Apple-Gründer ist tot

06. Oktober 2011 01:42; Akt: 06.10.2011 16:03 Print

«Die Welt ist wegen Steve Jobs ein besserer Ort»

Er gab der Welt das iPhone und das iPad, nun ist er nicht mehr: «In tiefer Trauer teilen wir mit, dass Steve Jobs heute gestorben ist», erklärte Apple in der Nacht.

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Steve Jobs ist tot. Der Apple-Gründer hat mehr als einmal die Welt verändert. In den 70er-Jahren stand er mit den ersten Apple-Rechnern an der Wiege der Computer-Revolution. Zuletzt krempelte er den Mobilfunk-Markt um. Den Apple-Fans wird er mit seinen charismatischen Auftritten in Erinnerung bleiben. Am 1. April 1976 gründete Steve Jobs (links) zusammen mit Steve Wozniak (rechts) und Ronald Wayne die Firma Apple Computer. Die ersten Geräte bauten sie in der Garage von Jobs Eltern zusammen. Auch diese Aufnahme datiert aus dem Jahr 1976 und zeigt die Firmengründer Wozniak (links) und Jobs mit einer Computer-Platine. 1977 präsentierte Jobs im kalifornischen Cupertino den «Apple II»-Computer - heute würde man wohl eher von einer elektronischen Schreibmaschine sprechen. 1984 war das Jahr, in dem der Apple Macintosh vorgestellt wurde. Das Bild zeigt Jobs an der jährlichen Apple-Generalversammlung am 24. Januar 1984. Der erste Mac kostete 2495 US-Dollar. 1985 wurde Jobs bei Apple entmachtet. Daraufhin investierte er sein Privatvermögen in die Gründung der Computerfirma NEXT. Das Bild zeigt ihn am 30. Oktober 1991. Er hielt an der Unix-Expo in New York eine «Keynote» (Ansprache). Es folgten gute Jahre für den bekennenden Buddhisten. Der Computer-Pionier konnte sich wieder etablieren, das Bild zeigt ihn 1993. Zwei Jahre später gingen die von Jobs mitbegründeten Pixar Animation Studios an die Börse. Dieses undatierte Bild stammt vermutlich aus dem Jahr 1996. Steve Jobs hatte inzwischen bei Apple wieder eine Beraterfunktion übernommen und er trat im typischen schwarzen Pullover vor die Kamera. 1997 war Jobs zurück auf der Apple-Kommandobrücke. Das Bild zeigt ihn am 6. Januar 1997, als er an der MacWorld Expo in San Francisco die Keynote hielt. Das Unternehmen war - ohne Jobs - in wirtschaftliche Turbulenzen geraten. Im selben Jahr folgte die Kooperation mit dem «Erzfeind» Microsoft. Das am 6. August 1997 aufgenommene Bild zeigt Jobs neben Microsoft-Gründer Bill Gates auf Grossleinwand. 1998 folgte ein weiterer Meilenstein. Jobs präsentierte ein neues, farbiges Computer-Modell namens iMac. Das Gerät war zum Preis von 1299 Dollar zu haben. Während Jahren hatte Jobs als Interims-CEO die Geschicke des Unternehmens geleitet. Am 5. Januar 2000 gab er in San Francisco bekannt, dass er wieder vollwertiger Geschäftsführer sei. Das Bild zeigt Jobs mit Bono (Mitte) und dem Musiker The Edge (rechts), zwei Bandmitgliedern der legendären Rockband U2. Apple stellte am 26. Oktober 2004 in San Jose neue iPods mit U2-Logo vor. Eine Aufnahme von 6. Juli 2005: Im Jahr davor musste sich Jobs einer schweren Operation unterziehen, bei der ein Tumor seiner Bauchspeicheldrüse entfernt wurde. Am 9. Januar 2007 präsentierte Steve Jobs an einer seiner legendären Keynotes in San Francisco das iPhone. Mit «One more thing» kündigte er jeweils neue Technologien an. Jobs suchte immer wieder den direkten Kontakt zu den «Kunden». Das vom 29. Juni 2007 datierte Bild zeigt ihn im direkten Gespräch mit Besuchern eines Apple-Stores. Aufnahme vom 27. Januar 2010: Jobs hält ein iPad in seinen Händen. Im Jahr davor hatte er sich für mehrere Monate zurückgezogen. Grund war eine Lebertransplantation, wie später bekannt wurde. Am 7. März 2010 wurde Jobs auf dem roten Teppich fotografiert. Er nahm in Los Angeles an den Oscar-Verleihungen teil. Dieses Bild vom 23. Juni 2010 zeigt Jobs mit dem russischen Präsidenten, Dmitri Medwedew. Der Russe erhielt bei seinem Besuch im Silicon Valley ein iPhone 4. Im Juli 2010 sprach ein sichtlich abgemagerter Apple-CEO über seinen jüngsten Coup, das iPad. Über den Gesundheitszustand von Jobs kursierten erneut wilde Gerüchte. Jobs am 5. Oktober 2010 mit dem kalifornischen Gouverneur Arnold Schwarzenegger. Die beiden setzen sich öffentlich für Organspenden ein. Der Apple-Chef musste sich selbst einer Lebertransplantation unterziehen. Der alte und der neue Apple-Chef, vereint auf einem Bild aus dem Jahr 2010. Tim Cook (links) hat Steve Jobs in diesem Jahr offiziell an der Spitze des Unternehmens abgelöst. An der Apple-Entwicklerkonferenz im Juni 2011 posierte Jobs mit einer jungen Apple-Anhängerin. Damals wurden erneut Gerüchte über einen baldigen Rücktritt laut. Am darauffolgenden Tag, dem 7. Juni, hatte Jobs einen überraschenden Auftritt in Cupertino. Vor den versammelten Lokalpolitikern informierte er über die Pläne seines Unternehmens, ein futuristisches Firmengebäude zu bauen. Es sollte der letzte öffentliche Auftritt als Apple-Chef werden. Nachdem er Apples Weg in die Wolke (iCloud) angekündigt hatte, trat Jobs im August zurück. Noch in diesem Jahr soll die autorisierte Biografie des Apple-Gründers erscheinen. Steve Jobs hat dem Autor offenbar bereitwillig Auskunft gegeben über sein bewegtes Leben. Der als medienscheu geltende Innovator suchte immer wieder den Kontakt zu den Nutzern. Nun ist er im Alter von 56 Jahren gestorben.

