Syrische Wurzeln

29. August 2011 21:28; Akt: 30.08.2011 09:44 Print

Steve Jobs leiblicher Vater bereut

Überraschend hat sich der «Erzeuger» des Apple-Gründers zu Wort gemeldet. Es ist ein 80-jähriger Workaholic, der seinen prominenten Sohn um eine letzte Chance bittet.

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Es bestehe definitiv eine Ähnlichkeit, schreibt «9to5mac» und bezieht sich dabei auf Steve Jobs und dessen leiblichen Vater, Abdulfattah «John» Jandali.

Das öffentliche Interesse am 80-Jährigen ist seit dem offiziellen Rücktritt von Steve Jobs enorm. Wer ist der biologische Vater des Apple-Gründers? Wie steht der Mann heute zu seinem unehelichen Sohn, dessen Karriere und wirtschaftliche Macht selbst für amerikanische Verhältnisse verrückt anmuten?

Jobs Herkunft und familiären Wurzeln geben rund um den Globus zu reden, wie auch Berichte in arabischen Online-Medien zeigen. Voller Stolz verweisen Kommentatoren auf die syrischen Wurzeln des Vaters.

Hoffen und warten

Er warte und hoffe auf einen Anruf seines Sohnes, sagte Jandali, der in den USA lebt, gegenüber der «New York Post». Vater und Sohn hätten einiges gemeinsam, heisst es vielsagend im Bericht. Tatsächlich waren (und sind) beide Workaholics, die nicht von der Arbeit lassen können.

Jobs, 56, musste aus gesundheitlichen Gründen als Apple-Chef zurücktreten. Er redet aber trotz schwerer Erkrankung weiterhin bei wichtigen Entscheiden des Unternehmens mit. Und auch sein leiblicher Vater will in hohem Alter nicht kürzertreten. Der leitende Angestellte eines Casinos in Reno, Nevada, sträube sich gegen die Pensionierung, heisst es.

Und noch eine Gemeinsamkeit gibt es: Vater und Sohn, die sich nie begegnet sind, wollen partout nicht den ersten Schritt aufeinander zu machen. Es möge komisch klingen, sagte Jandali gegenüber Journalisten. Aber er sei nicht darauf vorbereitet, das Telefon in die Hand zu nehmen und seinen Sohn anzurufen. Selbst dann nicht, wenn einer von ihnen auf dem Totenbett liegen würde. Das hänge mit seinem syrischen Stolz zusammen. Sein Sohn solle zu keinem Zeitpunkt denken, er sei auf sein Vermögen aus.

Mit Privatdetektiv gesucht

Jandali hat angeblich erst spät vom Schicksal seines verlorenen Sohnes erfahren. Das hängt mit der schwierigen Familiengeschichte zusammen. Als 23-Jähriger hatte sich der Politikwissenschaftler an einer US-Universität in die gleichaltrige Amerikanerin Joanne Schieble verliebt. Als sie schwanger wurde, kam es zum Bruch.

Der Vater seiner Freundin sei ein Tyrann gewesen, der ihr niemals erlaubt hätte, einen arabischen Einwanderer zu heiraten, erzählt Jandali. «Und so sagte sie mir, dass sie das Baby zur Adoption freigeben werde.» Schliesslich habe er eingewilligt, auch wenn er das Kind eigentlich gern behalten hätte.

Doch geheiratet

Der tyrannische Vater starb nur Monate, nachdem der kleine Steven von einem kalifornischen Ehepaar (Clara und Paul Jobs) adoptiert worden war. Joanne Schieble und Abdulfattah Jandal kamen wieder zusammen, heirateten und hatten ein weiteres gemeinsames Kind - die später erfolgreiche US-Schriftstellerin Mona Simpson.

Steve holten sie nicht zurück. Er wuchs bei seinen Adoptiveltern auf - und liess später mit einem Privatdetektiv nach seiner leiblichen Schwester und der Mutter suchen. Sein leiblicher Vater, Abdulfattah Jandali, sagt heute, er lebe in der Hoffnung, dass der Kontakt zu seinem verlorenen Sohn zustande komme. Bevor es zu spät sei. «Auch wenn wir uns nur auf einen Kaffee treffen, würde mich das zu einem glücklichen Mann machen.»


