Hands-on

02. März 2011 19:49; Akt: 03.03.2011 10:14 Print

«2011 wird das Jahr des iPads»

«Schneller, zwei Kameras, gleicher Preis»: Der gesundheitlich angeschlagene Apple-Gründer Steve Jobs stellte gestern die iPads der zweiten Generation vor. 20 Minuten Online hat den Tablet in London angetestet.

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Steve Jobs liess es sich nicht nehmen und präsentierte am 2. März 2011 persönlich die zweite iPad-Generation. Jobs startete den Event mit ein paar Zahlen: 15 Millionen iPads wurden im Jahr 2010 verkauft, rund 65 000 Apps stehen zum Download bereit. Doppelt so schnell: Im Innern des iPads 2 taktet ein Dual-Core-Prozessor, der den Namen A5 trägt. Die Batterielaufzeit soll mit zehn Stunden unverändert bleiben. Und noch ein Gerücht, dass sich bestätigt hat: Generation 2 gibt es auch in weiss. Wie erwartet: Das iPad 2 verfügt über eine Front- sowie eine Back-Kamera. Mit dem magnetischen Smart Cover lässt sich dem iPad ein individueller Touch in zehn Farben verleihen. In der Schweiz ist das iPad 2 ab dem 25. März erhältlich - zu den gleichen Preis wie die jeweiligen Vorgängermodelle. In den USA erfolgt der Marktstart am 11. März. Apples neuster Wurf hat dramatisch abgespeckt und ist mit 8,8 mm Dicke deutlich dünner geworden. Mit dem iPad 2 wird das neue Betriebssystem iOS 4.3 ausgeliefert. Es steht ab dem 11. März auch für das iPhone und den iPod touch (3. und 4. Generation) zum Download bereit. FaceTime ermöglicht Videokonferenzen zwischen zwei iPads, einem iPad und iPhone oder einem iPad und Mac. Mit der App GarageBand wird das iPad zum veritablen Synthesizer. Nochmals das Wichtigste in Kürze: Das iPad 2 ist schneller, leichter und dünner und hat zwei Kameras. Journalisten aus Europa wurden nach London geladen, wo der Event auf eine Grossleinwand übertragen worden ist.

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Die grosse Überraschung kam gleich zu Beginn: Steve Jobs persönlich stand am Abend des 2. März in San Francisco auf der Bühne. Mitte Januar musste er aus gesundheitlichen Gründen eine Auszeit nehmen (20 Minuten Online berichtete).

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Wie man es von vergangenen Veranstaltungen her kennt, startete er seine Präsentation mit ein paar Facts and Figures. Apple zählt insgesamt über 200 Millionen Kunden-Konten. Bislang wurden weltweit mehr als 100 Millionen iPhones verkauft und über 100 Millionen eBooks runtergeladen. Im vergangenen Jahr wurden fast 15 Millionen iPads verkauft. Laut Jobs sind das mehr Tablets, als die gesamte Konkurrenz zusammen verkauft hat. Alleine für den Tablet stehen mittlerweile stolze 65 000 Apps zum Download bereit.

Schneller, leichter, dünner ...

In der zweiten Generation des Apple Tablets taktet ein Dual-Core-Prozessor, der den Namen A5 trägt. Die Grafik soll dadurch 9x schneller geworden sein, ohne dass die Leistung der Batterie leiden muss. Apple gibt rund zehn Stunden Akkulaufzeit an. Das iPad 2 wird in Schwarz und in Weiss in den Handel kommen. Es ist mit 8,8 mm rund 4,6 mm dünner als das Vorgängermodell. In der Front, so wie auf der Rückseite, ist je eine Kamera verbaut. Steve Jobs ist überzeugt, dass das iPad 2 ein Riesenerfolg wird und fasst die Vorteile kurz und bündig zusammen: «Schneller, leichter, dünner, Kameras und Gyroscope, zehn Stunden Akkulaufzeit, iOS 4.3, gleicher Preis, besserer Prozessor, schwarz und weiss - 2011 wird das Jahr des iPads.»

