Auszeit

17. Januar 2011 15:21; Akt: 17.01.2011 16:53 Print

Steve Jobs wieder erkrankt

Apple-Chef Steve Jobs muss wieder kürzertreten. Der Verwaltungsrat habe ihm eine Auszeit eingeräumt, liess Jobs am Montag mitteilen. Die US-Börse kann nicht reagieren, weil sie heute geschlossen ist.

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2004 wurde bei Steve Jobs eine Krebserkrankung der Bauchspeicheldrüse diagnostiziert. Er besiegte den Tumor, musste sich aber 2009 einer Lebertransplantation unterziehen.

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Steve Jobs nannte keine konkreten Gründe oder einen erwarteten Zeitraum für seine Abwesenheit. Fest steht jedoch, dass er Konzernchef bleiben und sich auch künftig an wichtigen strategischen Entscheidungen beteiligen wird. Der Apple-CEO gilt als zentrale treibende Kraft hinter den Erfolgen des iPhone- und iPad-Herstellers. Deshalb wird seine Gesundheit besonders aufmerksam beobachtet - gerade auch von den Anlegern.

Es bleibt abzuwarten, wie die Nachricht an der Wall Street aufgenommen werden wird. Heute wird an der US-Börse nicht gehandelt, weil der Martin Luther King Day gefeiert wird. Apple dürfte also den Zeitpunkt bewusst gewählt haben, um die schlechten Nachrichten zu kommunizieren. An der Börse in Frankfurt sackte der Kurs kurzweilig um sieben Prozent von 262 Euro auf 237,25 Euro ein.

Kommunikation auf ein Minimum beschränkt

Die aktuelle Pressemitteilung könnte nicht kürzer sein. Sie umfasst gerade mal sieben Zeilen und endet mit den Worten: «Ich liebe Apple sehr und hoffe, dass ich so schnell wie möglich zurück sein werde. In der Zwischenzeit würden es meine Familie und ich sehr schätzen, wenn unsere Privatsphäre respektiert würde.»
Die operative Führung solle wie bereits bei seiner Abwesenheit 2009 der Manager Tim Cook übernehmen, kündigte Jobs weiter an. Damals hatte die Auszeit das erste Halbjahr gedauert.

Jobs war in den vergangenen Jahren bereits zweimal ernsthaft erkrankt. 2004 hatte er eine Krebserkrankung der Bauchspeicheldrüse besiegt. Im Jahr 2009 musste er sich einer Lebertransplantation unterziehen. Seitdem schien er keine weiteren Gesundheitsprobleme zu haben. Beide Male hatte Apple erst im Nachhinein darüber informiert.


(mbu/sda)