Update (Korrektur)

Im zweitletzten Abschnitt wurde der Ledigname von Abdulfattah Jandalis Frau Joanne auf Schieble korrigiert. Zuvor hiess es fälschlicherweise Simpson.

(dsc)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Thomas P. am 30.08.2011 09:35 Report Diesen Beitrag melden

    Eigeninitiative?

    Immer wieder lustig wie Väter glauben es sei Aufgabe des Kindes den Kontakt zu suchen. Verdammt nochmal das ist euer Kind, also wie wäre es mit Eigeninitiative?

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  • Toni Tobler am 30.08.2011 01:05 Report Diesen Beitrag melden

    Call me!

    Der Vater soll doch einfach mal bei Steve anrufen!

  • Kurt Huber am 29.08.2011 22:09 Report Diesen Beitrag melden

    Bringt nichts.

    Ein Treffen bringt gar nichts. Da sie sich seit 56 Jahren nicht gesehen haben gibt es keine Gemeinsamkeiten, auch keine Gefühle welche sich entwickelt haben könnten. Für Steve Jobs sind Calra und Paul Jobs seine Eltern; auch gefühlsmässig.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Wiwi am 31.08.2011 12:04 Report Diesen Beitrag melden

    Na ja

    Wieso er seinen Sohn zwar nicht anrufen kann, aber trotzdem mit der Presse darüber reden kann, ist mir ein Rätsel..

  • manu am 31.08.2011 11:59 Report Diesen Beitrag melden

    Liebe

    Ach ja der arme Vater möchte doch so gerne seinen Sohn sehen. Geld will er und sonst nichts. Der Schwiegervater sei schuld dass er nicht Heiraten konnte. Wenn er die Frau geliebt hat und das Kind, dann hätte er um sie zwei gekämpft. Er hätte für diese beiden Mutter und Kind gearbeitet und dann wäre das Kind nicht weggegeben worden. Liebe braucht nicht soviele Jahre, nur die Geldgier.

  • Peter NichtLustig am 30.08.2011 10:52 Report Diesen Beitrag melden

    Krank

    Lasst doch den Mann endlich in Ruhe. Ich denke das einzige was er jetzt braucht ist Ruhe.

  • Thomas P. am 30.08.2011 09:35 Report Diesen Beitrag melden

    Eigeninitiative?

    Immer wieder lustig wie Väter glauben es sei Aufgabe des Kindes den Kontakt zu suchen. Verdammt nochmal das ist euer Kind, also wie wäre es mit Eigeninitiative?

    • Maria am 30.08.2011 11:07 Report Diesen Beitrag melden

      Bin gleicher Meinung...

      Wir sollten doch als Vorbilder leben...wenn der Vater es nicht für nötig hält, dann muss er auch nicht erwarten, dass sein Sohn genau gleich handelt...Stolz innerhalb der Familie ist fehl am Platz...

    • The~Duke am 30.08.2011 11:08 Report Diesen Beitrag melden

      Absolut richtig

      Da stimme ich auf jeden Fall zu. Die ganze Geschichte ist schon reichlich absurd... Diese Ausrede mit dem "syrischen Stolz" ist lächerlich. Wenn ich Jobs wäre würde ich ihn garantiert auch nicht treffen wollen. Der Satz"Selbst dann nicht, wenn einer von ihnen auf dem Totenbett liegen würde" sagt ja wohl alles!

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  • Offen Sichtlich am 30.08.2011 08:35 Report Diesen Beitrag melden

    Berechnend

    Dem alten Herrn gehts logischerweise nur ums Erbe! Will noch ein wenig abkassieren!

    • Simi am 30.08.2011 17:05 Report Diesen Beitrag melden

      Blödsinn

      Ja genau... mit 80 kann das sein einziges Intersse sein???

    • Markus am 31.08.2011 11:42 Report Diesen Beitrag melden

      Genau

      Ist wohl so, traurig aber wahr

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