannte man nicht mehr, dass das mal Autos waren, so zerquetscht waren sie.» Gemäss der Augenzeugin hätten die Autos teilweise aufgeschnitten werden müssen, um die Verunfallten zu befreien.

Yan P. bezeichnete die Situation vor Ort als sehr ruhig. «Die Autos am hinteren Ende des Staus werden angewiesen, zurückzufahren und in Kriegstetten die Ausfahrt zu nehmen.» Doch die meisten stecken noch immer im Stau. «Seit kurz nach 14.15 stehen wir still», erzählt ein Leser-Reporter.

Er steht mit seinem Fahrzeug etwa einen Kilometer nach Kirchberg. «Die Stimmung unter den Wartenden ist trotz allem gut. Viele sind am Telefon und sagen ihre Termine ab. Einige sind draussen und unterhalten sich.» Langsam sei aber Besserung in Sicht. «Ganz hinten sehe ich, wie die Autobahn geräumt wird.»

Seit fünf Stunden im Stau

Leserreporter Achilles Widmer aus Langenthal ist langsam mit der Geduld am Ende. «Seit fünf Stunden stehe ich jetzt in der Kälte. Wir werden überhaupt nicht informiert, wie und wann es weitergehen soll», sagt er gegenüber 20 Minuten Online. Besonders störend findet er, dass man sich nicht besser um die Automobilisten, die im Stau stecken, kümmert. «Ich hatte schon mal eine ähnliche Situation im Kanton Graubünden, aber da wurde sofort der Zivilschutz aufgeboten, der den Betroffenen heisse Suppen verteilte.»

Laut Alice Born, Mediensprecherin der Kantonspolizei Bern, hat die Polizei versucht, die zwischen der Ausfahrt Kirchberg und der Unfallstelle stehenden Autos zurückzuführen und umzuleiten. Doch hatte für die Rettungskräfte die Unfallstelle immer erste Priorität.

Gemäss dem Touring Club Schweiz ist die A1 seit rund 20 Uhr wieder geöffnet. Die Unfallstelle ist geräumt. Dennoch hielten die Verkehrsbehinderungen in Abend hinein an.

(bat/dwi/bee)