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Zug-Crash Neuhausen

10. Januar 2013 08:13; Akt: 10.01.2013 18:58 Print

Die Strecke bleibt noch länger blockiert

17 Verletzte hat der Crash bei Neuhausen SH gefordert, bei dem zwei Züge ineinander prallten. Die Aufräumarbeiten dauern noch mehrere Stunden an.

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Am Donnerstagmorgen, 10. Januar 2013, kam es in der Nähe des Bahnhofs Neuhausen SH um 7.50 Uhr einer . Der Grund für den Zusammenstoss ist noch . Es kann Tage dauern, bis die Ursache geklärt ist. Die war zum Glück nicht hoch: Der Thurbo-Zug verliess gerade den Bahnhof Neuhausen, der SBB-Doppelstöcker bremste, um dort zu halten. Der (l.) war eine S11. Die , obwohl der Thurbo (r.) laut unserer Reporterin vor Ort beschädigter aussieht. Es hat gedauert, bis alle Passagiere die Wagen verlassen konnten. Vor allem die Bergung der Reisenden aus dem SBB-Doppelstockzug hat viel Zeit in Anspruch genommen. Danach hat die Polizei den Unfallort . Mit solchen wurden die Verletzungen der Passagiere aufgenommen. Die Rettungskräfte haben jeden einzelnen Passagier befragt. Insgesamt waren vor Ort. Das «Büro» der . Wie die Kapo Schaffhausen bestätigt, hat es konnten waren für eine Untersuchung im Spital, wurden aber gleich wieder entlassen. Neun Personen mussten eingeliefert werden. Glücklicherweise wurden sie nicht schwer verletzt, sagte Anja Schudel von der Schaffhauser Polizei später an der Pressekonferenz. Die ... ... stehen mit einem Grossaufgebot bereit. Die SBB hat einen Rettungszug aufgeboten und es sind vier Ambulanzen vor Ort. Zum Zeitpunkt des Alarms war noch nicht bekannt, wie schwer der Zusammenstoss war. Die S-Bahn und der Thurbo krachten ineinander. Die mussten evakuiert werden. Die zwischen Dachsen und Schaffhausen. Die SBB setzte für die gesperrten Strecken ein. am Bahnhof Neuhausen SH.

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Nach der heftigen seitlichen Streifkollision zwischen zwei Zügen bei Neuhausen SH sind die Aufräumarbeiten in vollem Gang. Laut Anja Schudel von der Kapo Schaffhausen müssen als Erstes die beiden Züge entflochten werden. Danach wird versucht, die entgleiste Lok mittels Spezialkränen wieder auf die Schiene zu hieven. Dies ist die Aufgabe des Teams Intervention, welches mit einem Rettungszug, einer Art Feuerwehrauto auf Schienen, vor Ort ist. Sind die Fahrzeuge noch fahrtüchtig, werden sie anschliessend mit dem Rettungszug abgeschleppt. Geht das nicht, müssen sie neben die Schienen gestellt und mit einem Strassentransport weggebracht werden.

Später wird gemäss Christian Ginsig, Sprecher der SBB, die Bahninfrastruktur überprüft. Dazu gehören die Schienen, die Weichen und Fahrleitungen. «Wie lange die Aufräumarbeiten noch andauern, können wir zurzeit noch nicht genau abschätzen, der Bahnhof Neuhausen bleibt sicher noch den ganzen Tag für den Zugverkehr unterbrochen.»

Der Unfall forderte 17 Verletzte

Beim Bahnhof Neuhausen kam es am Donnerstagmorgen um 7.30 Uhr zu einer seitlichen Streifkollision zwischen einem Zug aus Winterthur und einem Zug aus Schaffhausen. Bei den Zügen handelt es sich um einen Thurbo der S33 und einen Zug der S11. Um 10.30 Uhr informierte die Polizei über das Zugunglück. Demnach wurden 17 Personen verletzt, 9 mussten ins Spital. Polizeisprecherin Anja Schudel sagte: «Man kann von Glück reden, dass niemand schwer verletzt worden ist.»

Dies ist wohl darauf zurückzuführen, dass beide Züge langsam unterwegs waren. Nach zwei Stunden konnten alle Passagiere die Waggons verlassen. Die Unfallursache ist noch unklar. Insgesamt standen 220 Rettungskräfte im Einsatz. Die Höhe des Sachschadens ist noch nicht bekannt.

Das Aufgebot an Rettungskräften war riesig. Ein Leser berichtete, dass auch aus Deutschland Ambulanzfahrzeuge vorgefahren seien. Beim SBB-Doppelstockzug entgleiste die Lokomotive, die Reisenden konnten deshalb den Zug vorerst nicht verlassen.

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Bilder der Räumungsarbeiten (Video: Keystone)

Streckenunterbrüche

Die S16 fällt zwischen Winterthur und Schaffhausen, die S33 zwischen Dachsen und Schaffhausen bis auf Weiteres aus. Die SBB hat Ersatzbusse für die Strecke Dachsen-Schaffhausen organisiert.

Auch zwischen dem deutschen Jestetten und Schaffhausen ist die Bahnstrecke derzeit unterbrochen. Davon betroffen sind unter anderem die Verbindungen zwischen Zürich und Schaffhausen. Zwischen Jestetten und Schaffhausen verkehren Ersatzbusse.
Die SBB hat unter der Nummer 0800 722 233 eine Hotline für Reisende und Angehörige eingerichtet.