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Der Mitbegründer des Computer-Konzerns Apple, Steve Jobs, ist friedlich im Kreis seiner Angehörigen gestorben. Seine Familie dankte am Mittwoch allen Menschen, die Jobs in den vergangenen Monaten seiner Krankheit ihre guten Wünsche ausgesprochen und für ihn gebetet hätten. In seinem öffentlichen Leben war Steve als Visionär bekannt; im Privatleben schätzte er seine Familie», hiess es in der Erklärung. «Wir wissen, dass viele von Ihnen mit uns trauern und wir bitten darum, in dieser Zeit der Trauer unsere Privatsphäre zu respektieren.»

Auch Apple zeigte sich tief betroffen: «In tiefer Trauer teilen wir mit, dass Steve Jobs heute gestorben ist», erklärte der Konzern am Mittwoch in San Francisco. «Steves Brillanz, Leidenschaft und Energie waren Quelle zahlloser Innovationen, die unsere Leben bereichert und verbessert haben. Die Welt ist wegen Steve ein besserer Ort.» Jobs wurde 56 Jahre alt.

Todesursache unklar

Eine genaue Todesursache teilte der Konzern nicht mit. Jobs hatte an Bauchspeicheldrüsenkrebs gelitten und 2009 eine neue Leber erhalten. Erst Ende August hatte er die Führung von Apple nach fast 15 Jahren abgegeben und sich von der Unternehmensspitze zurückgezogen. Die Apple-Website zeigte am Donnerstag ein Porträtfoto von Jobs mit den Lebensdaten 1955 und 2011. Jobs ist auf dem Bild in seinem typischen schwarzen Rollkragenpullover zu sehen.

Ein Klick auf das Bild führt zu einer Würdigung: Apple habe einen «Visionär und ein kreatives Genie» verloren. «Die Welt hat einen faszinierenden Menschen verloren», hiess es in der Würdigung weiter. «Die, die das Glück hatten, ihn zu kennen und mit ihm zu arbeiten, haben einen Freund und Mentor verloren. Steve lässt ein Unternehmen zurück, wie nur er es aufbauen konnte und das immer in seinem Geiste arbeiten wird.» Apple richtete zugleich ein elektronisches Kondolenzbuch ein. Unter rememberingsteve@apple.com können Fans Beileidsnachrichten schicken.

Rückzug vor sechs Wochen

Als Unternehmenschef hatte Jobs Apple vom Pleitekandidaten schrittweise zu einem der führenden Technologiekonzerne der Welt gemacht. Seit seiner Rückkehr ins Unternehmen 1996 verteuerte sich die Aktie fast um das Dreissigfache, im August überholte der Apfel-Konzern sogar kurzzeitig den Ölmulti ExxonMobil als wertvollstes börsennotiertes Unternehmen der Welt.

Nach einem Rücktritt als Vorstandsvorsitzender vor sechs Wochen hatte Jobs das Amt an seinen Nachfolger Tim Cook übergeben, den er selbst für diese Aufgabe ausgewählt hatte. Erst am Dienstag hatte Apple eine neue Version des iPhone vorgestellt.

(Quelle: YouTube/ Skynews)

(mlu/sda/ap)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Laura am 06.10.2011 02:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Trauer

    Ich finde den Tot von Steve Jobs sehr tragisch, bin ein totaler Apple Fan und danke ihm für alles. Ich wünsche der Familie mein Herzliches Beileid.