Ab dem 25. März in der Schweiz erhältlich

Der Verkaufsstart in Europa ist auf den 25. März angesetzt. Die Preise bleiben gleich, das Einsteigermodell (WIFI only und 16 GB) kostet 499 US-Dollar. Die teuerste Variante (WIFI + 3G mit 64 GB) schlägt mit 829 US-Dollar zu Buche. In den USA kommt das iPad 2 am 11. März in den Handel.

Mittels eines HDMI-Adapters (Preis: 39 US-Dollar) werden ipAd-Inhalte direkt auf den TV-Bildschirm übertragen - und das bei einer Auflösung von bis zu 1080p. Dies funktioniert auch mit sämtlichen Apps. Mit Hilfe der zwei im Rahmen eingelassenen Kameralinsen wird Apples Videotelefonie Facetime unterstützt.

iPhone wird zum Hotspot

Das iPad 2 wird mit iOS 4.3 angeboten werden, das ab dem 11. März auch für das iPhone und den iPod touch (3. und 4. Generation) zur Verfügung stehen wird. Bildstrecken, Videos und Webseiten sollen damit mittels AirPlay und Apple TV auf den Fernseher gestreamt werden können. Das iPhone 4 wird mit iOS 4.3 zum Hotspot. Wer ein iPad ohne 3G hat, kann so trotzdem über das Mobilfunknetz im Internet surfen.

Die Videobearbeitungs-App iMovie wird neu auch für das iPad angeboten und kostet 4.99 US-Dollar. Und mit der App GarageBand wird das iPad zum veritablen Synthesizer. Sensoren registrieren die Anschlagstärke und geben den Ton in der entsprechenden Lautstärke wieder. Auch diese App kostet 4.99 US-Dollar.

Vor Ort angetestet

Europäische Medienvertreter wurden von Apple nach London eingeladen, um den Event über eine Satellitenverbindung gemeinsam auf einer Grossleinwand zu verfolgen. 20 Minuten Online war vor Ort und konnte einen ersten Augenschein nehmen.


(Quelle: 20 Minuten Online / Daniel Schurter)

Der erste Eindruck ist gewaltig: Das iPad 2 ist hauchdünn und federleicht. Was sofort auffällt, ist die von Steve Jobs versprochene Geschwindigkeitssteigerung. Die Apps laden blitzschnell und auch innerhalb der Programme lässt es sich schnell arbeiten. Im Vergleich mit dem bisherigen iPad kommt einem die Tempo-Steigerung wie ein Quantensprung vor.

Gewöhnungsbedürftig ist der als Smart Cover angepriesene Deckel, der auch als Stütze für das iPad dienen kann. Das Teil aus Kunststoff ist magnetisch und lässt sich mit zwei Fingern bewegen. An der Innenseite befindet sich ein Microfasern-Flies, das die Glasoberfläche des iPads in zugeklapptem Zustand automatisch reinigt. Beim Aufklappen des Deckels schaltet sich das Gerät automatisch ein. Die neuen Cover kommen in zahlreichen poppigen Farben daher - wie man es von den iPods kennt. Als Polyurethan-Kunststoff soll die flexible, aber erstaunlich robuste Schutzhülle 39 Dollar kosten, in edlem Leder 69 Dollar.

(mbu/owi/dsc)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • tom w. am 03.03.2011 09:27 Report Diesen Beitrag melden

    LAAAAAAHHHHHM

    Apple schafft es echt nicht ein Tablet zu bringen, dass auch in Unternehmen zum Einsatz kommen kann. Alles was die jetzt präsentiert haben, hätten Sie mit ein wenig Willen auch schon beim Ipad 1 integrieren können. Machen Sie aber nicht, da Sie ja ansosnten nicht "innovativ" sein können, indem Sie 2 Kameras und eine Abdeckung bringen. Ich würde geschäftlich ein Tablet brauchen, auf dem ich die ganzen Projektdaten ansehen kann (3D PDF, Office, DWG, etc.) und das unkompliziert und ohne Itunes, via SD Karte oder ähnlichem hin und her schieben kann. Ich Dateien echt barbeiten kann. Apple Fail.