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(rme/ann/rey/feb/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Robin Schlauri am 10.01.2013 09:02 Report Diesen Beitrag melden

    Beachtet die Opfer

    Es kann ja sein, dass die SBB versagt hat. Aber in diesem Zug befinden sich zwei Kameraden aus meiner Klasse, ich hoffe ihnen ist nichts passiert und wünsche allen Verletzten gute Besserung! RS

  • Hans Hauser am 10.01.2013 10:49 Report Diesen Beitrag melden

    Schlimm

    Solche Zugunfälle sind unhinnehmbar und zeigen wie gefährlich Zugreisen trotz neuer Technologien ist! Ich will nicht meine Gesundheit gefährden, nur weil andere mir mein Auto nicht gönnen. Ich fordere deshalb sofortiger Stopp aller Züge, bis die Unfallursache geklärt ist. Am besten stellen wir den Zugverkehr sowieso ganz ein, wer weiss, wie gefährlich Züge wirklich sind...! Züge? Nein danke!

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  • manuela nusssbaum am 10.01.2013 09:47 Report Diesen Beitrag melden

    2013

    Unfäll passieren überall es kann alles passieren die welt sollte ja auch untergehn.das leben ist so

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Urs meier am 11.01.2013 19:09 Report Diesen Beitrag melden

    Niemand versteht

    Das Problem ist, bei den Lokführern wird über alle Masse gespart, was zwangsläufig zu Sicherheitsmängeln führt. Um dies auszugleichen, werden Milliarden in exterm teure Notsystem gepumpt. Bis vor wenigen Jahren fuhr die Bahn sicher und das ohne extrem teure Notsysteme. Jetzt steigen die Kosten für die Passagiere.

    • Peter M. am 12.01.2013 10:32 Report Diesen Beitrag melden

      Sicherheit ausbauen

      Dazu gehört aber auch, dass viel mehr Züge unterwegs sind - überall werden die Fahrpläne verdichtet, was für die Lokführer zusätzliche Belastung bedeutet. Und in den S-Bahnen ist er allein, da die Zugbegleiter hier abgeschafft wurden und an den Stationen gibts auch kein Personal mehr. Bei diesen erhöhten Ansprüchen ist der Ausbau der Sicherheitselemente aber auch zwingend und va. dringend.

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  • F.S. am 10.01.2013 22:35 Report Diesen Beitrag melden

    Die Welt ist ja so gefährlich...

    Wenn ich so Beiträge lese wird es mir ja schon richtig schlecht. Ich glaube ich bleibe von nun an im Bett liegen da kann mir ja nichts passieren, äh warte mal da könnte mir ja die Decke auf den Kopf fallen. Leben ist nun mal lebensgefährlich. Und wo Menschen sind gibt es Fehler, mal leichte mal schwere. Für alle betroffenen und Verletzten alles Gute und schnelle Genesung.

  • Jürg am 10.01.2013 19:48 Report Diesen Beitrag melden

    Schlecht organisierte SBB

    Ein Skandal, dass die Rettungskräfte 90 Minuten auf die Bestätigung der SBB warten mussten, dass die Fahrleitung ausgeschaltet und geerdet ist!

    • Urs Benz am 11.01.2013 16:59 Report Diesen Beitrag melden

      Richtig

      Bis vor kurzem konnten die Lokführer Fahrleitungen erden. Heute wird gespart....

    • Julius am 11.01.2013 18:44 Report Diesen Beitrag melden

      90 Min warten bis Fahrleitung geerdet

      Kann dir nur beipflichten, Sowas hätte es früher nie gegeben. Die Fahrleitungsanlagen werden entfernt und Schaltposten abgebaut. Somit lassen sich Fahrleitugen nicht mehr Sektoriell ausschalten. Die Erdungsstangen fehlen und das Personal ist nicht mehr zum Erden ausgebildet!! Wahrscheinlich musste jemand mit einer Erdungsstange per Auto aus Zürich anreisen.

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  • Andrea S. am 10.01.2013 19:21 Report Diesen Beitrag melden

    Sackgasse! Umkehren bitte!

    Daran dürfen wir uns nun gewöhnen. Ist kein Wunder, bei dieser eiligen Frequenz auf unseren Gleisen! Vielleicht sollten wir umdenken, zuhause bleiben und uns mal besinnen, wie es eigentlich weitergehen soll. Noch mehr Menschen machen ist sicherlich nicht die Lösung!

  • Markus P. am 10.01.2013 18:40 Report Diesen Beitrag melden

    Mehr Gleiswechsel seit Fahrplanwechsel

    Mal daran gedacht: seit dem Fahrplanwechsel fährt die S33 (Winterthur - SH) in SH immer auf Gleis 3 ein und wieder zurück. Die Züge auf der Strecke Zürich - SH immer auf Gleis 1. D.h. zwischen Neuhausen und Schaffhausen müssen alle Züge zwingend einen Gleiswechsel machen um in Schaffhausen richtig einfahren/ausfahren zu können. Vor dem Fahrplanwechsel ist die S33 immer auf Gleis 1 eingefahren (mit wenigen Ausnahmefällen) und wieder zurückgefahren, d.h. ein Gleiswechsel für die S33 war nicht notwendig. Züge aus Zürich sollten in SH auf Gleis 2 einfahren und Züge aus Winterthur auf Gleis 1!

    • Julius am 11.01.2013 18:45 Report Diesen Beitrag melden

      Gleiswechsel birgt Gefahrenpunkt

      Rechthast du das birgt eben einen poteniellen Gefahrenpunkt der auf den Fahrplanwechsel 2013 eingeführt wurde.

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