Viele Anti-Wef-Demonstranten, die am Samstag in Davos marschieren wollten, blieben in Landquart hängen. Stattdessen reisten die Militanten unter ihnen nach Bern und lieferten sich Schlachten mit der Polizei.
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Zuerst ging noch alles gut. Der erste Zug mit Teilnehmern an der geplanten Demo in Davos wurde plangemäss von der Polizei in Fideris untersucht. Doch schon beim zweiten Zug war fertig lustig: Weil sich die Demonstranten weigerten für die Kontrolle auszusteigen, und die Polizei die Kontrolle nicht mehr in den Wagen durchführen wollte, musste der Zug umkehren und mit den Demonstranten zurück nach Landquart fahren. Erst noch nahm man das Warten gelassen und argumentierte gegen das WEF mit Luftblasen. Doch Frust und Wut über die Kontrollen, die Polizei und die Warterei begannen zu wachsen. Walter Angst vom Oltener Bündnis versuchte erst noch zu vermitteln. Die Demonstranten, die in Landquart festsassen, verloren die Geduld. Es kam zu den ersten Ausschreitungen. Die Situation drohte zu eskalieren. Die Polizei, unterstützt durch deutsche Wasserwerfer-Einheiten, hielten die Demonstranten noch im Zaum. Währenddessen begann in Davos die friedliche Demonstration gegen die Globalisierung. Weil viele Demonstranten in Landquart festsassen, nahmen nur mehrere hundert am Marsch teil. Mit von der Partie: Das goldene Kalb, das die globalisierte Wirtschaft gemäss Wef-Gegner anbetet. Die Anti-WEF-Demonstranten, die nicht nach Davos kamen, kehrten um und reisten via Zürich Wollishofen nach Bern. Nicht lange und es kam zu den ersten Ausschreitungen mit massiven Sachbeschädigungen. Eines der Ziele: das Fünfsterne-Hotel Schweizerhof. Viel Glas zerbrach bei den Ausschreitungen in Bern. Die Polizeieinheiten konnten die Demonstranten in Schach und von der Innenstadt fern halten. Eine zerstörte Telefonkabine. Steine fliegen durch den Tränengasnebel auf die Polizisten. Die Demonstranten benutzten ein Baufahrzeug als Schutzschild gegen Gummischrot-Geschosse der Polizei und als "Wurframpe" fuer Bierflaschen. Harte Argumente gegen die Globalisierung: Ein vermummter Demonstrant demoliert einen Mercedes. Teure Wagen sind oft ein beliebtes Ziel für Zerstörungen. Scherben bringen diesmal kein Glück: Dieser Sportwagen wurde von den Demonstranten vollständig demoliert.
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