Praktische Hilfe

06. Dezember 2012 11:50; Akt: 06.12.2012 13:41 Print

«Soll ich mich wehren und zurückmobben?»

Was kann ich gegen Verleumdung im Internet tun? Was passiert mit dem Täter? Und sollten sich die Eltern einmischen? Lesen Sie hier wertvolle Tipps vom Experten zum Thema Cybermobbing.

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Was tun, wenn man auf Facebook & Co. gemobbt wird? Marc Goldoni von Pro Juventute gibt Antwort auf Leser-Fragen. (Bild: Colourbox)

Cybermobbing - der Live-Chat
automatisches Update
portrait Es tickert für Sie:
Cybermobbing-Experte Marc Goldoni
Redaktion
0
Sorry, liebe Leser, das war die letzte Antwort. Der Live-Chat ist beendet.

Besten Dank für die vielen tollen Fragen.

Liebe Grüsse
Marc Goldoni
Stefania
0
Wie kann das Umfeld reagieren?

Wir sprechen hier immer von der Rolle der Täter und Opfer. Aber was kann der einzelne Mensch im Umfeld der Täter/Opfer tun, um Cybermobbing zu stoppen? Sprich, die Eskalation zu vermeiden?

Antwort:


Nicht wegschauen, es melden, wenn man etwas mitbekommt, Hilfe organisieren. Es ist für die Betroffenen wichtig, zu wissen, dass sie nicht alleine sind. Hier können Sie sich auch mit uns zusammen gegen Cybermobbing engagieren.
Insodor
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Eltern sind überfordert

Sollte man nicht Kurs für Eltern und Kinder anbieten? Viele sind schon so mit ihren Sprösslingen überfordert.

Antwort:

Genau. Deswegen bieten wir Workshops für Eltern, Jugendliche und Kinder an (siehe unten). Es geht nicht darum, einer einzelnen Gruppe die Verantwortung für das Phänomen Cybermobbing zu übergeben. Eltern sind auch nicht irgendwelche Superhelden und manche wollen bei solch speziellen Themen selbstverständlich ebenfalls Unterstützung von Aussen.
Mimi
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Falsches Profil lässt sich nicht löschen

Von mir existiert ein Profil auf einem sozialen Netzwerk, welches ich nie gemacht habe. Ich schreibe denen schon seit Jahren, doch es wurde immer noch nicht gelöscht. Was kann ich noch tun?

Antwort:

Haben Sie denn eine Antwort bekommen, warum nichts passiert? Normalerweise sind soziale Netzwerke sehr daran interessiert, falsche Profile zu löschen. Sie können versuchen, den rechtlichen Weg einzuschlagen, was aber wirklich nicht immer einfach ist. Unter diesem Link finden Sie möglicherweise mehr Informationen.
Roger
0
Eltern suchen Hilfe

Wo kann man sich heute als Eltern infomieren (ausbilden), wenn es um den Umgang mit sozialen Medien und Internethandhabung im Allgemeinen geht? Autofahren muss man ja auch lernen.

Antwort:

Wir von der Pro Juventute bieten solche Elternveranstaltungen an, unter diesem Link finden Sie dazu mehr Informationen. Das Programm «Jugend und Medien» bietet zudem eine Datenbank mit empfehlenswerten Angeboten, auch für Eltern.
Debi
0
Facebook abschaffen reicht nicht aus

Oft werden Cybermobbingopfer auch im realen Leben weiter gemobbt, «weil es so lustig ist». Immer wieder stolpere ich über das Thema und da wird geraten, Facebook & Co. abzuschaffen. Das nützt doch aber nur um das «Cyber» vor dem «Mobbing» wegzustreichen.

Antwort:

Das Umgekehrte ist ebenfalls der Fall. Cybermobbing fängt meistens damit an, dass jemand im echten Leben fertiggemacht wurde und nun eine weitere Ebene erreicht wird. Facebook und Co. abzuschaffen ist sicher keine Lösung, die Konflikte und Streitereien, die hinter (Cyber)-Mobbing stehen, bleiben bestehen. Wir empfehlen auch nicht den «sozialen Rückzug», Teile von Cybermobbing (Gerüchte streuen, etc.) gehen auch ohne direkte Beteiligung weiter.
Stephan
0
Begehe ich Cybermobbing?

