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Basel
07. Januar 2010 12:04; Akt: 07.01.2010 12:42 Print
SBB auf neuen Wegen
Einem Leser-Reporter fiel kürzlich eine neue Regionalzug-Linie auf dem Perron in Basel auf. Ein lustiger Verschreiber, über den sich wohl einige Zugreisende gewundert haben.

Die SBB geht neue Wege - von Strasbourg nach Luzern.
«Wie ist diese Route zu schaffen?», fragte sich Leser-Reporter Andy am Dienstagabend, als er die Anzeigetafel am Bahnhof in Basel genauer studierte. Die Tafel kündigte einen Interregio nach Luzern via Strassburg an.
Erklärung für den Technik-Freak
Auch wenn es so aussieht: Dieser Interregio macht «keinen Schlenker nach Strassburg», wie SBB-Pressesprecher Roman Marti gegenüber 20 Minuten Online sagte. Die Lösung für Technik-Enthusiasten und Hobby-Mechaniker: «Im Anzeigegerät hat es Rollen mit Lettern. In der sogenannten 'Via 4 - Rolle' sind etwa 60 Paletten eingesteckt. Wenn ein Haltepunkt angesteuert wird, drehen sich die Bänder. Die Paletten fallen 'über die Kante', bis der richtige Ortsname angezeigt wird», erklärt Marti ausführlich. Temperaturunterschiede oder Staubablagerungen würden den Fall der feinen, etwa 0,5 Millimeter dünnen Blätter hemmen. So weit, so gut. Doch warum zeigt die Anzeige ausgerechnet Strassburg an? Die SBB wissen die Antwort: «Für den IR in Basel SBB müsste Sursee angezeigt sein. In der vorherigen Position ist Strassburg. Demzufolge ist das eine Blatt nicht richtig gefallen.»
Es handelt sich laut SBB um Einzelfälle, die sich normalerweise nach einer gewissen Zeit von selber beheben würden. Sollten Sie dennoch wiederholt irritiert sein, wenn die Anzeige am Bahnhof plötzlich Zick-Zack-Routen in der Bahnstrecke Ihres Vertrauens ankündigt, dann wenden Sie sich am besten an das SBB-Personal. Der technische Dienst repariert die Palettenrolle oder wechselt sie aus.
Erklärung für das Bähnlerherz
Der SBB-Sprecher liess es sich trotzdem nicht nehmen, in der detailreichen Stellungnahme zur Technik doch noch ein dezentes, wenn auch augenzwinkerndes Eigenlob zu platzieren: «Unsere Systeme geben täglich in der gesamten Schweiz über eine Million Befehle für die automatisierten Anzeigen aus», hält Marti stolz fest. «Dass es dieser kleine Aussetzer neben all den weltbewegenden Themen trotzdem ins grösste Newsportal der Schweiz schafft, zeigt, wie zuverlässig die Anzeigen ansonsten arbeiten.»
(kbr)
























