Allergie-Barometer

16. April 2013 08:44; Akt: 16.04.2013 11:27 Print

Heuschnupfen – jeder Zweite leidet stark

von Viktoria Weber - 85 Prozent der Allergiker haben Heuschnupfen. Wie die Leser mit ihren Unverträglichkeiten umgehen und welche sie am schlimmsten finden, zeigen unsere Umfrageergebnisse.

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«Welche Allergie wäre für Sie die schlimmste?», lautete die Frage. Auf dem letzten Platz landeten die Kürbiskerne. Darauf könnten also die meisten Leser gut verzichten. Auch eine Allergie gegen Meerschweinchen wäre nur für die wenigsten wirklich tragisch. Wer auf Kürbiskerne verzichten kann, steht zu Pinienkernen wohl ähnlich. Diese belegen den dritten Platz von hinten. Eine Unverträglichkeit gegen Schalentiere könnten die meisten wohl auch noch verkraften. Zum Vergelich: Auch eine Fischallergie finden die meisten Leser nicht wirklich schlimm - diese landete auf Platz 28. Für Pferdeliebhaber wäre es wohl wirklich tragisch, allergisch auf diese Tiere zu reagieren. Doch offensichtlich finden sich davon nicht viele unter den 20-Minuten-Lesern. Denn die Allergie gegen Pferde landete auf dem fünften Platz von hinten. Kommen wir nun zu den Top Fünf der schlimmsten Allergien: Darin ist der Heuschnupfen gleich zweimal vertreten. Einerseits mit den Bäumen... ... und andererseits mit den Gräsern. Die weit verbreitete Pollenallergie gehört damit zu den unbeliebtesten Allergien. Auch die so genannte Lactose-Intoleranz - sprich die Allergie gegen Milchprodukte - wird gar nicht gerne gesehen. Wer eine Hausstauballergie hat, sollte auf Teppich und Gardinen verzichten und braucht zudem spezielle Bettdecken und -kissen. Ganz schön umständlich, findet ein Grossteil unserer Leser und wählt diese Allergie auf den zweiten Platz. Doch am aller schlimmsten wäre es für die Leser, eine Sonnenallergie zu haben. Laut unser Umfrage leiden 11 Prozent der Allergiker unter diesem Phänomen.

Zum Thema
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Der Frühling ist endlich da! Doch mit dieser freudigen Nachricht melden sich auch die Pollen zurück. Ein Horror für rund 1,2 Millionen Menschen in der Schweiz, die laut Angaben des Allergiezentrums Schweiz eine Pollenallergie haben. Eine nicht-repräsentativen Umfrage von 20 Minuten Online, an der 2013 Personen teilgenommen haben, zeigt, dass 85 Prozent aller Allergiker unter Heuschnupfen leiden.

Lebensmittel-, Hausstaub- und Tierhaarallergien sind etwa gleich häufig vertreten mit einem Anteil von je einem knappen Drittel. Doch nur in den seltensten Fällen (17 Prozent) ist die Allergie angeboren. Wer also bisher davon verschont wurde, ist nicht unbedingt auf der sicheren Seite – eine Allergie kann jederzeit noch auftauchen: 35 Prozent der Befragten bekamen ihre Allergie im Kindesalter, bei 19 Prozent fing es in der Pubertät an, 16 Prozent waren zwischen 15 und 20 Jahre alt. 28 Prozent hingegen waren bereits 20 oder älter, als die Allergiesymptome erstmals bei ihnen auftraten.

Die Hälfte der Pollenallergiker leidet stark: Auf die Frage «Wie schlimm ist der Heuschnupfen bei Ihnen?» gab jeder Zweite den Wert vier oder fünf an, wobei die Skala von 1 (= gar nicht schlimm) bis 5 (= sehr schlimm) reichte. Somit ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass 66 Prozent ein Anti-Allergikum gegen den Heuschnupfen einnehmen. 47 Prozent benutzen ausserdem Augentropfen und 41 Prozent ein Nasenspray. Lediglich jeder Zehnte unternimmt gar nichts dagegen. Wie unangenehm und unbeliebt der Heuschnupfen ist, zeigen auch die Ergebnisse unseres Duells: Auf Platz vier und fünf der unbeliebtesten Allergien landeten Bäume und Gräser (siehe Bildstrecke oben).

Hausstauballergie stört nicht besonders

Unter den Personen, die gewisse Nahrungsmittel nicht vertragen, reagieren die meisten allergisch auf Nüsse (50 Prozent), auf gewisse Früchte (41 Prozent) und auf Milchprodukte (31 Prozent). Bei 42 Prozent hält sich die Unverträglichkeit aber so sehr in Grenzen, dass sie die entsprechenden Lebensmittel trotzdem manchmal essen. Alle anderen verzichten ganz darauf. Bei 12 Prozent ist die Allergie sogar so schlimm, dass es beim Konsum zu einem allergischen Schock kommt. Besonders eingeschränkt fühlen sich die Betroffenen aber dennoch nicht. Lediglich jeder Vierte gab an, sich im Alltag stark oder sehr stark eingeschränkt zu fühlen aufgrund der Lebensmittelunverträglichkeit. Alle anderen antworteten «nicht besonders» oder sogar «gar nicht».

Noch weniger gestört fühlen sich offenbar die Personen, die unter einer Hausstauballergie leiden. Vier von fünf geben an, dass sie dadurch nur wenig oder quasi gar nicht eingeschränkt werden in ihrem Alltag. Dieses Ergebnis überrascht, wenn man betrachtet, dass 57 Prozent der Betroffenen keinen Teppichboden zu Hause haben können, 42 Prozent besondere Bettdecken und Kissen und 33 Prozent eine spezielle Matratze brauchen. Jeder Vierte nimmt zudem ein Anti-Allergikum deswegen. Und auch laut unseres Duells findet ein Grossteil der Leser, dass diese Allergie besonders schlimm sein muss – von 34 abgefragten Dingen landete der Hausstaub auf Platz zwei.