Ich habe auf meinem Webserver eine Bildersammlung aller meiner Exfreundinnen. Nebenbei läuft auf dem Webserver eine Webseite und somit ist der Port 80 auf der Firewall freigegeben. Wenn nun jemand diese Bilder auf dem Server entdeckt, obwohl ich diese nirgends verlinkt habe, gilt dies dann als Cybermobbing? Ich habe dann ja nichts gemacht oder schon?

Antwort:

Nein, Cybermobbing ist das nicht. Aber dass Sie die Bilder der Exfreundinnen auf demselben Server laufen lassen wie eine Website ist vielleicht trotz der Sicherheitsmassnahmen etwas fahrlässig. Wenn Ihnen etwas daran liegt das nichts passiert, trennen Sie sich vielleicht am einfachsten auch von den Bildern.

Debi
0
Ab jetzt können leider keine weiteren Fragen mehr angenommen werden. Auf bereits eingegangene Fragen wird aber noch geantwortet.

Aus Zeitgründen werden wir nicht alle Fragen beantwortet können. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und die zahlreich eingegangenen Fragen.
Tobias
0
Was passiert mit dem Täter?

Was passiert mit dem Ex oder was auch immer er war, der die Ice-Tea Bilder und Videos hochgeladen und verbreitet hat, wenn man ihn ausfindig macht?

Antwort:

Wenn er tatsächlich dahintersteckt und etwas rechtlich relevantes getan hat, ist das ein Thema für die Polizei. Ich persönlich hoffe aber vor allem, dass der Täter etwas daraus lernen und die Folgen von solchen Aktionen besser verstehen wird.

Vanessa
0
Wie bereite ich Kinder aufs Internet vor?

Wie kann ich meine Kinder auf die Gefahren im Internet vorbereiten, ohne ihnen Angst zu machen?

Antwort:

Eine gute Metapher ist die Funktion einer Zeitung. Das Kind muss sich bewusst werden, dass schlussendlich alles was im Internet passiert, sehr leicht öffentlich werden kann. Diesem Umstand muss nicht mit Angst begegnet werden, sondern mit der nötigen Portion Gelassenheit und Ruhe. Hier eine Anleitung.
Mike
0
Ist Google mitschuldig?

Inwiefern macht sich ein Anbieter wie Google mitschuldig, wenn sie in ihren Suchergebnissen verleumderische Einträgen posten? Kann man den Konzern dazu zwingen, solche Eintrage zu löschen?

Antwort:

Wie unten beschrieben, kann man hier beantragen, dass die Daten aus dem Speicher von Google gelöscht werden: http://support.google.com/websearch/bin/static.py?hl=de&ts=1209905&page=ts.cs&from=1209905&rd=2
Timo
0
Was bringt ein Pseudonym?

Macht es einen Unterschied, ob man mit seinem richtigen Namen - zum Beispiel auf Facebook - oder aber unter einem Pseudonym in irgendeinem anonymen Chat über die Grenzen des Real-Life-Anstandes hinaus witzelt?

Antwort:


Ohne den richtigen Namen ist es sicher nochmals ein wenig feiger. Erwischt werden kann man sowieso schneller als man es vielleicht denkt.
Jay
0
Wie kann man Cybermobbing verringern?

Was denken Sie, wäre die wirkungsvollste Methode um Cybermobbing generell zu verringern?

Antwort:

Eindeutig Prävention. Wir müssen uns alle Gedanken darüber machen, was wir tun können, bevor so etwas passiert. Einerseits für einen selbst (wo biete ich Angriffsflächen, wo gibt es Schlupflöcher), aber wir müssen vor allem Kinder, Jugendliche aber auch Erwachsene dahingehend sensibiliseren, was Cybermobbing für Folgen haben kann und was man bei Vorfällen tun kann.
Willy
0
Soll man zurückschlagen?

