Im Blitzlicht-Gewitter

02. Juli 2012 07:38; Akt: 02.07.2012 09:34 Print

Die schönste Frau der Schweiz - ein Naturtalent

von Viktoria Weber - Seit Barbara die «Schönste Frau der Schweiz» ist, hat sie viel erlebt. Nun der vorläufige Höhepunkt: Die 20-Jährige durfte einen Tag lang für die «Annabelle» posieren. Wir waren dabei.

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Einen ganzen Tag lang durfte Barabra das Leben eines echten Models nachempfinden: Sechs Outfits, mehrere hundert Bilder und acht Stunden posieren. Den 23. Juni 2012 wird sie wohl so schnell nicht wieder vergessen. Bevor es losgehen konnte, wurde Barbara erstmal rund eine Stunde lang von Stylistin Rachel Bredy geschminkt und frisiert. Doch eine Stunde Styling heisst nicht, dass dabei ein wahnsinnig aufdringliches Make-Up herauskommen muss. Im Gegenteil: Rachel Bredy setzte bei der schönsten Frau der Schweiz auf ein ganz natürliches und unauffälliges Make-Up. Barbara greift normalerweise gern zum schwarzen Kajalstift, die Expertinnen von Annabelle empfehlen ihr aber, das Make-Up möglichst natürlich und zurückhaltend zu wählen. Als der Kleiderständer hereingefahren wird, ist Barbara ganz aufgeregt: «Ich habe noch keine Ahnung, was für Outfits ich heute tragen werde!» An diesem Tag sind ununterbrochen mindestens zwei Kameras auf Barbara gerichtet, gleich zu Beginn steht ein erstes Interview an. Trotzdem zeigt sich die 20-Jährige absolut gelassen. Und dann kann es endlich losgehen. Während eigentlich ein Team von rund zehn Leute im Studio rumwuselt, sind die meisten von ihnen hinter Wänden abgeschirmt, damit Barbara sich konzentrieren kann und nicht zu sehr abgelenkt ist. Immer wieder greift Annabelle-Mode-Chefin Daniella Gurtner ein, wenn die Kleidung nicht so sitzt, wie sie sollte. Und auch Stylistin Rachel Bredy nutzt jede noch so kurze Pause, um Barbaras Make-Up stets perfekt zu halten. Pro Outfit schiesst Fotografin Karin Heer mehrere hundert Bilder. Mit einem schnellen Blick über den Bildschirm, weiss sie trotzdem nach kurzer Zeit schon, welche Schnappschüsse in die engere Wahl kommen. Das viele Posieren macht durstig. Immer wieder reicht Barbaras Vater ihr ein Glas Wasser. Aber Vorsicht, nicht dass der Lippenstift verschmiert! Von Müdigkeit keine Spur: Wenn beim Posieren vor der Kamera nicht gerade ernstere Gesichtsausdrücke gefragt sind, ist das strahlende Lachen den ganzen Tag kaum aus Barbaras Gesicht zu denken. Hier kann sich Barbie inspirieren: Welche Posen wirken wie, was kann man alles vor der Kamera machen. Aus dem Top-Ten-Shooting für die Wahl zur schönsten Frau der Schweiz weiss Barbara wie schwer es sein kann, sich im Blitzlichgewitter richtig zu bewegen. Weg mit dem blauen Hintergrund - jetzt ist pink gefragt! Noch den richtigen Stuhl für die neuen Posen aussuchen, den Lippenstift nachbessern und dann kann es auch schon weitergehen. Trotz aller Anstrengungen haben alle Beteiligten jede Menge Spass. Wieder muss ein bisschen gezuppelt werden. Für die so zierliche schönste Frau der Schweiz war es gar nicht so einfach, passende Outfits zu finden. Doch mit ein paar Klammern, Sicherheitsnadeln und den richtigen Griffen der Expertin sitzt am Ende alles perfekt. Und auch im letzten Outfit macht Barbara eine gute Figur. Fotografin Karin Heer zeigt ebenfalls vollen Körpereinsatz.