Stellen Sie Ihre Fragen!

Um ihre Unverträglichkeit ganz loszuwerden und nicht mehr nur die Symptome eindämmen zu können, sind gerade 17 Prozent der Allergiker dabei, eine Desensibilisierung zu machen. Weitere vier Prozent haben dies vor. Ein knappes Drittel würde dies vielleicht tun. Alle restlichen Betroffenen – und damit fast jeder Zweite – wird eher keine oder auf keinen Fall eine solche Behandlung durchführen lassen.

Die Heuschnupfenzeit ist in vollem Gange. Haben Sie zu dem Thema eine Frage, die Sie gerne einem Experten stellen würden? Dann schreiben Sie diese ins untenstehende Kommentarfeld. Je nach Resonanz bieten wir Ihnen in den kommenden Tagen ein Experten-Interview oder sogar Experten-Live-Chat zum Thema.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Lochkarte am 17.04.2013 15:25 Report Diesen Beitrag melden

    Desensibilisierung

    Ich habe vergangenen Winter mit einer Desensibilisierung angefangen und kann es nur empfehlen. Letzes Jahr zu diesem "Pollenstand" habe ich gelitten, jetzt spüre nahezu gar nichts - kann ich nur empfehlen!

  • Meikel Tschorden am 17.04.2013 06:42 Report Diesen Beitrag melden

    Gesunder Mensch

    Seit ich ARONIA VIDA, die konzentrierte Aronia Beere zu mir nehme, habe ich keine Probleme mehr mit Heuschnupfen.

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  • Basler am 16.04.2013 11:57 Report Diesen Beitrag melden

    Kinesiologie

    Ich habe super Erfolge mit Kinesiologie gemacht. Mit dieser Therapie habe ich den Heuschnupfen und die Katzenallergie weg gekriegt.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Lochkarte am 17.04.2013 15:25 Report Diesen Beitrag melden

    Desensibilisierung

    Ich habe vergangenen Winter mit einer Desensibilisierung angefangen und kann es nur empfehlen. Letzes Jahr zu diesem "Pollenstand" habe ich gelitten, jetzt spüre nahezu gar nichts - kann ich nur empfehlen!

  • Meikel Tschorden am 17.04.2013 06:42 Report Diesen Beitrag melden

    Gesunder Mensch

    Seit ich ARONIA VIDA, die konzentrierte Aronia Beere zu mir nehme, habe ich keine Probleme mehr mit Heuschnupfen.

    • Schiffmeister am 17.04.2013 12:57 Report Diesen Beitrag melden

      Aronia Vida

      Ist das wieder eine neue Chemie? Woher hast du das Zeugs?

    • Willi Tell am 17.04.2013 14:50 Report Diesen Beitrag melden

      Auch gesunder Mensch

      Seit ich gar nichts mehr unternommen habe gegen den Heuschnupfen ist er einfach so von selbst weggegangen. Seit 20 Jahren bin ich wieder Heuschnupfen-frei.

    • Schiffmeister am 17.04.2013 16:43 Report Diesen Beitrag melden

      Produkt gefunden

      Hab nach Aronia Vida gegoogelt und gefunden. Sieht nach Phytomedizin aus. Ich probiers mal aus. Antiallergika wirken bei mir nur schlecht. Hoffentlich mal etwas das wirkt...

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  • Pia N. am 17.04.2013 06:38 Report Diesen Beitrag melden

    Multiple Allergien

    ich habe leider multiple Allergien. Pollen, Milben, Tiere, Lebensmittel, Metalle, Insektenstiche, usw. Ist nicht alles so einfach, aber man lebt damit. Eine Desensibilisierung halt zumindest die Pollenallergie in Schach zu halten. Warum ich das hab weiss ich auch nicht. hab immer gesund gelebt, seit Kindheit an. Und nicht "steril", sondern auf dem Land. Daher für mich total unverständlich. Zwischendrin kommt bisschen Astma vor. Dagegen gibt's Spray. Sonst nehm ich keine Medikamente.

  • Ratio am 16.04.2013 21:55 Report Diesen Beitrag melden

    Selber schuld

    Allergien gehören zu den sogenannten Zivilisationskrankheiten. Je ländlicher die Gegend um so weniger Allergiker. Bei Personen die direkt in der Landwirtschaft tätig sind, ist das Allergierisiko verschwindend gering. Dies liegt am viel stärkeren Immunsystem das einerseits vererbt zum anderen durch vielfältige und beständige Beanspruchung gestärkt wird. Glutamate, Konservierungsstoffe und vor allem ein völlig übertriebener Hygiene-Wahn sind einige der Hauptgründe dafür. Allergien entstehen nicht einfach so, Allergiker werden gezüchtet!

    • yanick am 17.04.2013 12:13 Report Diesen Beitrag melden

      RE: Selber schuld

      Stimmt leider nicht ganz, z.B. geht man davon aus das eine Glutenallergie vererbt wird.

    • Beat am 17.04.2013 14:30 Report Diesen Beitrag melden

      witzig

      erzählen sie mir mehr, ich bin auf dem bauernhof aufgewachsen und hatte bis 20 starken heuschnupfen!

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  • Nico am 16.04.2013 19:51 Report Diesen Beitrag melden

    Spritze

    Ich hol mir jedes Jahr im Mai eine Spitze und gut ist. Kann es jedem nur empfehlen!

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