Apple verrät

02. Juni 2017 09:50; Akt: 02.06.2017 09:50 Print

Einnahmen aus App Store übertreffen 70 Mrd Dollar

Nächste Woche startet in den USA Apples Entwicklerkonferenz. Davor gewährt der iPhone-Hersteller Einblick in die Zahlen seines App Stores.

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Das Motto für die Entwicklerkonferenz WWDC ist klar: Software, Software und noch mehr Software. Am Pfingstmontag findet in San José die Eröffnungsrede des viertägigen Events statt. Dann gibt es erste Einblicke in das kommende iOS und das nächste macOS. Der Event ist ganz auf Entwickler ausgerichtet. Sie können vor Ort Workshops zu unterschiedlichen Themen besuchen oder sich untereinander austauschen. Über 5000 Programmierer werden dafür nach San José in Kalifornien reisen, wo die WWDC 2017 stattfindet. Ein Ticket kostet rund 1600 Dollar. In diesem Jahr könnte aber nicht nur Software eine Rolle spielen, sondern auch Hardware. Letztmals wurde im Jahr 2013 an der WWDC neue Hardware gezeigt. Damals präsentierte Apple den Mac Pro sowie ein neues Macbook Air. Ebenfalls 2013 stellte Apple Softwarechef Eddy Cue eine verbesserte Version von Siri vor. Der Sprachassistent könnte im Jahr 2017 wieder eine zentrale Rolle einnehmen. Laut Gerüchten soll Apple eine Lautsprecherbox planen, die mit Siri ausgestattet ist. Das würde Sinn machen. So ist die Konkurrenz in diesem Bereich schon länger aktiv. Hersteller Amazon hat letzten Monat die zweite Version seines Echo-Lautsprecher gezeigt. Das Gerät ist mit einem Bildschirm ausgerüstet und reagiert auf die Sprache der Nutzer, über Amazons virtuelle Assistentin Alexa. Auch Google hat bereits einen smarten Lautsprecher im Programm: Nutzer können ebenfalls mit dem Google Home plappern. Für Apple würde der Einstieg in den Markt Sinn ergeben. So möchte der Konzern die Kunden wohl gern etwas stärker an sich binden. Denn die Wahrscheinlichkeit ist gross, dass Fans, die einen Apple-Lautsprecher kaufen, auch Apples Dienstleistungen wie Apple Music nutzen. Im Gegenzug werden Kunden von Amazon Echo oder Google Home wohl eher zu Spotify, Google Play oder Amazon Prime Music greifen. Schon 2006 hatte Apple – damals noch unter Führung von Steve Jobs – einen Lautsprecher gezeigt. Im Vergleich mit ähnlichen Geräten war der iPod Hi-Fi allerdings relativ schwer und teuer. Das Gerät wurde nach 18 Monaten wieder eingestellt. Doch nicht nur ein Siri-Lautsprecher könnte nächste Woche gezeigt werden. Es gibt auch Gerüchte, dass das iPad Pro ein Update erhält. So wurde das Modell mit dem 12,9 Zoll grossen Bildschirm seit November 2015 nicht mehr aktualisiert.

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70 Milliarden Dollar: So viel haben Entwickler seit dem Jahr 2008 mit Verkäufen im App Store verdient. In den letzten zwölf Monaten sei die Zahl der Downloads um über 70 Prozent angestiegen. Dazu beigetragen haben sicher auch Hits wie «Super Mario Run» oder «Pokémon Go».

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Insgesamt 6349 Teilnehmer

Games und Unterhaltungs-Apps gehören zu den umsatzstärksten Kategorien, schreibt Apple in einer Mitteilung. Doch auch Lifestyle- sowie Gesundheits- und Fitness-Apps haben im vergangenen Jahr ein Wachstum von über 70 Prozent verzeichnet. Software rund um Foto und Video gehören mit einer Steigerung von knapp 90 Prozent ebenfalls zu den am schnellsten wachsenden Kategorien.

Live von der WWDC

Nächste Woche steigt in San José in Kalifornien Apples Entwicklerkonferenz WWDC. Dafür werden rund 5000 Programmierer aus aller Welt anreisen. Ein Ticket kostet knapp 1600 Dollar.