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Seit Barbara Skaro von den Lesern von 20 Minuten Online zur «Schönsten Frau der Schweiz» gewählt wurde, steht sie immer mal wieder im Rampenlicht - egal ob als VIP-Gast beim Ärzte-Konzert oder als Kommentatorin beim Fussballmatch der Unsiegbarsten. Kameras, Interviews und Fotos sind für die 20-Jährige also keine Neuheit mehr. Doch jetzt kam ein Erlebnis dazu, das alles vorherige übertroffen hat: Barbara posierte einen Tag lang vor den Kameras des Lifestyle-Magazins «Annabelle».

Begleitet von ihrem Vater erscheint Barbie - wie sie von ihrer Familie genannt wird - an diesem Samstagmorgen um 9 Uhr im Fotostudio der «Annabelle» in Zürich. Top ausgeruht und voller Vorfreude betritt sie die Kulisse, die sie schon vom Shooting für das Top-Ten-Voting zur schönsten Frau der Schweiz kennt. Doch diesmal ist alles anders. «Beim letzten Mal war ich viel aufgeregter, da war ja auch noch die Konkurrenz da.»

Ein Unterschied wie Tag und Nacht

Und dann kann es auch schon losgehen: Haare, Make-up, Fingernägel und das erste Outfit stehen an. Und von Nervosität ist tatsächlich kaum was zu sehen. Barbara bewegt sich vor der Kamera wie ein kleiner Profi. Denkt man zurück an das Shooting für die Top-Ten-Auswahl, glaubt man, es handle sich um eine andere Person. Woher die Sicherheit auf einmal kommt, weiss Barbara selber nicht, aber den Unterschied merkt auch sie: «Irgendwie fühlte sich das komisch an. Wenn man sich dann so vor der Kamera bewegen soll, dann kommt man sich erst einmal doof vor.»

Wohin mit den Armen, wohin mit den Händen? Alles Fragen, auf die sie in der Zwischenzeit offenbar Antworten gefunden hat. Zur Auflockerung wird das Studio den ganzen Tag mit Barbaras Lieblingsmusik beschallt: Ob Rihanna, Chris Brown oder Jennifer Lopez - Barbie ist textfest und nutzt jede freie Sekunde für eine kleine Tanz- und Mitsingeinlage. Von Angst oder Unwohlsein vor der Kamera ist keine Spur mehr.

Barbaras grosse Vorteile müssen ihr gutes Körpergefühl und ihre Lernfähigkeit sein. «Annabelle»-Modechefin Daniella Gurtner ist begeistert: «Sie begreift es einfach! Ich habe Barbara vorab ein paar Bilder gezeigt, damit sie sich die Posen vorstellen kann und sie setzt es unheimlich schnell um. Das Talent muss irgendwie angeboren sein.» Einziger Haken ist die Körpergrösse. Für die 1.63 Meter kleine und sehr zierliche Barbie war es nicht so einfach, passende Kleidung zu finden. Doch mit ein paar Sicherheitsnadeln und Klammern hat am Ende doch alles gesessen.
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(Video: Mathieu Gilliand)

War das vielleicht erst der Anfang?

Sechs Outfits, acht Stunden und mehrere hundert Aufnahmen später sind alle zufrieden und Barbara hat ihren ersten Tag als Model erfolgreich überstanden. Wobei überstanden eigentlich das falsche Wort ist - wenn es nach der 20-Jährigen ginge, könnte es noch ewig so weitergehen. Ihr Vater, der den ganzen Tag dabei war, ist dennoch erleichtert, dass dieser lange Tag nun geschafft ist. Damit Barbara sich besser konzentrieren kann, musste er die meiste Zeit hinter einer Trennwand verbringen - und konnte so nicht wirklich zuschauen.

Ob er in Zukunft seine Tochter wohl häufiger zu Mode-Shootings begleiten wird? «Nein, ich glaube, nach dem hier ist dann auch erst einmal Schluss mit dem ganzen Trubel.» Wenn er sich da mal nicht täuscht. Die Fotostrecke seiner Tochter in der «Annabelle» ist möglicherweise erst der Anfang. Barbara ist jedenfalls sichtlich zufrieden: «Weil ich so klein bin, habe ich mich noch nie bei so etwas beworben. Es ist so toll, eine solche Chance bekommen zu haben.»

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