iPad

17. September 2010 13:30; Akt: 17.09.2010 14:26 Print

Apple will Verleger locken

Verlagshäuser werden mit Kundendaten versorgt, falls sie ihre Inhalte aufs iPad bringen und ihre Einnahmen mit Apple teilen.

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iPad: Hoffnungsträger der Verleger.

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Laut Roger Fidler, Chef der Abteilung Digital Publishing am Journalism Institute Missouri, will Apple in Kürze Zeitungs-Abos auf dem iPad einführen. Dabei sollen die einzelnen Medientitel über den App Store erworben werden können, berichtet die US-Tageszeitung San Jose Mercury News.
Apple beanspruche dabei 30 Prozent der Aboeinnahmen sowie 40 Prozent der Werbeeinnahmen für sich. Im Gegenzug würden die Verlage mit Daten zu den Abonnenten versorgt, vorausgesetzt diese stimmen zu. Die daraus gewonnenen Informationen würden zu Marketingzwecken verwendet. So soll Verlagshäusern ein zusätzlicher Anreiz geboten werden, ihre Inhalte aufs iPad zu bringen.

Verleger rund um den Globus setzen grosse Hoffnung in das iPad. Auf der Suche nach dem richtigen Modell erhoffen sie sich die wachsenden Verluste aus dem Printgeschäft mit Hilfe des Tablet-PCs wettzumachen. Laut Filder wäre es ihnen lieber, wenn Apple eine Fixbetrag anstelle von Anteilen an ihren Abo- und Werbeeinnahmen beanspruchen würde.

Print wird eingestellt

Der Verleger der «New York Times», Arthur Sulzberger Jr., glaubt nicht daran, dass sich Print-Produkte noch langfristig halten können. Er sagte vergangene Woche im Rahmen eines Verleger-Kongresses in London: «Wir werden irgendwann in der Zukunft aufhören, die «New York Times» zu drucken.» Ein Datum wollte er nicht nennen, berichtet das US-Newsportal observer.com.

Apple im Hoch

Heute ist in China der Verkauf des iPads angelaufen. Die Anleger sind offenbar optimistisch, gestern Abend hat die Apple-Aktie mit einem Preis von 276,57 US-Dollar auf dem Allzeit-Hoch geschlossen. Derweil hat ein iPhone-Entwickler entdeckt, dass bei der zweiten Generation von Apple TV iOS als Betriebssystem zum Einsatz kommt. Da stellt sich die Frage, wieso keine Anbindung an den App Store realisiert wurde. Vielleicht schaffen es die Apps ja zu einem späteren Zeitpunkt noch auf die kleine Streaming-Box.

(mbu)