Gibt es keine Möglichkeit, den «Angreifer» mit einem gut formulierten Satz zu diskreditieren?

Antwort:

Das würde ich Ihnen wirklich nicht empfehlen. Alles, was bei solchen Situationen die Emotionen weiter hochbringt, führt nicht zu einer Lösung des Problems, sondern nur dazu, dass sich noch mehr Leute beteiligen. Die Angriffe verpuffen am ehesten, wenn Sie keine direkte Wirkung erzielen zu scheinen.
Stefan
0
Medien müssten in der Schule unterrichtet werden

Was ich mich immer wieder frage, ist, warum nicht schon lange das Schulfach Medien eingeführt wird. In unserer multimedialen Welt ist der richtige Umgang mit passiven und interaktiven Medien schlicht wichtiger als der Satz des Pythagoras. Gerade für Jugendliche. Die Frage ist natürlich eher eine politische, aber Prävention wird leider diesbezüglich immer noch klein geschrieben.

Antwort:


In der politischen Diskussion ist das ein breit diskutiertes Thema. Oft wird auch die technische Kompetenz mit der sozialen verwechselt. Ein reiner Informatikunterricht bringt für Cybermobbingbetroffene schlussendlich wenig. Es geht viel mehr darum, dass wir alle wissen, wie neue Medien als «soziales Werkzeug» positiv genutzt werden können und was man tun kann, wenn sich jemand nicht an die grundlegenden Regeln hält. Wir von der Pro Juventute finden, dass es einerseits den politischen Willen braucht, Medienkompetenzförderung für alle zu betreiben, aber wir bieten auch eigene Präventionsangebote unter dem Namen «Medienprofis» an, um dieses Thema vorwärtszubringen.
Andi
0
Soll ich mich einmischen?

Was kann ich als Vater tun, wenn mein Kind (13) im Netz gemobbt wird? Mache ich es noch schlimmer, wenn ich mich einmische?

Antwort:

Am besten ist, das «Cybermobbing zurück in die Realität» zu holen. Sich online einzumischen macht es oft wirklich noch schlimmer. Wenn Sie aber den oder die Täter kennen und diese beispielsweise an der selben Schule sind, können Sie über die Schulsozialarbeitenden oder die Klassenlehrperson die schlimme Situation einbringen. Allgemein würde ich Ihnen empfehlen, dass Sie die Schule über das Problem informieren, damit etwas passiert. Es ist entscheidend, dass die Täter begreifen, was sie angerichtet haben und das müssen sie live und nicht wieder via Bildschirm mitbekommen.

John
0
Wirbeln Medien nicht noch mehr Staub auf?

Sind Sie der Meinung, dass es für die Opfer von Cybermobbing - wie beispielsweise der Ice-Tea-Fall oder Amanda Todd - hilfreich ist, wenn Zeitungen Artikel über deren Vorfälle veröffentlichen und das gesamte Land am Schicksal der Betroffenen teilhaben lassen? Ich bin der Meinung, dass dieser öffentliche Wirbel um die Sache alles nur noch schlimmer macht und Schaulustige anzieht. Was meinen Sie als Experte dazu?

Antwort:

Das ist sicher eine wichtige Bemerkung und man kann es auch sehr kritisch sehen. Uns von der Pro Juventute ist es wichtig, dass die Personen für das Thema sensibilisiert werden. Solche konkreten tragischen Fälle sind aufrüttelnd und eine Möglichkeit, über die eigene Gefährdung bei solchen Phänomenen und unsere Verwundbarkeit im schier unendlichen Internet nachzudenken. Viele Betroffene wissen auch heute noch nicht, was sie tun sollen. Dafür die Öffentlichkeit zu nutzen ist unabdingbar, damit man möglichst vielen Menschen helfen kann.
Selina
0
Gemobbt von der eigenen Mutter

Was, wenn man von der eigenen Mutter online gemobbt wird?

Antwort:

Kommt darauf an, was Sie unter Onlinemobbing verstehen. Wenn Sie wirklich über Facebook und ähnliches von Ihrer Mutter fertiggemacht werden, empfehle ich Ihnen, dringend professionelle Hilfe um diese schwierige Situation lösen zu können. Unter www.147.ch finden Sie viele passende Beratungsstellen.
Stefan
0
Wie soll mans beweisen?

