Was bisher geschah. Stand: 17 Uhr.
Der deutsche Bundesrat hat das Steuerabkommen mit der Schweiz abgelehnt. SPD und Grüne stimmten gegen den Vertrag, weil er ihrer Ansicht nach Steuerhinterzieher weiter schützt. Falls jetzt nicht mehr der Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat angerufen wird, ist das Abkommen endgültig gescheitert. Nach dem deutschen Nein zum Steuerabkommen schliessen die bürgerlichen Parteien weitere Zugeständnisse an Deutschland in den nächsten Wochen aus. «Wir können Deutschland nur sagen: Take it or leave it», sagt etwa CVP-Präsident Christophe Darbellay (Archivbild). Die SP hingegen fordert Verhandlungen über den automatischen Informationsaustausch. Der Führerschein auf Probe zeigt offenbar Wirkung: Die Zahl der Verkehrsunfälle mit schwer oder tödlich verletzten Menschen, die durch junge Neulenker (Symbolbild) verursacht werden, ist wesentlich stärker zurückgegangen als die Zahl der Unfälle in allen Alterskategorien. Das meldet das Bundesamt für Strassen. Weniger Wirkung scheinen jedoch die Weiterbildungskurse zu haben. Die Schweizer Schokolade-Industrie bezieht tonnenweise Haselnüsse aus der Türkei. Dort findet die Ernte zum Teil unter widrigsten Bedingungen statt. Hungerlöhne, desolate Arbeitsverhältnisse und Kinderarbeit sind weit verbreitet. Die Branchenorganisation Chocosuisse sagt den Missständen nun den Kampf an. Doch das dürfte schwierig werden. Führende Oppositionelle demonstrierten in Ägypten gegen Präsident Mohammed Mursis eigenmächtigen Ausbau seiner Macht. Sie werfen Mursi die «Hinrichtung der Unabhängigkeit der Justiz» vor. In den Städten Alexandria (Bild), Assiut und Gizeh kam es nach dem Freitagsgebet zu heftigen Auseinandersetzungen mit Anhängern des Präsidenten. Die Staats- und Regierungschefs der EU-Länder ringen weiter um die Finanzplanung 2014 bis 2020. Bundeskanzlerin Angela Merkel (Bild) hat die Hoffnung auf eine rasche Lösung faktisch aufgegeben. Frankreichs Präsident François Hollande hingegen bleibt optimistisch – obwohl der britische Regierungschef David Cameron in seiner Forderung nach Kürzungen hart bleibt. Wegen «schlechter Beziehungen» zu den anderen Gefangenen ist das inhaftierte Pussy-Riot-Mitglied Maria Alechina (Mitte) an einen «sicheren Ort» gebracht worden. Das meldeten die Vollzugsbehörden. Russischen Nachrichtenagenturen zufolge befindet sich Alechina in einer Isolationszelle. Von offizieller Seite wurde diese Information jedoch nicht bestätigt. Lieber spät als nie: «Was passiert ist, tut mir sehr leid», sagte Luiz Adriano von Schachtjor Donezk über sein Skandaltor in der Champions League gegen Nordsjaelland. Der Stürmer hatte sich einen eigentlich zurückgespielten Schiedsrichterball ersprintet und diesen zum 1:1-Ausgleich versenkt. (Bild: Adriano und der dänische Torhüter Jesper Hansen, r.) Erst Nico Hülkenberg für Sergio Perez und jetzt Esteban Gutierrez (Bild) für Kamui Kobayashi: Sauber nimmt die Formel-1-Saison 2013 mit einem neuen Fahrer-Duo in Angriff. Der 21-jährige Gutierrez gehört seit drei Jahren zum Team. 2010 war er als «angegliederter Fahrer» an der Rennstrecke dabei, in den letzten beiden Saisons als Test- und Ersatzfahrer. 82 Stunden dauerte die Blühphase der Titanwurz im Basler Botanischen Garten. Dann knickte der gelbe Kolben der prächtigen Blume ein; sie war zuletzt 2,30 Meter hoch. In den über drei Tagen hat das Spektakel rund 12 000 Schaulustige angezogen, die sich vom fauligen «Duft» der Riesenblume nicht hatten abschrecken kassen.