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17. Oktober 2012 11:26; Akt: 22.10.2012 09:44 Print

Das ist das hässlichste Haus der SchweizDas ist das hässlichste Haus der Schweiz

Goldener Metalldeckel als Dach, Betonburg als Einfamilienhaus, vermodertes Bürogebäude – sie alle hatten keine Chance gegen den grauen Klotz aus Schindellegi.

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Wir haben das hässlichste Haus der Schweiz gesucht - und das hier auf dem Bild, das ist es ganz bestimmt nicht. Das Bundeshaus landete auf dem letzten Platz des Duells. Über die Farbe kann man sich ja noch streiten, aber die Architektur dieses Gebäudes gefällt scheinbar vielen Usern von 20 Minuten Online. Das Bauwerk aus Kreuzlingen belegt nur den 110. Platz. Auch dieses Gebäude aus Allschwil darf nicht als hässlich beschimpft werden. Vielen gefällt die ausgefallene Konstruktion. Platz 109 für diese architektonische Meisterleistung. Viele Fenster, wenige Klicks: Obwohl dieses Haus sogar mehrmals fürs Duell eingereicht wurde - es stört sich so gut wie niemand daran. Platz 108 für das Fenster-Haus in Zürich. Und auch das Stadion Letzigrund in Zürich stösst auf Anklang: Das Bauwerk erreicht lediglich den 107. und somit fünftletzten Platz. Ganz anders sieht es bei diesem Block aus. Wie Sie bestimmt bemerkt haben, sind wir nun bei den Top 5 der hässlichsten Häuser der Schweiz angelangt. Auf dem 5. Platz: Dieses Wohnhaus aus Obernau. «Dieses Gebäude ist sogar bei der schönsten Abenddämmerung potthässlich!», schreibt Leserin Eva Maria J. zu diesem Bau in Olten. Die meisten User sind derselben Meinung: Platz vier für diesen Klotz. Wir präsentieren nun die Top3 der hässlichsten Häuser der Schweiz und somit auch die Gewinner von je einer Fujifilm X-S1 im Wert von je 889 Franken. Auf dem dritten Rang: Das Gebäude von Dario B., welches in Oberurnen steht. Platz zwei geht an Cyril B. für dieses Bürogebäude in Zug. Kommen wir nun zum Gewinnerhaus und somit dem hässlichsten Haus der Schweiz: Es ist ... ... dieser Klotz, der in Schindellegi steht. Aber lassen Sie sich nicht von der Fassade täuschen: «Innen ist es wunderschön!», versicherte uns eine Bewohnerin des Hauses. Wie der Gewinner und Einsender des Bildes Keven H. aber so schön sagt: Lieber in diesem Haus wohnen und aufs Grüne schauen, als in einem schönen Haus wohnen und diesen Klotz tagtäglich betrachten.

«Das hässlichste Haus der Schweiz» - die Top und Flop 5 des Duells.

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«Für mich ist das mit Abstand das hässlichste Haus, das ich je gesehen habe», schrieb uns Kevin H. und schickte im Anhang ein Bild von einem nicht gerade frisch renovierten Bauwerk. «Als ich gelesen hatte, dass 20 Minuten Online das hässlichste Haus der Schweiz sucht, schoss mir direkt das Bild von dem Klotz ins Gedächtnis», so H. über die Wahl seiner Einsendung. Wenn das nicht gewinne, dann wisse er auch nicht. Und er sollte Recht behalten: Der Block, der laut H. in einer wohlhabenden Gemeinde im Kanton Schwyz neben topmodernen Bauten und beschaulichen Siedlungen steht, schaffte es am ersten Duell-Tag bereits ohne grosse Mühe an die Spitze – und da hielt sich das triste Werk auch bis zum Schluss.

Von über 50 000 gespielten Duellen gewann der Klotz rund 40 000. Zum Vergleich: Das schlechteste Ergebnis erzielte Stefan B.s Einsendung – bei 50 000 Duellen hat sein Bild gerade mal 6400 gewonnen. Kein Wunder: Sein Kandidat war auch das Bundeshaus, das die Leserinnen und Leser von 20 Minuten Online offensichtlich nicht hässlich finden. In der Diashow oben sehen Sie die fünf best- und schlechtplatziertesten Werke.

«Innen ist es aber wunderschön!»

Bei aller Bekanntheit, die das Gewinnerhaus in der Gemeinde bereits erlangt hat – die Bewohner des Klotzes mögen ihr Heim. So zeigt sich Selima Solgemut*, die mit ihrer Familie seit rund 42 Jahren in dem Bau wohnt, ganz erstaunt über die zweifelhafte Ehre, die ihr nun zuteil wird. Sie findet ihr Domizil ganz und gar nicht hässlich: «Von aussen ist es vielleicht etwas wüst – aber drinnen, da ist es wunderschön! Mit neuen Fenstern und allem Drum und Dran. Nur die Balkone, die sind halt nicht so hübsch, aber als das ‹hässlichste Haus der Schweiz› würde ich es sicher nicht betiteln. Da hab ich schon viel Schlimmeres gesehen.» Im Duell selbst gebe es mindestens zehn Häuser, die es alleine wegen ihrer Architektur verdient hätten, auf dem ersten Platz zu stehen. Bei ihrem Zuhause sei ja schliesslich nur die Fassade hässlich.

Dass die Meinungen über die Schönheit von Bauwerken sehr weit auseinandergehen können, weiss Michel Pernet, Veranstalter der Architektur 0.12, nur zu gut. Aber genau darum würde es ja auch bei der Suche nach dem hässlichsten Haus beziehungsweise bei der Architektur gehen: «Es gibt keine objektivierte Schönheit – entweder es gefällt mir, oder es gefällt mir nicht. Und bei den vielen Bauwerken, die von den Lesern eingesandt wurden, findet jeder mindestens ein Werk, das er ganz und gar nicht hässlich findet. Und mal ehrlich: Hätten wir nach dem ‹schönsten Haus der Schweiz› gesucht, wäre es nur halb so lustig gewesen.»

«Heute nur noch ein überladener Betonklotz»

Natürlich hat auch er ein liebstes hässliches Haus - dessen Anblick er zudem fast täglich ertragen muss. Die Rede ist vom ehemaligen Gebäude der Schweizerischen Bankgesellschaft (Bild rechts in der Box) am «berühmt-berüchtigten Dominikaneregg, an der Ecke Dienerstrasse/Langstrasse. Nach damaligem Verständnis - in den 1970er-Jahren - galt das Haus wohl als Prunkbau. Heute ist es nur ein mintgrün ergrauter, mit geometrischen Spielereien überladener Betonklotz», so das vernichtende Urteil von Pernet.

Bilden Sie sich selbst eine Meinung über die angeblich hässlichsten Häuser der Schweiz: Alle 111 Gebäude, die fürs Duell eingesandt wurden, sehen Sie hier. Zudem zeigen wir alle Bilder, die wir per Post erhalten haben und eine Auswahl der Duell-Häuser an der Architektur 0.12 in Zürich. Weitere Infos zur Ausstellung finden Sie in der Info-Box rechts.

*Name von der Redaktion geändert

(lis)

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