Die Frage ist ja immer auch die der Beweisbarkeit. Als Laie fühlt man sich verloren. Man hört viel, aber was dann dabei rauskommt ist meist nicht viel. Beispielsweise, eine Antwort vom Provider zu erhalten ist schwierig. Wie soll man vorgehen?

Antwort:

Ja, das mit den Beweisen ist wirklich nicht sehr einfach. Auf jeden Fall ist zuviel sicher besser als zuwenig. Screenshots erstellen, SMS, WhatsApp-Nachrichten und Mails sichern. Für eine mögliche Anzeige braucht die Polizei genug Material und was dabei rauskommt ist wirklich nicht immer klar. Wenn man bei Providern reklamiert ist es wichtig, das konkrete Problem sehr plastisch aufzuzeigen und ernst, aber sachlich zu bleiben. Provider wie Facebook bekommen sehr viele Anliegen präsentiert und müssen herausfiltern, was wirklich relevant ist und wo es dringend ist.
Beatris
0
Wehren gegen Beschimpfung

Ich werde auf Facebook als Ausländer beschimpft. Wie kann ich mich dagegen wehren?

Antwort:

Wenn andere einen beschimpfen, ist es wichtig, dass man nicht direkt darauf reagiert und einfach den Spiess umdreht. Das kommt meistens nicht sehr gut und verschlimmert die Situation. Ansprechen würde ich das eher direkt von Angesicht zu Angesicht und nicht via Internet. Man darf da höflich darum bitten, mit den Beschimpfungen aufzuhören, weil ansonsten Konsequenzen folgen müssten. Das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Wenn Sie massiv beleidigt werden, können Sie Screenshots als Beweismittel sammeln und eine Anzeige machen.
Anonym
0
Wie kann man helfen?

Wie kann ich als Freund eines Mobbing-Opfers helfen, ohne selbst eines zu werden

Antwort:

Nicht einfach spontan eingreifen, das macht die Situation meist noch verfahrener und stressiger für alle Beteiligten. Am besten helfen Sie, indem Sie ihm als erstes mal zuhören und nicht urteilen. Oftmals machen sich die Betroffenen schon genug Vorwürfe und denken, dass sie selber Schuld sind. Selber Schuld ist aber niemand und es ist wichtig, dass das die Betroffenen wissen. Wenn es sich wirklich um einen massiven Fall von Mobbing handelt, ist es wichtig, dass man sich - vielleicht auch zusammen - professionelle Hilfe holt. Für Jugendliche haben wir von der Pro Juventute das Nottelefon 147, welches 24 Stunden am Tag zur Verfügung steht und gute weitere Beratungsstellen vermitteln kann. An Schulen gibt es Schulsozialarbeitende oder Lehrpersonen, die helfen können. An der Arbeitsstelle Personalverantwortliche, die für das Thema sensibilisiert sind.
Mario
0
Wieso wird nichts gegen die Videoportale unternommen?

Wieso wird nichts gegen Portale wie Video2Get unternommen? Dort ist das Ice-Tea-Video weiterhin einsehbar und hat schon fast 40 000 Views. Kann man gegen solche Betreiber nichts unternehmen, die diese Videos auch noch weiter verbreiten?

Antwort:

Es kommt darauf an, wer schlussendlich die Bilder oder Videos aufs Netz stellt. Als erstes sind auch die Personen selbst verantwortlich, die es heraufgestellt haben. Wenn diese nicht reagieren sind Videoportale und andere natürlich auch in der Verantwortung. Schwer wird es, wenn der Rechtssitz eines Betreibers einer Site nicht in der Schweiz liegt, was heutzutage ja nicht sehr ungewöhnlich ist. Dann können die Betreiber wirklich nur schwer gezwungen werden und man ist auf deren Goodwill angewiesen.
Anonym
0
Mobbing im Internet schlimmer?