  • Andreas H. am 06.10.2011 08:57 Report Diesen Beitrag melden

    Bedauern

    Mit bedauern habe ich heute die traurige Nachricht vernommen. Schade das es dich icht mehr gibt. Ein grosser Visioner ist von uns gegangen. Und das kurz vor der Einführung von iCloud. Rest in Peace... :'-(

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  • padyeins am 06.10.2011 10:23 Report Diesen Beitrag melden

    The Best Man

    Es fragt uns keiner, ob es uns gefällt, ob wir das Leben lieben oder hassen, wir kommen ungefragt auf diese Welt und müssen sie auch ungefragt verlassen. R.I.P. Steve Jobs you were the best thanks

Die neusten Leser-Kommentare

  • Michael Frei am 12.10.2011 01:36 Report Diesen Beitrag melden

    Wir alle sind Bill Gates so dankbar!

    Steve Jobs hat definitiv mehr Arbeitsplätze geschaffen als Leute im Lift entlassen. Die Entlassungen haben übrigens zu einer Zeit stattgefunden als Apple am Abgrund stand. Das ist halt auch die unangenehme Aufgabe eines Chefs, Mitarbeiter zu entlassen. Übrigens wisst ihr wie viele Mitarbeiter Foxconn hat? > 1 Mio. Ich kann euch versichern, dass die Selbstmord-Rate in der Schweiz höher ist als bei Foxconn (11) und die Chinesen sind übrigens absolut begeistert von Apple. Übrigens das einzige, für was Bill Gates je in die Geschichte eingehen wird, ist der Fakt, dass er Apple gerettet hat.

    • Roman H. am 12.10.2011 16:41 Report Diesen Beitrag melden

      Gates?!

      Bill Gates ist (übrigens) der Gründer von Microsoft und hat wenig mit Apple am Hut, aber sonst stimme ich Ihnen voll und ganz zu!!

    • Jonas B. am 13.10.2011 12:22 Report Diesen Beitrag melden

      Ohja, Gates. Bill Gates.

      @Roman H, das was Michael geschrieben hat stimmt voll und ganz, DANK Bill Gates existiert Apple noch, hat er doch damals etwa 150 Millionen USD in das morsche Unternehmen von Steve gepumpt und Apple somit vor dem Konkurs bewahrt! ;-)

    • unwichtig am 14.10.2011 14:27 Report Diesen Beitrag melden

      gates

      Nicht nur das er dies getan hatte, auch hat Gates etliches Geld für wohltätige Zwecke gespendet und war sowohl beruflich als auch menschlich eine Ikone.

    • Schrottkröte am 16.10.2011 10:11 Report Diesen Beitrag melden

      Bundesliga

      Ja, Bill Gates ist quasi der Uli Hoeneß der IT-Branche und Apple ist St. Pauli!

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  • Saki Tzikas am 11.10.2011 06:54 Report Diesen Beitrag melden

    Ganz oder gar nicht

    Warum hört sich das so absurd an - in der Businesswelt ist es wie im Leben. Entweder Schwanger oder nicht - es gibt nichts dazwischen. Ganz oder gar nicht. Steve wollte nur Leute die 100% dabei waren...

  • Leser am 10.10.2011 19:30 Report Diesen Beitrag melden

    alles schön und gut

    ... aber es bleiben fürchterlichen Herstellungsbedingungen bei Foxconn & Co. Er hätte seinen Einfluss darauf ausüben können.

  • Daniel Grob am 10.10.2011 18:40 Report Diesen Beitrag melden

    Lasst es doch entlich gut sein

    Was soll das, er war ein Genie, hat viele neuerung Verbessert gebracht. Hatte lang mit dem Krebs gekämpt, nun leider verloren. Nun lasst ihn doch einfach mal sein, nach dem Tod über einen zu lästern ist einfach gemein.

    • Raffael Brun am 11.10.2011 07:51 Report Diesen Beitrag melden

      R.I.P

      Muss ich dir vollkommen Recht geben. Ohne Steves extremismus hätten wir in so kurzer Zeit niemals diesen Technischen fortschritt gemacht. Ausserdem sollte man respektieren wenn jemand tot ist und dies akzeptieren. Wenn man Steve Jobs als zu extrem beschreiben will, sollte man sich mal Überlegen was er alles geschaffen hat.

    • franz am 11.10.2011 19:19 Report Diesen Beitrag melden

      jeder hat mehr als ein gesicht

      man kann aber auch bei allem technischen extremismus menschlich bleiben. dies ist ihm anscheinend nicht gelungen. wenn jemand zum iGod hoch stilisiert wird, dann muss man damit rechnen, dass auch sein anderes gesicht offen gelegt wird. das ist in keiner weise verwehrflich.

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  • Markus am 10.10.2011 16:54 Report Diesen Beitrag melden

    aufhören

    letzte Woche war er noch iGott und diese Woche wird die schlechte Seite von SJ offengelegt - Was er aber auf keinen Fall war, ein Weltverbesserer - er war ein Geschäftsmann wie es einige gibt auf der Welt - nicht mehr und nicht weniger. Manche haben gefallen gefunden an den Apple Produkten und manchen hat es nicht gefallen. Dieses Gehabe der Apple-Jünger ist sowas von..... na ja, das schreibe ich lieber nicht R.I.P Steve Jobs