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  • sencha am 03.03.2011 21:24 Report Diesen Beitrag melden

    die apple-masche

    Ohne das Ipad gäbe es heute nicht so viele Tablets. Was man aber auch sehen sollte, ist die Apple-Praxis, noch nicht ganz ausgereifte Produkte auf den Markt zu bringen (nicht schlechte!). Diese werden sofort von den Fans gekauft, nur damit sie 6 Monate später den Nachfolger mit kaum merkbaren Neuerungen kaufen können. Dieses Spiel läuft schon seit Jahren so und zieht sich durch die komplette Palette. So macht man heutzutage Geld! Mein MacBookPro ist 4 Jahre alt und immer noch top. Fanboys kaufen sich halt jedes Jahr ein neues... und für was ein ipad gut sein soll wenn man einen Laptop hat??

  • Fachspezialist in Telekommunikation am 02.03.2011 22:41 Report Diesen Beitrag melden

    Prozessor von Samsung

    Wird ein prozessor von samsung sein, der A4 ist von ARM (Samsung) und samsung bringt auch ein neues tab raus mit dualcore und 1 giga ram. kopf an kopfrennen

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Anna Analyst am 27.03.2011 00:44 Report Diesen Beitrag melden

    iPad Motzer sind weniger sozial

    iPad Nutzer fokussieren sich auf das wesentliche: die zu erzielenden Resultate und können diese nett auf dem iPad präsentieren (und sei's nur Fotos vom letzten Urlaub werden via Airplay auf einem TV gezeigt). iPad Motzer: unterhalten sich lieber über die tollen technischen Details, was ihr anderes Gerät (besser) kann (Betonung "könnte"). Aber Resultate haben sie keine vorzuzeigen. ..so was ist nun cooler? ;-)

  • Peter Reiner am 10.03.2011 12:22 Report Diesen Beitrag melden

    usb stick relikt aus dem letzten jahrhundert.

    Für was braucht man einen USB anschluss?? ich verbinde alle meine Geräte mit Wlan, ob das drucker, laptop oder Kammera ist, ich bruach keinen usbstick oder ein kabel. Ich lad doch nicht zuerst von meinem latop die daten auf einen usb stick und steck den dann ans ipad (was übrigens geht) ich mach direkt per wlan. Ich leb doch nicht hinter dem Mond!

  • Kieni am 08.03.2011 15:36 Report Diesen Beitrag melden

    Verarsche

    Wahrscheinlich werden nun alle Apple-Fanboys empört aufschreien, aber als Apple-Kunde würde ich mir so verarscht vorkommen. Schon nach einem halben Jahr ein neue Version des I-Pads rausbringen, das ist in meinen Augen eine Frechheit und zeigt mir warum ich keine Apple-Produkte kaufe.

    • Martin Rechsteiner am 12.03.2011 06:39 Report Diesen Beitrag melden

      Bitte zuerst informieren, dann erst behaupten

      Das erste iPad ist vor ca. 10 Monaten erschienen, somit nichts von einem halben jahr. Und wer bitte sagt, mann muss ein jedes jahr ein neues Gerät kaufen? Besitzer eines ersten iPads warten sicherlich auf das nächste, welches im Frühjahr 2012 kommen wird und dann ein noch grösseres Update bietet. bitte ein bisschen infromieren bevor solche Thesen aufgestellt werden.

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  • Appels miesling am 08.03.2011 14:03 Report Diesen Beitrag melden

    Kein Port wird kommen...

    IPad-imenia und immer noch kein USB und SD Anschluss. Brauch ich einen Computer für ein IPad zu füttern? So schräg.

  • Schlaubi am 08.03.2011 11:57 Report Diesen Beitrag melden

    Hört auf zu jammern...

    Android User kommen immer mit dem gleichen ,,Argument,, dass das iPad kein Flash unterstützt. Wann lernt Ihr endlich, dass Flash keine Zukunft mehr hat ? HTML 5 wird kommen...