Warum ist es schlimmer, wenn ein «Cyber» vornedran steht? Mobbing im Real Life ist genau so schlimm, oder?

Antwort:


Es ist schlimmer, weil es andere Folgen und Konsequenzen haben kann. Beispielsweise hört Cybermobbing im Alltag nicht einfach so schnell auf. Während bei normalem Mobbing am Ende des Tages die betroffene Person nach Hause gehen kann und Ruhe hat, geht es im Internet weiter, sobald man das Smartphone oder den Laptop anstellt. Zudem hat es potenziell sehr viele Zuschauer, die die pinlichen Fotos, gefakten Aussagen oder was auch immer mitbekommen. Also statt einigen wenigen Personen können alle zusehen, wie jemand fertiggemacht wird. Das kann auch zu sehr ausweglosen Situationen führen, wenn man überall als «Idiot» abgestempelt wird.
Mario
0
Das Internet vergisst nichts

Müssen wir uns nicht alle fragen, ob es in Ordnung ist, solche Bilder oder Videos zu drehen und diese dem Freund zu senden?

Antwort:

Ja Mario, dass müssten wir uns wirklich jedesmal fragen. Das Internet vergisst nichts, was einmal reingekommen ist, bekommt man nur sehr schwer und auch nur bedingt wieder raus. Aber es ist klar, dass wir das im Alltag nicht tun. Deshalb ist es sehr wichtig, dass die Bilder und Videos sehr selektiv versendet werden, wenn Sie diese denn unbedingt mit anderen teilen wollen. Denn auch Ihr bester Freund kann einmal zu Ihrem ärgsten Feind werden, was man dann mit solchen Videos machen kann, sehen Sie beim aktuellen Fall.
12:06
0
Gelöschtes Bild immer noch da

Es existiert ein altes Foto von mir auf Google. Leider recht knapp bekleidet, weil es ein Model-Contest war. Von der Medienseite ist es gelöscht, aber in der Google-Bildersuche kommt es noch. Jetzt hat ein Link auf die Bilderübersichtseite die Runde gemacht. Es ist mir sehr peinlich. Was schlagen Sie vor, soll ich unternehmen?

Antwort:


Wenn das Bild von der eigentlichen Homepage weggelöscht wurde aber bei Google noch erscheint, ist es im Cache von Google gelandet. Unter diesem Link können Sie das Bild löschen lassen.
Tomislav
0
Warum nicht strafbar?

Wieso wird Mobbing nicht strafbar gemacht und auf dasselbe Niveau gesetzt wie leichte Körperverletzung?

Antwort: Mobbing (ob Cybermobbing oder auf dem Pausenplatz oder am Arbeitsplatz) ist
zwar als Begriff nicht mit einer bestimmten Strafe verbunden. Aber sehr
vieles das man beim Cybermobbing tut ist sehr wohl strafbar, sei es das
Fälschen von Bildern, Verbreiten von bösen Gerüchten, Drohungen,
Erpressungen, für alles das gibt es spezielle Gesetze. Und die gelten nicht
nur in der Offlinewelt, sondern auch im Internet!

Elena
0
Keine wirkliche Anonymität

Was ich nicht verstehe, ist, dass es immer heisst, man versteckt sich hinter der Anonymität. Aber auf Facebook ist man doch nicht anonym. Man muss dem Opfer nur nicht in die Augen schauen, aber das ist doch noch nicht anonym?

Antwort:

Das ist ein sehr guter Einwand. Auf Facebook ist man im Prinzip nicht anonym, wenn man dann tatsächlich seinen richtigen Namen verwendet und nicht einen Fake-Namen oder gar den Namen der betroffenen Person, die man fertigmachen will. Auf diese Weise sind die TäterInnen aber zuerst sehr anonym, aber auch das nur begrenzt. Werden die Machenschaften öffentlich ist es sehr schnell fertig mit der Anonymität. Aber dieses «Dem Opfer nicht ins Gesicht schauen müssen» ist übrigens etwas sehr Wichtiges, weil dieser Umstand es wirklich schwer macht, überhaupt zu kapieren, was man beim anderen ausgelöst hat.
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