Die Keynote zur WWDC findet am 5. Juni ab 19 Uhr Schweizer Zeit statt. 20 Minuten wird live darüber berichten. Nach dem Event vom Montag gibt es für die Entwickler Workshops, die bis zum 9. Juni andauern.

Sie haben gerade eine geniale App entwickelt? Oder: Sie sind Entwickler und reisen an die WWDC? Dann würden wir Sie gerne kennenlernen. Melden Sie sich doch bei uns via Formular.
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(tob)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dani B. am 03.06.2017 00:28 Report Diesen Beitrag melden

    Umsatz, nicht Gewinn!

    Ein paar Rappen will ich doch auch für meine App. Wenn ich sehe, was ein Heftli am Kiosk kostet... Und wenn ein Programmierer etwas verdient, ist er bereit fürs nächste Projekt. Wenn alles gratis sein soll, versinken wir in Werbung und die beworbenen Produkte werden teurer...

  • User79 am 02.06.2017 10:20 Report Diesen Beitrag melden

    Es wird Zeit

    Es wird Zeit, dass man mit den Stores von (Apple, Microsoft und Google) gleich verfährt, wie in den 90er Jahre im Browserkrieg.

  • Frida am 02.06.2017 10:22 Report Diesen Beitrag melden

    Abzocke

    Also ich habe Apple Android und Win Phone. Wenn ich die App Preise sehe wundert mich der Umsatz nicht Ich teste bezahlapps auf Winphone, da sind die meisten 7 Tage kostenlos zum Testen und dann lade ich sie auf Android runter. Bei Android sind die Apps meist 30 bis 60% Günstiger

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Dani B. am 03.06.2017 00:28 Report Diesen Beitrag melden

    Umsatz, nicht Gewinn!

    Ein paar Rappen will ich doch auch für meine App. Wenn ich sehe, was ein Heftli am Kiosk kostet... Und wenn ein Programmierer etwas verdient, ist er bereit fürs nächste Projekt. Wenn alles gratis sein soll, versinken wir in Werbung und die beworbenen Produkte werden teurer...

  • ehemaliger Apple Fan am 02.06.2017 15:49 Report Diesen Beitrag melden

    Ich habe ein Nokia bestellt

    Das Problem ist, die Innovation ist seit Steve Jobs ausgeblieben. Es ist nur eine frage der Zeit bis die Einnahmen in den Keller sinken. Ausserdem ich habe mir ein Nokia 3310 bestellt, weil die Akkulaufzeit gut ist und dadurch auch Energie sparen kann. Ich kann auf Whatsapp und andere Sachen verzichten.

  • Frida am 02.06.2017 10:22 Report Diesen Beitrag melden

    Abzocke

    Also ich habe Apple Android und Win Phone. Wenn ich die App Preise sehe wundert mich der Umsatz nicht Ich teste bezahlapps auf Winphone, da sind die meisten 7 Tage kostenlos zum Testen und dann lade ich sie auf Android runter. Bei Android sind die Apps meist 30 bis 60% Günstiger

    • Theodor am 02.06.2017 20:48 Report Diesen Beitrag melden

      Nur

      Das liegt am App Entwickler und nicht an Apple.

    • Dagen ist Windows nur Schwachsinn am 02.06.2017 23:16 Report Diesen Beitrag melden

      @Theodor

      Weg von Microsoft Apple und Google. Und schon wird die Linuxwelt erschlossen. abe nit etwa das akäleon sondern eben Debian und Ubuntu. Die kommen ohne ellenlane Eulas, Hopreisigen und abgelaufenen Software-Keys aus. Nur wer es probiert Der kann gewinnen, die Ander sind ewige Verlierer.

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  • User79 am 02.06.2017 10:20 Report Diesen Beitrag melden

    Es wird Zeit

    Es wird Zeit, dass man mit den Stores von (Apple, Microsoft und Google) gleich verfährt, wie in den 90er Jahre im Browserkrieg.

  • Typhoeus am 02.06.2017 10:02 Report Diesen Beitrag melden

    Cherry, die Konkurrenz

    für Apple wird kommen. Dann werden die Milliarden in den Keller purzeln.