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Alpen-Reinigung
01. April 2009 12:46; Akt: 01.04.2009 16:15 Print
«Putzaktion war nur ein Bluff»
Entwarnung für die Schweiz: Nach dem 1. April braucht es die Felsenputzer nicht mehr. Doch die Leser nahmens mit Humor und hatten zahlreiche weitere Saubermann-Ideen auf Lager.
Freiwille Felsenputzer? Etliche Leser nahmen 20 Minuten Online und Schweiz Tourismus die zum 1. April inszenierte Aktion ab. Und immerhin 21 Prozent finden die Idee, Berggipfel von Vogelkot zu befreien, um damit den Tourismus anzukurbeln, prima, so das Ergebnis einer nicht repräsentativen Online-Umfrage, an der sich 760 User beteiligten. Jeder Sechste befragte wäre auch spontan bereit, einen Teil der Freizeit fürs Felsenputzen zu opfern. 17 Prozent finden die Massnahme übertrieben. 62 Prozent geht das Geschrubbe denn doch eindeutig zu weit.
«An die Besen, Marsch!»
Entgegen der Erwartung, geht vielen die Massnahme zum Teil zu wenig weit und sie plädieren für eine Ausweitung. So zum Beispiel Daniela Bürcher: Ich finde die Idee ok, aber man sollte sie ausweiten. Letztens war ich im Naturschutzgebiet Pfyn im Wallis, durch das die Kantonsstrasse verläuft. Im Wald war jeglicher Abfall zu finden, von Autopneus bis hin zu Babywindeln!! Diese Sachen sollten auch entfernt und die Verursacher bestraft werden.» Doch nicht nur die Leser, vor allem der virtuelle Verein der Felsenputzer selbst nimmt seine Arbeit sehr ernst, wie das extra produzierte Video zeigt:
Da lacht der Putzteufel
Etliche User hingegen stiegen in ihrem Kommentar auf den Scherz ein und bewiesen Sinn für Humor. So zum Beispiel Beat: «Finde ich eine super Idee, die Alpen zu polieren. Die Fenster an der Eigernordwand dürfen aber auf keinen Fall vergessen gehen.» Einen weiteren kreativen Vorschlag hat Abril Scherzinger: «Das Felsenputzen ist ja schön und gut. Gleichzeitig sollte aber eine Task Force unter der Leitung der Vogelwarte Sempach gebildet werden, welche die Vögel so erzieht, dass sie nicht mehr auf die von den Touristenorten her sichtbare, Felsen sch...!»
Oder der User A. Pril «Ich vermisse irgendwie die Nachhaltigkeit dieser Aktion, kaum ist ein Fels gereinigt, wird er doch gerade wieder zuexkrementiert. Man sollte die gereinigten Stellen schützen, zum Beispiel mit Plastikfolie oder die Felsen einschweissen. Nur so ist diese Aktion von Dauer.» Dass es höchste Zeit fürs bergmännische Polieren wird, davon weiss Bergsteiger zu berichten: «Die Berge gehören mal kräftig geschrubbtt, schliesslich sehen die Alpen auf Satellitenbildern richtig vollgeschissen aus - so weiss.»
Spass oder nicht?
Auch etliche andere User haben Lunte gerochen und laut «April, April» ausgerufen. Sie haben natürlich vollkommen recht, auch wenn ihre Hinweise in diesem speziellen Fall einmal von der Redaktion nicht veröffentlicht wurden. Ob April-Scherz oder nicht, Sandro Prezzi kann der Aktion in jedem Fall Positives abgewinnen: «Ich finds toll, wenn wir endlich mal witzige auffällige und selbstironische Werbung für unser Land machen. Über sich selbst zu lachen war noch nie unsere Stärke - ich für meinen Teil amüsiere mich köstlich und bin sicher das kommt im Ausland super an.» oku
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Alle 140 Kommentare





























Super Idee
Ich finde das eine gute Idee.Endlich können die Arbeitslosen und Sozialempfänger etwas gutes für den Vater Staat tun.
Andorra
Wie bei Max Frischs Andorra. Häuser weisseln, Felsen putzen.
Würde ich machen, wäre doch super
Ich finde man sollte die Berge auch reinigen, genau wie alte Steine oder Figuren. Gäbe es einen Aufruf für Freiwillige, wäre ich dabei. Unser Vaterland soll doch einladend wirken und nicht verstaubt.